Gedeckter Tisch in Pastellfarben vor Wand im Betonlook.
© Auro

Modernisieren | Listicle

Betonlook-Wände selber machen: 5 Schritte zum coolen Industrie-Chic

Tanja Müller

Level: Für Fortgeschrittene

Coole Betonwände wie in der Industriehalle – die könnt ihr täuschend echt zuhause nachmachen. Für den Betonlook braucht ihr nur etwas Geschick, Spachtel, Putz und Farbe. Eine Anleitung in fünf Schritten.

Beton liegt voll im Trend. Aber eure Wände sind noch langweilig weiß? Mit einem Mix aus Faserputz, Wandfarbe und Tapetenkleister holt ihr euch den Betonlook und damit das Loftfeeling in eure Wohnung.

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Ein wenig handwerkliche Übung und Geduld gehören schon dazu, um eure Wände in den angesagten Industrie-Chic zu tauchen. Dreimal müsst ihr den Putz spachteln und ihn immer wieder trocknen lassen, aber die Arbeit lohnt. Bevor ihr loslegt, säubert ihr erst einmal die Wand und grundiert sie mit Haftgrund. Wir haben mit den Naturfarben und dem Faserputz auf Zellulosebasis von Auro gearbeitet und in fünf Schritten einen Betonlook selber gemacht.

1. Mischung für den Betonlook abwiegen und anrühren

Für den ersten Auftrag braucht ihr eine Mischung aus

  • 10 Litern Faserputz,
  • 10 Litern matt-weißer Dispersions-Wandfarbe und
  • 5 Litern schwarzer Abtönfarbe.

Damit der Mix stimmt, wiegt ihr die Flüssigkeiten besser ab. Die Volltonfarbe gebt ihr zu dem Putz und rührt dieses mit dem Quirl der Bohrmaschine kräftig um. Dann kommt die Abtönfarbe dazu und ihr mischt ein zweites Mal.

2. Erster Putzauftrag

Den Faserputz-Farben-Mix tragt ihr sehr satt mit einer Rolle oder mit einer Glättekelle auf die Wand auf, zunächst auf ein bis zwei Quadratmetern Fläche – wenn ihr größere Flächen auf einmal bearbeitet, dann trocknet der Putz zu schnell, bevor ihr ihn mit dem Spachtel bearbeiten könnt. Für einen Quadratmeter braucht ihr etwa einen dreiviertel bis einen Liter der Faserputz-Farben-Mischung.

Anschließend glättet ihr die Flächen mit einer Venezianerkelle oder einem Kunststoffspachtel, und zwar nicht nur in eine Richtung, sondern möglichst kreuz und quer. Lasst Kellenschläge beziehungsweise Kanten und Wülste stehen. Denn das ergibt später den charakteristischen Betonlook.

3. Trocknen lassen und schleifen

Mann schleift grauen Putz an die Wand
Mit Schleifpapier glättet ihr die Kanten, schleift sie aber nicht vollends ab. © Auro

Keine Sorge, die im nassen Zustand noch stark auffälligen Kanten und Wülste sind nach 24 bis 48 Stunden Trocknung eingefallen und deutlich kleiner. Den zu hohen Kanten rückt ihr jetzt mit 150er Schleifpapier zuleibe. Diese glättet ihr aber nur leicht, schleift sie also keineswegs komplett weg.

4. Zweiter Farbauftrag

Für den zweiten Auftrag rührt ihr 0,5 Liter Tapetenkleister im Verhältnis 1:40 mit Wasser an.

Zu dem Kleister gebt ihr einen Mix aus

  • 1 Liter weißer Wandfarbe und
  • 100 Millilitern schwarzer Abtönfarbe.

Diese Kleister-Farb-Mischung spachtelt oder rollt ihr dünn auf, wieder auf nicht mehr als einem Quadratmeter Fläche. Dafür reichen etwa 100 Milliliter des Farben-Kleister-Mix’.

Die aufgebrachte Farbe zieht ihr dann zügig mit venezianischer Glättekelle oder Kunststoffspachtel kreuz und quer ab. Der Untergrund muss durchscheinen. Die erhabenen Kanten zeichnen sich dunkel ab während die etwas vertieften Stellen hell bleiben. Das macht die typische Beton-Textur aus.

5. Dritter Farbauftrag

Weißes Wandregal auf Wand im Betonlook.
Nach drei Aufträgen sieht die Wand tatsächlich wie eine Betonmauer aus. © Auro

Für den dritten Auftrag benötigt ihr wieder eine Farben-Kleister-Mischung. Allerdings wird diese in einem anderen Verhältnis gemischt. Zu dem halben Liter Tapetenkleister (wieder im Verhältnis 1:40 mit Wasser angemischt) mengt ihr

  • 1 Liter weiße Wandfarbe, abgetönt mit
  • 50 Millilitern schwarzer Abtönfarbe.

Nach diesen drei Aufträgen habt ihr eine Wand, die aussieht wie aus Beton.

Aus der Kombination von Faserputz, Wandfarben und Tapetenkleister lässt sich nicht nur der Betonlook herstellen, auch etliche andere Wandoptiken sind so möglich. Je nach Farbe, Mischungsverhältnis und Technik könnt ihr eure Wände in Schiefer, Marmor, Sandstein, Rost oder, oder, oder verwandeln.

Wenn euch das zu aufwändig erscheint, dann greift einfach zu Rollputz und Malerrolle. Damit könnt ihr schnell und einfach schöne Strukturen an die Wand zaubern. Wie, lest ihr in unserem Beitrag "Dekorputz zum Rollen: So einfach geht's".

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