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Runde Sache: Dieses Tiny House passt sich jedem Wunsch an

Michael Penquitt

Ein Tiny House, das jederzeit umgebaut werden kann und das sich jeder Umgebung anpasst? Die Casa Ojalá verspricht genau das. Schon bald könnt ihr das außergewöhnliche Mini-Haus kaufen.

Das Wohnen auf kleinem Raum erfordert vor allem eines: Funktionalität. Die meisten Tiny Houses gleichen daher eher eckigen Schachteln, in denen jeder Zentimeter möglichst zu unterschiedlichen Zwecken genutzt werden kann. Auch wenn es immer mehr Mini-Häuser gibt, die sich aus ästhetischen Gesichtspunkten sehen lassen können, gibt der Look nur selten den Ausschlag. Die Casa Ojalá hingegen fügt sich organisch in jegliche Umgebung ein und macht dabei keine Abstriche bei der Raumnutzung.

Flexible Raumaufteilung in der Casa Ojalá

Vorgestellt hat die Tessiner Architektin Beatrice Bonzanigo das Konzept für das Häuschen im April 2019 auf der Design Week in Mailand. Die Präsentation stieß auf so viel Begeisterung, dass Bonzanigo daraufhin zusammen mit ihrem Partner Ryan Nesbitt ein in Mailand ansässiges Unternehmen gründete, das sich der Weiterentwicklung, dem Bau und dem Vertrieb der Casa Ojalá widmet.

Zu den Eigenheiten der Casa Ojalá gehört die runde Form, die auf den ersten Blick eher an ein Jahrmarktkarussell erinnert. Das etwa 27 Quadratmeter große Kleinsthaus punktet mit einer beinahe endlosen Vielfältigkeit. Sowohl die Außen- als auch Innenwände sind stufenlos verschiebbar. Dadurch kann die Aufteilung in zwei Schlaf-, ein Wohnzimmer und ein Bad bei Bedarf jederzeit aufgelöst werden. So entsteht aus der Wohnfläche in wenigen Minuten eine überdachte Terrasse. Das Dach ist über eine Leiter zugänglich und dient auch selbst als Terrasse.

Ein Tiny House für Selbstversorger

Laut den Schöpfern bietet das Haus über 1.000 Einrichtungsvarianten, ohne dass etwas an der Struktur des Hauses verändert werden müsse. Im Kern der Idee steht ein System aus Zugseilen, Kurbeln und Riemen – ganz ähnlich wie bei einem Segelboot. Damit können die teilweise im Boden eingelassenen Möbel hervorgeholt und wieder versteckt, die Bodenplatten beliebig verschoben und das Haus wie ein Kreisel gedreht werden.

Da gerät es fast schon in den Hintergrund, dass das Rundhaus auf Wunsch vollkommen autark ist. Für fließendes Wasser sorgen ein Regenwassertank und eine Wasserpumpe, ein Wasserfiltersystem ist ebenfalls integriert. Den Strom produzieren Solarpaneele. Ein Fundament ist laut dem Unternehmen nicht nötig, das Haus kann also tatsächlich – zumindest theoretisch – überall errichtet werden. Ob diese Vorstellung auch wirklich umsetzbar ist, ist von Land zu Land unterschiedlich und hängt vom jeweiligen Baurecht ab.

Lieferung der Casa Ojalá schon 2021

Ursprünglich wurde die Casa Ojalá vor allem als Ferienhütte für kleine Boutiquehotels und andere unternehmen entwickelt. Aufgrund der großen Nachfrage soll das runde Tiny House künftig auch Privatkunden verkauft werden. Jedes Haus wird auf Anfrage gebaut, sodass eure persönlichen Wünsche und die Wahl der Materialien darin Einzug finden. Der Preis richtet sich dann nach dem Entwurf.

Aktuell könnt ihr euch als Interessierte auf der Website der Casa Ojalá in eine Warteliste eintragen und die ersten Präferenzen vermerken. Bereits dieses Jahr sollen die ersten Häuser innerhalb Italiens, ab 2021 auch international geliefert werden.

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