Wohnzimmer soll heller werden.
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Bauen | Homestory

Umplanung im Erdgeschoss – Hausbau-Blog, Teil 9

Mona

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Level: Für Alle

Die Nachmittagssonne soll bald länger unser Erdgeschoss erhellen. Dazu müssen wir das Wohnzimmer öffnen – und noch einige andere Maßnahmen treffen. Denn nach einigem Nachdenken wird uns klar: Die Küche soll nicht an ihrem alten Ort bleiben.

Hallo zusammen,

wie letztes Mal versprochen: Heute geht es um das Erdgeschoss, beziehungsweise um die Planung. Insbesondere bei dem langen Wohn- und Essbereich, welcher sich einmal längs durch das Haus erstreckt, wollen wir dem Raum mehr Öffnungen geben. Derzeit gibt es nur Fenster jeweils am Ende der Raumflucht, gepaart mit zwei Zimmertüren.

Um länger von der Nachmittagssonne zu profitieren, öffnen wir das Wohnzimmer an der Südwestecke, indem wir an der Westfassade ein zusätzliches Fenster schaffen. So hat man beim Sofa eine schöne Übereck-Situation hinsichtlich der Belichtung und des Ausblicks in den Garten.

Mehr Großzügigkeit im Erdgeschoss

Zwischen Esszimmer und neuer Küche haben wir durch die Freilegung der alten Schiebetür bereits eine große Wandöffnung hinzugewonnen und darüber hinaus werden wir auch eine räumliche Verbindung zwischen Wohnzimmer und Kaminzimmer herstellen. So sind später die Küche, das Ess- und Wohnzimmer und das Arbeits- und Kaminzimmer komplett miteinander verbunden und alles wirkt großzügiger, freier und luftiger. Bei 3,30 Meter lichter Deckenhöhe kann man die Räume ruhig ein wenig fließen lassen. ;)

Ganz am Anfang unserer Planungen wollten wir die Küche an ihrem alten Platz mit Gartenzugang belassen. Doch genau in diesem Raum befindet sich der Schornstein. Und ein Kamin oder Ofen war schon immer unser Traum, erst recht in den eigenen vier Wänden.

Da die alte Küche aber nicht gerade üppig bemessen war, wäre es wohl schwer geworden, die Feuerstelle in die Küchenplanung zu integrieren. Und ein Außenrohr an der Außenwand als Ersatzschornstein kam für uns aus gestalterischen Gründen nicht in Frage.

Die Küche muss umziehen

Hinzu kommt der Umstand, dass in der ehemaligen Küche mit dem neuen Durchbruch zum Wohnzimmer, der Tür zum Garten, der Tür in den Flur und der Tür in den kleinen Abstellraum auch kaum noch Stellwände für die Küchenzeile übrig geblieben wären…. Nach einer Weile des Nachdenkens und einigem hin und her war klar:

Die Küche muss in einen anderen Raum!

Auf den Plänen erkennt ihr in rot die Ergänzungen, die neu erstellt werden und hinzu kommen (Rot = Neubau) und in gelb die Bauteile, die entfernt werden (Gelb = Abbruch).

Auch bei der Grundrissgestaltung des Wohn- und Esszimmerbereichs waren wir nicht sicher und konnten uns anfangs nicht entscheiden, ob wir lieber den Esstisch oder die Sofaecke zum Garten hin platzieren wollen. Bei offenem Fenster direkt am Garten zu essen und mit Familie und Freunden am Tisch zu sitzen ist schon was Feines! Andererseits ist es natürlich auch superschön, einfach auf dem Sofa zu chillen und dabei in den schönen Garten zu blicken.

Sofa als zentraler Ruhepunkt

Am Ende hat die Tatsache, dass wir die Küche verlegt haben, uns alle Entscheidungen abgenommen. Von da an war klar, dass das Esszimmer direkt neben der Küche angeordnet wird. Und es stand somit auch fest, dass das Wohnzimmer zum Garten hin eingerichtet wird. Dafür spricht auch, dass man vom Sofa aus nicht nur in den Garten, sondern auch in den Kamin bzw. Ofen schauen kann, sogar dann, wenn man gerade einen Film anguckt.

Das Sofa als zentraler Ruhepunkt, von dem man alles im Blick hat, mit einer dicken Steinwand im Rücken – das war so ungefähr der übergeordnete Gedanke. Das Wohnzimmerfenster zum Garten werden wir runterbrechen und eine Terrassentür einbauen, so dass man nicht nur über das Kaminzimmer, sondern auch vom Wohnzimmer direkt Gartenzugang hat.

Das ehemalige kleine Duschbad hinter dem Kaminzimmer werden wir als Abstellraum und Schrank für Akten, Bürosachen und Kleinkram umfunktionieren.

Die ehemalige Küche.
Die ehemalige Küche. © Mona

Im Eingangsbereich werden wir den jetzigen kleinen Anbau mit der Eingangstür komplett abreißen und einen neuen Windfang anbauen. Die alte Konstruktion entspricht nicht mehr den heutigen baulichen Ansprüchen und ist mit Schimmel und Feuchtigkeit durchsetzt. Der neue Windfang wird etwas breiter und vor allem höher ausgeführt. So können wir eine deutlich größere Eingangstür einbauen und haben Platz für eine kleine Garderobe mit Schuhschrank.

Viele Optionen beim Umbau eines alten Hauses

Das kleine Gäste-WC wird an gleicher Stelle bleiben, aber natürlich komplett modernisiert.

Alles in allem wird sich einiges ändern und ich bin so gespannt, wie alles aussehen wird, wenn die ersten Durchbrüche gemacht bzw. die ersten neuen Wände gezogen sind.

Es ist echt erstaunlich wie viele unterschiedliche Optionen man bei der Umgestaltung eines so alten Hauses hat und wie variabel die früheren Grundrisse sich auch nach über 100 Jahren an heutige Wohnbedürfnisse anpassen lassen. Das Ausprobieren mit den vielen verschiedenen Varianten hat unheimlich Spaß gemacht, auch wenn es die eine oder andere schlaflose Nacht bedeutet hat.

Für uns entspricht die neue Planung nun genau unseren Vorstellungen und ich gehe mittlerweile schon mit der Vorstellung der neuen Räumlichkeiten im Kopf durch das Haus, so als wäre es bereits umgebaut. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg!

Viele liebe Grüße,

Eure Mona

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