Mädchen öffnet Tür schlüssellos über das nuki-Schloss
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Smarte Türschlösser im Test: Ausgerechnet das günstigste überzeugt

Katharina Schneider

Die Tür öffnen, ohne lange nach dem Schlüssel suchen zu müssen? Das versprechen smarte Türschlösser. Doch sind die auch sicher? Stiftung Warentest hat mehrere Produkte geprüft – mit einem überraschenden Ergebnis.

Ein Schloss ohne Schlüssel zu öffnen, kann praktisch sein. Kein langes Kramen nach dem Schlüssel mehr, kein umständliches Hantieren, wenn man ohnehin schon voll beladen vor der Tür steht. Smarte Türschlösser öffnen sich per Klick in der App, per Fingerabdruck, Spracherkennung, Funkfernbedienung oder mit PIN. Aber sind smarte Türschlösser so sicher wie die traditionelle Schlüssel-Variante? Stiftung Warentest hat sieben Geräte getestet.

Mit einem überraschenden Ergebnis: Der Testsieger ist das günstigste Produkt im Test. Es kostet gerade einmal 78 Euro. Das Eqiva-Türschloss von eQ-3 lässt sich einfach auf ein schon vorhandenes Schloss montieren. Der Motor des smarten Schlosses dreht dann den Schlüssel. Zwei der getesteten Modelle haben jedoch einen eigenen Schließzylinder. Um diese Schlösser anzubringen, muss der alte Zylinder entfernt werden.

Smarte Türschlösser: Sicheres Passwort ist entscheidend

Für den Test bewerteten die Prüfer die Montage und Inbetriebnahme, die Geschwindigkeit, die Kraft und die Betriebsgeräusche beim Ver- und Entriegeln sowie die Handhabung. Dabei konnten fast alle Schlösser mit "gut" oder "befriedigend" abschneiden. Der Testsieger, das eQ-3 von Eqiva mit der Note 2,1 lässt sich über das Internet mit einer App bedienen. Es ließ sich von allen getesteten Schlösser am besten handhaben.

Das Modell ist auch in einer anderen Version mit Fingerabdrucksensor zu kaufen, kostet dann aber stolze 375 Euro. Von den beiden getesteten Türschlössern mit eigenem Schließzylinder konnte das Entr (YA95) von Yale für rund 310 Euro mit der Note 2,2 gut abschneiden.

Cover der Zeitschrift "test", Ausgabe 10/2020

Nicht empfehlenswert ist hingegen das Schloss V3 von Danalock. Es sei "unsicher", lautet das Testurteil. In weniger als fünf Minuten konnten es die Tester ohne Probleme aufbohren. Die Bedienung über das Internet sei ebenfalls nicht gut abgesichert.

Ein Schloss, das sich übers Netz öffnen lässt, hat natürlich seine Vorteile. So können Gäste oder Handwerker auch in die Wohnung, wenn sonst kein Bewohner daheim ist. Aber natürlich hat das auch seine Schwachstellen – denn alles was online ist, lässt sich in der Theorie auch hacken. Deshalb empfiehlt die Stiftung Warentest, den Zugang mit einem starken Passwort zu sichern. Mindestens acht Zeichen sollten es sein – auch wenn, wie einige der Schlösser im Test, so viele Zeichen gar nicht nötig sind.

Den kompletten Test findet ihr in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift "Test" oder online auf der Seite der Stiftung Warentest (Inhalt kostenpflichtig).

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