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Wohnen | Ratgeber

Geschirrspüler oder Hand-Abwasch – was ist besser für die Umwelt?

Arne Schätzle

Wenn es um die Frage geht, mit welcher Methode sich besser Energie sparen lässt, scheiden sich die Geister. Angeblich ist der Geschirrspüler die bessere Wahl. Kann das tatsächlich sein?

In rund 70 Prozent der deutschen Haushalte ist sie im Einsatz, die Spülmaschine. Praktisch ist sie, ohne Frage, aber ist es nicht belastender für die Umwelt, die Maschine spülen zu lassen, anstatt selbst Hand anzulegen? Kann man mit einer Handwäsche nicht einiges an Strom sparen?

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“Ein Geschirrspüler belastet die Umwelt nicht mehr als das Spülen von Hand”, behaupten smarte Zeitgenossen mit breitem Halbwissen regelmäßig. Angeblich sei das Spülen mit der Maschine sogar sparsamer als die manuelle Übung. Kann das sein?

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Tatsächlich stellte bereits 2011 eine Studie der Uni Bonn fest: Mit einer Maschine lassen sich 50 Prozent Wasser gegenüber dem manuellen Abwasch einsparen, dazu 28 Prozent des Stroms. Allerdings, so bemängelten Kritiker, ließe die Studie die Energie, die zur Herstellung und für den Transport des Geräts nötig sei, außen vor.Hinzu kommt, dass auch die Herkunft der verwendeten Energie eine Rolle spielt – sowohl beim Geschirrspüler, als auch beim händischen Abwasch. Und letztlich spielt für eine genaue Berechnung auch die Lebensdauer der Maschine eine Rolle.

Smarte Menschen, smarter Abwasch

Und dann kommt es natürlich auf die Spültechnik an: Wer unter fließendem, heißem Wasser abwäscht und das Spülmittel direkt auf den Schwamm gibt, wird in der Energie- und Umweltbilanz immer weit abgeschlagen hinter dem cleveren Spüler landen, der das Wasser ins Becken einlässt.

Aber auch so ein Spülbecken fasst rund neun Liter Wasser. Zum Vergleich: Eine Spülmaschine neuer Generation kommt mit der gleichen Menge Heißwasser für den ganzen Abwasch aus, während der Handspüler zwischendurch sicherlich mindestens einmal das Wasser wechselt.

Es gibt also einige Stellschrauben, die eine pauschale Aussage schwierig machen. Allerdings konstatiert auch der umweltbewusste Bund der Energieverbraucher: “Für die Mehrzahl der Haushalte ist die Spülmaschine vermutlich im Wasser- und Energieverbrauch sparsamer als das Spülen von Hand.“

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5 Tipps für smartes Spülen

Entscheidend ist letztlich die smarte Anwendung, damit der Geschirrspüler sein Sparpotential voll ausreizt. Mit folgenden Tipps seid ihr auf der sicheren Seite:

  1. Schaltet die Spülmaschine erst an, wenn sie voll beladen ist. Die Taste "Halbe Beladung" spart in der Regel lediglich 10 bis 20 Prozent Strom und Wasser.
  2. Das Programm mit 50°C reicht bei normalen Verschmutzungen, bei leichten Verschmutzungen könnt ihr sogar noch einen Gang runter schalten (Sparprogramm mit 40-45°C). Einmal pro Monat mit 65 Grad spülen beugt Fettablagerungen in der Maschine vor.
  3. Neuanschaffung geplant? Geräte der Energieeffizienzklasse A+++ verbrauchen nur 6-10 Liter Wasser pro Spülgang. Zum Vergleich: Selbst Geräte aus dem Jahr 2008 verbrauchten durchschnittlich noch 20 Liter.
  4. Bei euch wird das Wasser über eine Solaranlage oder eine effiziente Zentralheizung erwärmt? Dann lohnt es sich, die Spülmaschine direkt an den Warmwasseranschluss anzuschließen.
  5. Schaltet die Maschine am Ende des Programms aus, falls sie es nicht selbst tut, so vermeidet ihr Stand-by-Verbrauch.

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