Esstisch mit verschiedenen Stühlen vor Tapete in Holzvertäfelungsoptik
© Erismann

Wohnen | Ratgeber

Tapetentrends 2019: Glamour, Skandilook und starke Muster

Tanja Müller

Level: Für Alle

Muster kommen dieses Jahr ganz groß heraus. Denn die Tapete geht in die dritte Dimension – mit fühlbaren Strukturen und coolem Schimmer.

Die gute alte Tapete kehrt zurück – großgemustert, extravagant und so individuell wie nie zuvor. Die Deutschen tapezieren wieder. 65 Millionen Rollen waren es im Jahr 2017.

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Tapete in der dritten Dimension

Trendsetter tapezieren in den angesagten Farben Living Coral und Spiced Honey, ein leuchtendes Korallrot und ein warmer Honigton. Weniger Mutige greifen auf die Farben der Natur zurück: Sand, Erd- und Brauntöne bringen Ruhe ins Interieur. Dunkle Farben erobern die Wand in opulenten Flächen, und zwar als Hintergrund. Und es geht eindeutig in die dritte Dimension. Tapeten in Holz-, Stein-, Mauer- oder Pflanzenoptik kommen mit passender Haptik an die Wand.

Besonders elegant: Geometrische Metallic-Strukturen. Ohnehin scheinen die grafischen Muster ihren floralen Kollegen den Rang streitig zu machen. Für einen mondänen Look sorgen Wandkleider im Stil des just wieder angesagten Art Déco. Wer sich nur auf eine Wand beschränkt, kann übrigens leicht im Luxus schwelgen – ob mit seidiger Haptik, edlem Glitzer oder feinen Glasperlen auf der Bahn.

Angesagter Mustermix: Besser mit wenigen Farben

Schlafzimmer mit Tapete mit geometrischen Muster hinter dem Bett, Schreibtisch mit Stuhl im Hintergrund
Ausdrucksstarke Muster bleiben besser auf einer Wand. Passende Unis in der gleichen Farbfamilie finden sich zumeist in der gleiche Kollektion. © Rasch

Für eine gelungene Wandgestaltung beherzt ihr besser einige Tipps: Beim angesagten Mustermix beschränkt ihr euch lieber auf zwei bis drei Farben. Die Tapeten sollten aus einer Farbfamilie stammen oder zumindest harmonisch zueinander passen. Dunkle Töne dosiert ihr besser sparsam, da sie den Raum optisch verkleinern.

Wilde Tapeten lassen sich besänftigen, tapeziert ihr dazu eine oder zwei Wände uni. Das wirkt weniger bedrückend und schafft räumliche Weite. Viele Kollektionen bieten Dessins, die sich kombinieren lassen und zusätzlich Uni-Tapeten in den Farbtönen der gemusterten Pendants. So kann eine Wand Aufsehen erregen, während sich die übrigen zurückhalten.

Mit Deko auf wilden Tapeten lieber sparen

Young creative artist working at desk in her cozy apartment in natural botanic style with plants, black storage cart, wooden floor and trendy hipster decorations
Arbeiten direkt vor dem Berliner Tor: Der Digitaldruck macht's möglich. © Erfurt

Auf Accessoires und Bilder vor Mustertapeten verzichtet ihr lieber oder wählt einige wenige sorgfältig aus – am besten nach ähnlicher Farbe und in zurückhaltender Formgebung. Schon beim Kauf einer Tapete muss der Verschnitt mit einkalkuliert werden. Faustregel: Je größer das Muster, desto mehr Tapetenreste bleiben übrig. Bei gerade verlaufenden Dessins indes wird eine Bahn an die andere gelegt und kaum Verschnitt produziert.

Für ausgefallene Wandbilder hat sich der Digitaldruck durchgesetzt. Die Motive reichen vom Tokioer Metroplan über medizinische Lehrtafeln und überdimensionale Grashalme bis zum eigenen Foto. Auch die renommierten Verlage nutzen inzwischen die Digitaltechnik für extravagante Tapeten. Solche Hingucker dominieren jedoch jedes Interieur, werden also möglichst nur auf einer Wand platziert.

Räume optisch mit Mustertapeten strecken

Sofa in grau weiß im skandinavischen Stil mit Pouf und Palme vor Strukturtapete
Eine Tapete wie ein fein gewirkter Leinenstoff fügt sich harmonisch in jedes Interieur. © A.S. Création

Mustertapeten können Raumproportionen übrigens optisch verbessern. Senkrechtstreifen strecken niedrige Zimmer. Horizontale Dessins betonen dagegen die Breite einer Wand, lassen hohe Räume niedriger erscheinen. Den Effekt verstärkt noch eine dunkel tapezierte Decke. Große Zimmer vertragen auch opulente Muster, kleinere werden davon leicht erschlagen. Zurückhaltende Dekore in hellen Farben eignen sich hier besser. Wird die Tapete für Erker oder Dachgaube eine Nuance heller gewählt, wirken diese größer.

Neben den starken Mustern behaupten sich auch ruhige Dessins. Zurückhaltende Dekore aus den 1950er Jahren passen zum beliebten Mid-Century-Stil. Der beliebte Skandi-Look liebt natürliche Farbkontraste und eine klare, grafische Formensprache. Noch dezenter sind nur strukturierte Vliestapeten: Die könnt ihr ganz nach Belieben überstreichen. Ganz neu auf dem Markt sind Tapeten mit magnetaktivem Zellulosevlies. Sie lassen sich prima als Memoboard nutzen. Frei von Nadellöchern oder Klebestreifen fungiert das streichbare Glattvlies als idealer Untergrund sowohl für Magnete als auch abwischbare Whiteboard- und Kreidefarben.

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