Eine Frau sitzt am Fenster und trinkt Tee.
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Wohnen | News

2 Millionen Deutsche heizen aus Geldmangel nicht genug

Eva Dorothée Schmid

Eva Dorothée Schmid

Zwei Millionen Deutsche leben aus finanziellen Gründen in einer zu kalten Wohnung. Besonders betroffen sind Alleinlebende und Alleinerziehende. Vor zehn Jahren waren die Zahlen allerdings noch doppelt so hoch.

Nicht alle Menschen in Deutschland können sich bei der derzeitigen Kälte in einer gut geheizten Wohnung aufwärmen. Im Jahr 2019 lebten rund zwei Millionen Personen in Haushalten, die ihre Wohnung oder ihr Haus aus finanziellen Gründen nicht angemessen warmhalten konnten. Das teilte das Statistische Bundesamt mit.

Das entspricht 2,5 Prozent der Bevölkerung. Der Anteil der Menschen, die aus finanziellen Gründen ihre Wohnung nicht ausreichend heizen können, ist aber erfreulicherweise rückläufig: Vor zehn Jahren war er noch mehr als doppelt so hoch. 2009 konnten 5,5 Prozent der Deutschen oder 4,5 Millionen Menschen ihre Wohnung nicht ausreichend heizen.

Besonders betroffen: Alleinlebende und Alleinerziehende

Alleinlebende und Haushalte von Alleinerziehenden waren am häufigsten von diesem Problem betroffen. Rund 4,8 Prozent der Alleinlebenden sowie 7 Prozent der Personen in Alleinerziehenden-Haushalten konnten ihre Wohnung aus Geldmangel nicht angemessen heizen.

Das Statistische Bundesamt veröffentlichte auch Zahlen für die anderen EU-Länder. EU-weit mussten 6,8 Prozent der Menschen 2019 in einer zu kalten Wohnung leben. Am höchsten war die Quote in Bulgarien mit rund 30 Prozent, am niedrigsten in Finnland mit 1,8 Prozent.

Wenn ihr angesichts des deutlich kälteren Winters für 2020 oder 2021 hohe Heizkosten befürchtet, dann wollen wir euch unsere zehn Heizspar-Ttipps ans Herz legen. Und auch die Optimierung eurer Heizung kann helfen, die Kosten für ein warmes Haus zu senken.

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