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Wohnen | Listicle

10 Fragen, die ihr euch schon mal beim Putzen gestellt habt

Sandra Brajkovic

Level: Für Alle

Ekel, Verwunderung, Selbstzweifel: Beim Putzen durchlaufen wir viele Emotionen – und haben einige berechtigte Fragen. Allen voran: "Iiiih, was ist das?" Wo wir teils vergeblich nach Antworten suchen, erfahrt ihr hier.

1. Wie kann es überhaupt schon wieder so dreckig sein?

Im Ernst, wie ist das denn überhaupt möglich? Gefühlt gestern (oder vor 2 Wochen?) erst geputzt, schon lässt sich der eigene Name auf der Fernsehkommode in den Staub schreiben, schon sind die Drehknöpfe am Herd mit einem feinen Sprühregen aus Arrabbiata gesprenkelt. Wie nur ist es physikalisch möglich, dass die Wohnung in so kurzer Zeit in die komplette Verwahrlosung abgedriftet ist?

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2. Was war das für ein Geräusch?

Ein bisschen bleibt einem immer das Herz stehen: Wenn ihr mit dem Staubsauger irgendwo an der Fußleiste entlang fahrt und dieser plötzlich einen klirrenden Gegenstand inhaliert. Kling! Was bloß kann es gewesen sein, das er da so gierig in seinen Schlund gesogen hat: Eine Haarspange? Omas Familienerbstück von unermesslichem Wert? Oder doch nur eine alte, klebrige 2-Cent-Münze? Vermutlich werdet ihr es nie erfahren. Denn nur selten siegt die Neugier über den Ekel und den Unwillen, den Beutel zu durchsuchen. Was auch immer sich in dessen Untiefen angesammelt hat: Die Chancen stehen gut, dass ihr es nicht aktiv vermissen werdet. Stattdessen: Pokerface aufsetzen und einfach weiter saugen.

3. Muss ich denn überhaupt aus dem Fenster gucken können?

Kaum eine Arbeit ist so lästig wie Fensterputzen: Ihr steht auf einer Leiter und verrenkt euch, während ihr schutzlos den Gezeiten ausgeliefert seid, euer einziger Freund ist ein Eimer, in dem ein Lappen schwimmt und dessen Inhalt immer brauner wird. Da fragt ihr euch ganz zurecht: Muss man denn überhaupt rausgucken können? Wird das nicht komplett überbewertet? Gibt vermutlich eh nicht viel zu sehen.

4. Was ist das?!

Irgendwo ist es aufgetaucht: dieses kleine Plastikding von undefinierbarer Form und Farbe, von dem niemand weiß, woher es stammt. Nichts daran sieht abgebrochen oder kaputt aus, im Gegenteil, es wirkt irgendwie wichtig – so als würde irgendetwas im Haus nicht richtig funktionieren, nur weil dieses Ding fehlt. Ist es der Fuß vom Toaster? Eine Dichtung? Gehört es zu irgendeinem technischen Gerät? Und wenn ja: Gibt es dieses Gerät überhaupt noch? Auch wenn ihr nicht wisst, woher dieses kleine Plastikding stammt: Ihr habt Angst, es wegzuwerfen. Also besser noch mal zur Seite legen, in irgendeine Schublade, falls da noch Platz ist. Man weiß ja nie.

5. Warum habe ich so viel Kram?

Nicht nur, dass niemand so viel Kram braucht, wie bei euch zu finden ist. Nein, besagter Kram (meist in Form von dekorativen Artikeln oder Souvenirs, die längst keinen emotionalen Wert mehr haben) will beim Putzen auch noch angehoben werden. Das Regal ist dabei wie ein Laufsteg, auf dem all eure nichtsnutzigen Gegenstände ihren Staubgürtel und ihren Staubmantel zur Schau tragen. Braucht jemand diese Staubfänger? Vermutlich nicht. Aber aus irgendeinem Grund sind sie ja offenbar noch da. Auch beim nächsten Putzen noch.

6. Wie kann ich überhaupt noch Haare auf dem Kopf haben?

Haare im Ausguss, Haare im Badezimmer-Mülleimer, Haare auf den Fliesen, Haare, die am Spiegel kleben, Haare, die fest mit dem Couchbezug verwoben sind. Wie nur ist es möglich, dass auf dem Kopf trotzdem noch welche anzutreffen sind? Und: Wie lange wird das noch der Fall sein? Die Tür schwingt auf, und was weht vorbei? Ein Büschel Haare. Wenn ihr weiterhin so fleißig fegt, könnt ihr nahtlos beim Friseur um die Ecke anfangen.

7. Warum habe ich noch mal Haustiere?

Eine berechtigte Frage, die sich wohl jeder Haustierhalter irgendwann einmal gestellt hat. Haustiere zahlen keine Miete und erleichtern sich manchmal auf die verschiedensten Weisen an den verschiedensten Orten. Dazu sind sie auch gern mal im Fellwechsel: Dann schwirrt ihr loser Flaum in der Atemluft umher, setzt sich erbarmungslos auf jeder Mahlzeit ab und hat sich sogar schon in manch geschlossener Tupperdose wiedergefunden – wie auch immer das möglich ist. Glücklicher Weise haben wir auf die Frage, warum man sich das gibt, eine einfache Antwort: Haustiere machen (die meiste Zeit) gute Laune. Und wer könnte bei ihrem treudoofen Blick lange böse sein?

8. Wann habe ich zuletzt das Bett neu bezogen?

Nackte Matratzen und nackte Kopfkissen sind selten ein schöner Anblick – vor allem wenn sie schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben und somit zu stillen Zeitzeugen nächtlicher Schweißausbrüche geworden sind. Also immer schön neu beziehen, auf dass zumindest die oberste Schicht so frisch ist wie der junge Morgen. Aber wie oft bezieht man so ein Bett eigentlich neu? Und wann war überhaupt das letzte Mal? Oh Gott, schon so lange her?! Wie oft hat Mutti das früher immer gemacht, und wie oft machen andere Menschen das?

9. Ist es bei anderen Menschen auch so widerlich wie bei mir?

Im Ernst, wie schaffen es andere Menschen ihre Wohnung gut im Griff zu haben? Vielleicht haben sie sonst kein Leben. Eine andere Antwort haben wir darauf nicht, aber wir geben euch noch den Tipp mit, welche Ecken in eurer Wohnung vermutlich am widerlichsten sind – ihr werdet staunen.

10. Warum kann es nicht immer so aussehen?

Diese Frage stellt sich eigentlich nur direkt nach dem Putzen: wenn alles an Ort und Stelle steht, der Boden unter den Füßen ganz glatt gewischt ist und kein Staubkorn mehr am Fernseher klebt. Warum nur kann es nicht immer so aussehen wie in diesen magischen fünf Minuten? Weil ihr zu Hause nicht nur wohnt, sondern lebt. Der nächste Soßenfleck auf der Couch, der nächste scharfkantige Krümel unter der Socke ist nur einen Netflix-Abend entfernt. Aber bis dahin: Genießt den befriedigenden Moment, in dem alles ganz kurz so ist, wie es sein soll. Gleich ist er vorbei.

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