Holz-Hochhäuser Konzept München

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Ein Boulevard aus Holz: München will elf Holz-Hochhäuser bauen

Albert Linner

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Holz-Hochhäuser werden weltweit immer mehr zum Thema. Auch in München sollen schon bald elf Holz-Hochhäuser entstehen und gemeinsam einen attraktiven neuen Boulevard bilden.

Holzhäuser boomen. Und sie werden immer größer. Weltweit wagen sich immer mehr Architekten und Städteplaner an Hochhäuser aus Holz. Das derzeit höchste im norwegischen Brumunddal ragt stolze 85,4 Meter hoch auf. Der Trend schwappt nun auch nach Deutschland: So könnten in München schon bald gleich elf neue Holz-Hochhäuser entstehen.

Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Demnach sollen die Gebäude in Holzbauweise zwischen einer Höhe von 45 und 60 Metern variieren und gemeinsam im Münchner Stadtteil Riem einen attraktiven neuen Boulevard bilden. Das Konzept wurde von der Münchner Landschaftsarchitektin und Stadtplanerin Andrea Gebhard ins Leben gerufen.

Holz-Hochhäuser Konzept München
Die Holz-Hochhäuser in München-Riem sollen zwischen 45 und 60 Meter hoch werden. © Mahl Gebhard Konzepte

Noch ist das spektakuläre Projekt zwar erst in der Planungsphase, doch die Münchner Stadtbaurätin Elisabeth Merk ist laut "SZ" davon überzeugt, "dass die Vision auch in die Tat umgesetzt werden kann." Nach der Sommerpause will Merk eine entsprechende Machbarkeitsstudie in Auftrag geben.

Neuer Wohnraum durch Holz-Hochhäuser

Der geplante Standort für die Holz-Hochhäuser liegt in der Messestadt Riem im Osten Münchens. Dort, wo bis 1992 das Gelände des früheren Flughafens war, sind in den vergangenen 20 Jahren bereits Quartiere für 16.000 Bewohner entstanden. Auf der Suche nach neuem Wohnraum will die Stadt München nun noch nicht genutzte Flächen nachverdichten.

"Wir stellen uns eine ganz besondere Mischung von fortschrittlicher Architektur, bei der Belegung der Komplexe und der Nutzung der Freiräume zwischen den Hochhäusern vor", sagt Merk. So sollen in den Holz-Hochhäusern erschwingliche Mietwohnungen – in Verbindung mit sozialen Einrichtungen und Kindertagesstätten – sowie Räume für innovative Unternehmen oder für die Stadtverwaltung entstehen.

Holz-Hochhäuser sollen Wohnquartier aufwerten

Auf den Dachterrassen der Holz-Hochhäuser sind zudem begrünte Gemeinschaftsflächen und Mietergärten geplant. Durch die begrünten Dachflächen könne laut dem Konzept von Stadtplanerin Gebhard und des Berliner Architekturbüros Sauerbruch Hutton der Grundstücksverbrauch kompensiert werden.

Das sogenannte "Riemer Rückgrat", wie Gebhard das Projekt mit elf Holz-Hochhäusern nennt, soll einerseits das junge Riemer Wohnquartier aufwerten. Außerdem ist es laut der Stadtplanerin "ein Experiment im Hinblick auf die essentiellen Fragen des Städtebaus nach neuen Lösungen für Abstandsflächen, zu neuen Wohnformen und als Beitrag zum Mietwohnungsbau."

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