Einschlafhilfe Schlafroboter von Somnox
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Einschlafhilfe: 7 tolle Helfer gegen Schlafstörungen

Antonia Eigel

Antonia Eigel

Sorgenfrei einschlafen und endlich wieder durchschlafen: Davon träumen etwa 35 Prozent der Deutschen. Die "Sleep-Tech"-Branche schläft auch nicht und entwickelt smarte Einschlafhilfen, mit denen das gelingen soll. Wir stellen sie euch vor.

Jeder Dritte in Deutschland fühlt sich morgens nicht richtig ausgeruht. 35 Prozent leiden sogar fast jede Nacht oder zumindest häufig unter Schlafstörungen, so eine forsa-Umfrage aus dem Mai 2018. Doch guter Schlaf ist wichtig für unsere Gesundheit. Erst 2019 hat der schwedische Möbelriese IKEA deshalb eine Kampagne gestartet und unter dem Titel "Work-Life-Sleep-Balance" das Thema "Schlaf" in den Fokus vieler Menschen gerückt. Auch die "Sleep-Tech"-Szene schläft wortwörtlich nicht und entwickelt fleißig Einschlafhilfen, die gegen Schlafstörungen helfen sollen.

Welche Produkte gerade den Markt erobern und wie ihr damit eure Schlafhygiene verbessern könnt, haben wir für euch herausgefunden.

1. Künstliche Intelligenz: Schlafroboter von Somnox

Ohne Medikamente einschlafen, für viele Menschen mit Schlafstörungen ist das nicht vorstellbar. Doch Schlafmittel können nachgewiesen abhängig machen. Schuld daran sind unter anderem Benzodiazepine, eine Gruppe von Wirkstoffen, die in vielen Schlafmitteln enthalten sind. Werden sie über einen zu langen Zeitraum eingenommen, kann es beim Absetzen zu starken Entzugserscheinungen kommen, die mehrere Wochen bis hin zu Monaten anhalten können.

"Einschlafen ohne Medikamente": Das dürfte auf der Agenda der Robotik-Ingenieure, die den intelligenten Somnox Schlafroboter entwickelt haben, ganz weit oben gestanden haben. Mit einem Roboter ins Bett steigen? Klingt abwegig, die Idee dahinter ist aber genauso smart wie das kleine Kissen selbst.

Mittels bewährter Entspannungstechniken soll der Körper in einen entspannten Schlafzustand gebracht werden. Der Schlafroboter simuliert die menschliche Atmung, spielt beruhigende Klänge wie Herzschläge oder Schlaflieder ab und schmiegt sich sanft in euren Arm. Per App können verschiedene Funktionen gesteuert werden. Interessant für alle, die nachts häufiger alleine schlafen und niemandem zum Kuscheln haben. Wie das Kissen funktioniert, könnt ihr euch in diesem Video noch einmal genauer anschauen.

  • Preis: 599 Euro
  • Hier kaufen: Auping

2. Blaue Lichtintervalle: Einschlafhilfe von Dodow

Einatmen, wenn sich das blaue Licht ausdehnt. Ausatmen, wenn sich das Licht wieder zusammenzieht. Inspiriert von kognitiver Verhaltenstherapie, Yoga und Meditation haben die Entwickler von Dodow ein Gerät erfunden, mit dem man wieder von selbst einschlafen soll. Ein 8- oder 20-minütiges blaues Lichtintervall, zu dem man im Takt ein- und ausatmet, sorgt dafür, dass sich die Gehirnaktivität schneller herunterfährt und ihr zur Ruhe kommen könnt. Am Ende der Übung soll sich der Körper in einem idealen Zustand befinden und ihr könnt wieder von selbst einzuschlafen.

Macht blaues Licht nicht eigentlich wach?

Man hat es schon oft gelesen: Blaues Licht soll uns wach halten. Smartphones oder Tablets verfügen deshalb häufig über einen Filter, der die blauen Töne runterdimmt. Doch warum ist das blaue Licht eigentlich so schlecht für unseren Schlafrhythmus?

Alle Lebewesen haben eine innere Uhr, einen 24-Stunden-Rhytmus, der im Fachjargon als "zirkadianer Rhythmus" bekannt ist. Er regelt den Schlaf-Wach-Zyklus, die Hormonausschüttung und viele andere Prozesse im Körper. Ein Hormon ist zum Beispiel Melatonin, auch bekannt als das Schlafhormon. Helles Licht, insbesondere blaues Licht, kann die Melatoninproduktion jedoch nachgewiesen hemmen (Melatoninsuppression). Tagsüber ist das wichtig, um konzentriert arbeiten zu können. Eine länger andauernde abendliche Lichtexposition kann laut RKI aber zu einer verlängerten Melatoninsuppression bis in die Nacht hinein führen. Folge: Ihr werdet nicht müde.

Das blaue Licht von Dodow ist laut Hersteller aber so sanft (Helligkeit unter 1 Lux), dass die Melatoninproduktion nicht beeinträchtigt werden soll. Im Gegenteil: Das blaue Licht soll sogar nachgewiesen Stress reduzieren.

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3. Schneller einschlafen: Gewichtsdecken von Levia

Wälzt ihr euch nachts auch etliche Male im Bett herum und findet einfach keinen ruhigen Schlaf? Seid ihr geplagt von Angst oder Stress und bekommt kein Auge zu? Mit einer Gewichtsdecke, zum Beispiel von Levia, sind solche unruhigen Nächte endlich passé: Sieben, neun oder elf Kilogramm schwere Decken üben einen gleichmäßigen Druck auf euren Körper aus. Das soll die Produktion von Hormonen im Körper fördern, die für Entspannung, Wohlbefinden und einen erholsamen Schlaf sorgen. Wie die Decken so schwer sein können? Kleine antitoxische Glasperlen im Inneren der Decke sorgen fürs Gewicht. Und die Decken sind sogar waschbar.

Dabei sind Gewichtsdecken eigentlich gar keine Neuheit. Seit Jahren werden sie im medizinischen Bereich erfolgreich zu therapeutischen Zwecken eingesetzt, sei es zur Behandlung von Schlafstörungen, Burnout, Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen.

Wusstet ihr, dass auch eure Matratze einen Einfluss auf euren Schlaf hat? Wie ihr die richtige Matratze für euch auswählt, lest ihr in unserem Ratgeber "Matratze kaufen: Die 9 goldenen Regeln des Matratzenkaufs".

  • Preis: ab 199 Euro
  • Hier kaufen: Levia

Gewichtsdecken bekommt ihr zum Beispiel auch von Balance oder Gravity. Letztere hat Galileo sogar schon mal getestet:

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4. App: Mit Headspace beruhigt einschlafen

Wenn man nach einem stressigen Arbeitstag völlig fertig ins Bett fällt, kreisen die Gedanken oft weiter und halten einen vom Einschlafen ab. Die Folge: Kurze schlaflose Nächte strafen uns am nächsten Tag mit Müdigkeit und Antriebslosigkeit ab, wir sind vielleicht sogar unkonzentrierter auf der Arbeit. Über einen längeren Zeitraum kann sich das negativ auf unsere Gesundheit auswirken.

Headspace schiebt solchen schlaflosen Nächten und dem Grübler im Kopf einen Riegel vor: Die App bietet verschiedene Programme an, die von geführten Atem- und Meditationsübungen bis hin zu Sleepcasts reichen, in denen man beruhigende Geschichten vorgelesen bekommt. Und das hilft tatsächlich beim Einschlafen, wir haben die Einschlafhilfe selbst getestet.

Die App kann noch mehr: Es gibt konzentrationsfördernde Playlists, Kurse zu Themen wie Stress, Umgang mit Angst oder bewusste Ernährung. Wer Headspace ausprobieren will, kann eine kostenlose Testversion starten. Um Zugriff auf alle Funktionen zu erhalten, müsst ihr jedoch zahlen.

  • Kosten: 12,99 Euro (monatlich)/57,99 Euro (jährlich)
  • App herunterladen: Android, iPhone

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5. Sleepbuds II: Kopfhörer zum Einschlafen von Bose

Der Partner oder die Partnerin schnarcht, die Nachbarn feiern eine laute Party bis spät in die Nacht, vor eurer Haustür brettern Autos zu später Stunde übers Kopfsteinpflaster: Neben den bekannten Schlafstörungen gibt es natürlich viele weitere Gründe, die euch am Einschlafen hindern können. Audio-Hersteller Bose kam deshalb auf die Idee: Warum nicht Kopfhörer entwickeln, mit denen man Musik hören und gleichzeitig Umgebungsgeräusche dämpfen kann?

Heraus kam Sleepbuds II: Die Kopfhörer funktionieren mit einer speziellen Noise Masking-Technologie, die klinisch nachweislich dabei helfen soll, schneller einzuschlafen. Per App könnt ihr dazu zwischen 35 frei verfügbaren Soundtracks wählen, zu deren sanften Klänge ihr beruhigt einschlafen könnt. Damit die Stöpsel nachts nicht aus den Ohren fallen, verfügen sie über kleine weiche Ohreinsätze, die wie kleine Flügel aussehen.

6. SmartSleep: Snoring Relief Band von Philips

Ihr könntet wunderbar ein- und durchschlafen, wäre da nicht der Holzfäller neben euch im Bett, der nachts ganze Wälder abholzt: Wenn der Partner oder die Partnerin schnarcht, wird das nicht selten zum (Schlaf)problem für beide Parteien. Wer nicht sein Leben lang mit Ohrstöpseln schlafen will, der sollte seinem Partner vielleicht einmal diese Einschlafhilfe vorstellen: Ein Snoring Relief Band von Philips.

Das schmale Band wird unterhalb der Brust um den Oberkörper geschnallt und soll tatsächlich positionsbezogenes Schnarchen verringern. Rollt sich der oder die Schnarchende auf den Rücken und beginnt das laute Sägekonzert, registriert ein intelligenter Sensor im Gerät die Rückenlage und gibt eine sanfte, adaptive Vibration ab. Die veranlasst den Schnarchenden dazu, sich wieder auf die Seite zu rollen.

  • Kosten: 200 Euro
  • Hier kaufen: Philips

7. Lichttherapiebrillen gegen Schlafstörungen

Dieses Produkt sieht wahrlich etwas "abgespaced" aus, doch tatsächlich sollen solche Lichttherapiebrillen, wie zum Beispiel von Re-Timer, das Gefühl von Müdigkeit wieder zurück in euren Alltag bringen. Hinter der opulenten Brille versteckt sich eine Menge Wissenschaft: Integrierte Leuchten senden ein spezielles grünes Licht aus, das die innere Uhr beeinflussen soll.

Re-Timer heißt sie deshalb, weil sie dem Körper auf sanfte Weise erlaubt, die innere Uhr umzustellen. Wer mehr zur Technik erfahren will, schaut sich am besten das folgende Video an. Der Hersteller empfiehlt die Brille besonders Menschen mit Schlafproblemen, Vielreisenden, die häufiger mit Jetlags zu kämpfen haben, oder Schichtarbeitern.

  • Preis: 149 Euro
  • Hier kaufen: Amazon*

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Weitere Tipps für einen besseren Schlaf

Das ist euch zu viel Hightech im Bett? Wir verraten euch noch mehr Tipps, wie ihr eure Schlafqualität ohne viel Schnickschnack verbessern könnt:

Auch die Raumgestaltung kann Auswirkungen auf euren Schlaf haben. Ihr steht auf Feng Shui? Dann schaut doch mal hier vorbei:

Habt ihr alle Pflanzen aus dem Schlafzimmer verbannt, weil sie euch den Sauerstoff nachts wegatmen? Was dran ist an diesem Mythos, erfahrt ihr hier:

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