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Elektroauto zu Hause laden: Verbraucherzentrale will mehr Förderung

Albert Linner

Level: Für Alle

Auf Deutschlands Straßen fahren zu wenig Elektroautos. Ein Grund: Zu hohe Kosten und Hürden für private Ladestationen. Verbraucherschützer wollen das Laden von Elektroautos vereinfachen.

Eine Million Elektroautos sollten bis zum Jahr 2020 auf Deutschlands Straßen unterwegs sein. Doch aus dem Plan der Bundesregierung wurde nichts. Zwei Monate vor Ablauf der selbst gesetzten Frist fahren gerade einmal 220.000 durchs Land.

Eine Zahl, die laut Bundesverband der Verbraucherschutzzentralen (vzbv) auch deshalb so niedrig ist, weil es beträchtliche Hürden beim Einbau privater Ladestationen gibt. Der Verband fordert deshalb von der Bundesregierung, diese zu beseitigen.

80 Prozent würden Elektroauto zu Hause laden

Laut Umfragen würden 80 Prozent der E-Auto-Besitzer ihren Wagen zu Hause laden. Diese Möglichkeit zu haben, sei für viele Menschen eine Grundvoraussetzung, bevor sie überhaupt über ein E-Auto nachdenken würden. Eine dafür benötigte, sogenannte Wallbox ist aber teuer.

Die Box selber kostet rund 1.100 Euro, der Einbau durch einen Elektriker schlägt nochmal mit rund 900 Euro zu Buche. Daher sei eine finanzielle Unterstützung durch den Staat notwendig, konstatieren die Verbraucherschützer.

"Der Einbau privater Ladepunkte ist noch immer mit vielen rechtlichen und finanziellen Problemen verbunden", sagt vzbv-Vorstand Klaus Müller. "Die Vorschläge des Klimapakets, einzig mit steuerlichen Anreizen mehr private Ladepunkte zu schaffen, genügen nicht."

Eine Million öffentliche Ladestationen bis 2030

Das Klimapaket sieht vor, dass die Handwerkerkosten für den Einbau privater Ladestationen steuerlich geltend gemacht werden können.

Am vergangenen Montag hat die Bundesregierung den Masterplan Ladeinfrastruktur beschlossen. Demnach soll die Anzahl der öffentlichen Ladestationen von derzeit rund 21.000 auf eine Million im Jahr 2030 steigen. Um das zu erreichen, will die schwarz-rote Koalition mehr als drei Milliarden Euro investieren und auch die Autohersteller bei der Finanzierung in die Pflicht nehmen.

Elektroauto in der Tiefgarage laden

Zudem sollen rechtliche Hürden abgebaut werden. So soll das Miet- und Eigentumsrecht so verändert werden, dass Nachbarn nicht mehr so leicht gegen eine Ladestation klagen können.

Doch auch der Masterplan könne nur ein Anfang sein, sagt Müller. Neben weiteren finanziellen Anreizen fordern die Verbraucherschützer die Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie. Diese sieht den Einbau von Leerrohren in der Bauphase sowie eine Mindestanzahl an privaten Ladepunkten auf Stellplätzen und in Tiefgaragen vor.

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