Kinderbad
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Bauen | Pro/Contra-Liste

Kinderbad: Ein neuer Trend bei der Hausplanung

Eva Dorothée Schmid

Ein Kinderbad ist ein neuer Trend bei der Hausplanung. Es entlastet nicht nur das Elternbad zu Stoßzeiten, sondern fördert auch die Entwicklung der Kinder. Was spricht für ein zusätzliches Badezimmer, was dagegen?

In den USA ist es bereits seit Jahren üblich: Ein extra Badezimmer für die Kinder. Aber auch in Deutschland ist das Kinderbad ein Trend beim Hausbau, den die Fertighausanbieter beobachten.

Wir haben mal geschaut, warum es sich lohnt, ein Kinderbadezimmer zu planen und was dagegen spricht.

Vorteile eines Kinderbads

Zwei Drittel aller Fertighäuser werden von Familien mit Kindern gebaut. Kinder sind nicht selten der entscheidende Grund dafür, ein eigenes Haus zu bauen. Da ist es nur logisch und konsequent, die Bedürfnisse der Kinder bei der Planung des Eigenheims ganz besonders zu berücksichtigen.

Das spricht für ein Kinderbad:

  • Kinder werden im Bad schnell selbstständig, wenn sie dort alles alleine machen können. Zähneputzen, Händewaschen und der Toilettengang machen dann plötzlich Spaß und schaffen jedes Mal ein kleines Erfolgserlebnis. Das kann man in jeder Kita schön beobachten – warum nicht auch zu Hause? Mit einem Kinderbad trägt der Nachwuchs die Verantwortung im eigenen Bereich. Das fördert die Selbstständigkeit und das Selbstbewusstsein des Kindes.
  • Ein Kinderbad spart Zeit. Morgens auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule muss keiner mehr warten, bis das Bad endlich frei ist. Damit bietet das Kinderbad einen hohen Mehrwert für das Familienleben.
  • Ein Kinderbad kann auch als Gästebad genutzt werden. Auch, wenn die Kinder einmal ausgezogen sind. So müsst ihr euer eigenes Bad mit niemanden teilen.
  • Wenn ein zweites Badezimmer vorhanden ist, könnt ihr euer eigenes Badezimmer direkt ans Schlafzimmer anzuschließen und somit eure ganz persönliche Ruheoase schaffen.

Was gegen ein Kinderbadezimmer spricht

Ein gemeinsames Bad für alle hat natürlich auch einige Vorteile, dementsprechend hat ein Kinderbad auch Nachteile:

  • Ein Kinderbad kommt nur in Frage, wenn genug Platz vorhanden ist um ein zweites Badezimmer anzuschaffen.
  • Auch die Kostenfrage solltet ihr nicht außer Acht lassen. Ein zweites Badezimmer kostet natürlich zusätzlich.
  • Falls ihr nicht plant, das Kinderbad auch als Gästebad zu nutzen, spricht eine geringe Nutzungsdauer gegen ein zweites Badezimmer. Dann tut es vielleicht auch ein zweites WC mit Waschbecken.
  • Ein zweites Badezimmer erhöht natürlich auch die Zeit, die ihr fürs Putzen aufwenden müsst. Es ist ein ganzes Badezimmer mehr zu putzen, inklusive Waschbecken, Dusche oder Toilette. Das bleibt in der Regel an den Eltern hängen, zumindest solange die Kinder noch klein sind.

Wie sollte das Kinderbad aussehen?

An erster Stelle steht die Sicherheit, wenn das Kind allein im Bad ist. Rutschige Böden und scharfe Kanten sollte man ebenso vermeiden wie ungesicherte Steckdosen oder zu heißes Wasser. Sinnvoll ist auch ein Badezimmerteppich, der gut Feuchtigkeit aufnimmt damit die Kinder nicht ausrutschen.

Bezüglich der Einrichtung gibt es mittlerweile tolle kindgerechte Lösungen. So kann man Toiletten und Waschbecken mit Füßen zum Draufstehen, Waschbecken mit vorgezogenen Armaturen oder gar herunterfahrbare Waschbecken installieren. Für die Dusche gibt es Duschköpfe, die durch blaues oder rotes Licht die aktuelle Temperatur des Wassers anzeigen können.

Kinder knallen auch gern mal den Klodeckel runter. Ein Klodeckel mit automatischer Absenkautomatik sorgt hier für Abhilfe.

Beim Einrichten des Kinderbads langfristig denken

Die Einrichtung muss aber nicht exakt auf die Größe der Kinder angepasst sein. Das wäre wenig nachhaltig, denn Kinder wachsen schnell und dann stehen in ein paar Jahren wieder Umbauarbeiten an. Zudem haben die meisten Kinder gar kein Problem damit, einen Aufsatz für den WC-Sitz zu benutzen oder sich auf einen Hocker zu stellen. Der Spiegel kann aber natürlich etwas niedriger angebracht werden.

Für eine kindgerechte Optik können Fliesenaufkleber sorgen, die ihr leicht austauschen könnt, wenn sich der Geschmack eurer Kinder ändert.

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