Wasserknappheit: Trinkwasser läuft durch einen Wasserhahn in ein Glas.
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Wasser wird knapp: Gemeinden rufen zum Wassersparen auf

Dirc Kalweit

In einigen Regionen in Deutschland wird das Wasser knapp. Die derzeitige Hitzewelle ist aber nur einer von mehreren Gründen für die aktuelle Wasserknappheit. Was sich dabei deutlich zeigt, ist unser sorgloser Umgang mit der Ressource Wasser.

Aufgrund der derzeitigen Hitzewelle wird in einigen Regionen in Deutschland das Wasser knapp. So mussten die Einwohner der niedersächsischen Gemeinde Lauenau zeitweise von der Feuerwehr mit Trinkwasser versorgt werden. Der Grund: Ein extrem hoher Verbrauch ließ die örtlichen Wasserspeicher leer laufen.

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Wasserknappheit in vielen Regionen Deutschlands

Aber auch andere Gemeinden hatten und haben Probleme mit der Trinkwasserversorgung. Im nordrhein-westfälischen Borgholzhausen musste ein Freibad zeitweise schließen. Mehrere Gemeinden in Hessen haben den "Trinkwassernotstand" festgestellt. Und in Dortmund droht die Stadt laut einem Bericht der Bild-Zeitung, private Swimmingpools teilweise zu verbieten.

Das Problem mit dem knappen Wasser ist allerdings regional extrem unterschiedlich. Denn die Wasserversorgung in Deutschland ist vor allem von örtlichen Grundwasservorkommen und Oberflächengewässern abhängig. Und neben Niederschlägen spielen beim Grundwasserspiegel auch die großen unterirdischen Zu- und Abflüsse eine wichtige Rolle.

Warum wird das Wasser in Deutschland knapp?

Die Gründe für die Wasserknappheit in Deutschland sind vielfältig:

  • kürzere Winter mit weniger Regenfällen. Gleichzeitig setzt die Vegetation früher ein, das verbrauchte Bodenwasser wird durch die Niederschläge im Frühjahr und Sommer nicht kompensiert.
  • deutlich mehr Hitze-Tage. Durch die hohen Temperaturen steigt auch die Verdunstung stark an, die Atmosphäre lädt sich dann mit Wasser auf – und entlädt sich dann in Form von Starkregen oder Gewittern. Dann fällt oft mehr Niederschlag, als der Boden aufnehmen kann.
  • ein deutlich höherer Wasserverbrauch, gerade in den Ballungszentren. Die riesige Nachfrage nach Pools, eine verstärkte Bewässerung der Gärten und ein allgemein höherer Wasserverbrauch sind auch in Teilen die Folgen der Corona-Pandemie.

Kurios: Wasserverbrauch eigentlich seit Jahren rückläufig

Viele Gemeinden in ganz Deutschland fordern ihre Bürger daher aktiv auf, Wasser zu sparen. Interessanterweise ist der Wasserverbrauch hierzulande über die vergangenen Jahrzehnte gesehen eher rückläufig. Lag der Wasserverbrauch pro Einwohner und Tag in Deutschland 1990 noch bei 147 Litern, waren es 2018 nur 127 Liter (Quelle: Statista).

2013 lag der Pro-Kopf-und-Tag-Verbrauch mit 121 Litern allerdings schon auf einem Allzeit-Tief. Seitdem ist wieder ein Anstieg zu erkennen.

Lösungen gegen die Wasserknappheit

Der bewusste Umgang mit der Ressource Wasser ist einer der wichtigsten Punkte beim Thema Wasserknappheit. Darüber hinaus gibt es diverse Ansätze, um über eine verbesserte Infrastruktur die Versorgung mit Trinkwasser auch die kommenden Jahre zuverlässig zu gewährleisten.

Dazu gehören unter anderem größere Speicher der Wasserversorger, um bei langen Hitzeperioden einen Wasser-Puffer vorhalten zu können. Der Aufbau einer Fernwasserversorgung und von Talsperren sowie ein intelligentes Wassermanagement sind weitere Stellschrauben.

So spektakulär die Schlagzeilen in Sachen Trinkwasser derzeit sind – in der Regel, so betonen die Versorger, gibt es aber kein Problem mit einer ausreichenden Trinkwasserversorgung in Deutschland.

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