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Wohnen | Info-Guide

Die besten Home Entertainment-Geräte gegen den Winter-Blues

Michael Penquitt

Michael Penquitt

Das Coronavirus grassiert weiterhin, der Winter naht: Höchste Zeit, sich damit zu beschäftigen, wie wir die kalten, dunklen Tage zu Hause bestmöglich verbringen können. Hier kommen tolle Home Entertainment-Ideen für jeden Geschmack!

Eigentlich ist es nichts Neues mehr: Aus Schutz vor dem Coronavirus versuchen wir auf unnötig viele Kontakte zu verzichten und bleiben, wann immer es geht, zu Hause. Doch einen Winter wie den, der uns jetzt bevorsteht, haben wir noch nicht erlebt. Die dunkle, kalte Jahreszeit könnte dieses Mal besonders lang und entbehrungsreich werden. Weihnachtsmärkte werden abgesagt oder finden nur unter strengen Einschränkungen statt, die Feiertage werden nur in kleinem Rahmen gefeiert. Allzu gesellig wird es wohl nicht werden.

Wir können uns also auf viel freie Zeit zu Hause einstellen. Seid ihr dafür vorbereitet? Wir empfehlen euch, das Home Entertainment vorzubereiten, damit die Unterhaltung an den besonders langen Tagen nicht zu kurz kommt. Mit folgenden Geräten fällt euch die Decke garantiert nicht auf den Kopf.

Der Fernseher kehrt zurück

Jahrzehntelang galt der Fernseher als Fixpunkt im Wohnzimmer. Um dieses Gerät versammelte sich die Familie oder die WG, um gemeinsam Filme oder das Samstagabendprogramm zu schauen. Auch im Interior Design nahm das Fernsehgerät eine wichtige Stellung ein, denn der Fernseher war gesetzt. Das Zimmer wurde um den Flimmerkasten herum geplant und eingerichtet.

Das begann sich in den vergangenen Jahren allmählich zu ändern, als mehr und mehr Inhalte ins Internet wanderten. Doch in Zeiten von ständig drohenden gesellschaftlichen Lockdowns kann sich glücklich schätzen, wer immer noch einen Fernseher zu Hause installiert hat. Immerhin sind die heutigen Smart TVs echte Multimedia-Geräte, die unterschiedliche Medienformate wiedergeben können und ans Internet angeschlossen sind.

Auch sind Fernsehbildschirme in den vergangenen Jahren immer größer geworden: Als Standardgröße werden heute wohl am ehesten 43 Zoll Bildschirmdiagonale erachtet. Damit sind auch die Anforderungen an die Bildauflösung gestiegen, denn je stärker ein Bild vergrößert wird, desto unschärfer wird es. Hier könnt ihr von einem neuen Fernseher eine 4K-Auflösung erwarten, die einer ungefähr vierfachen Full-HD-Auflösung entspricht.

Zudem hat insbesondere das Gaming die Fernsehtechnologie zu weiteren technischen Verbesserungen getrieben: Eine Bildwiederholfrequenz von 60 Hertz schafft mittlerweile so gut wie jeder neuere Fernseher, manche bieten sogar 100 Hertz. Auch die Fähigkeit, Bilder durch HDR (High Dynamic Range) zu verbessern, trägt zu einem guten Gesamteindruck bei.

Modelle, die diese Anforderungen erfüllen müssen nicht teuer sein. Durch den extrem schnellen technologischen Fortschritt, kosten Fernseher, die noch kürzlich zu den High-End-Modellen gehörten, teils weniger als so manches Smartphone, wie zum Beispiel dieser Samsung-Fernseher* beweist. Andere, auf den ersten Blick vergleichbare Modelle, rechtfertigen durch technische Details große Preisunterschiede. Diesen LG-Fernseher in 48 Zoll bekommt ihr bei Amazon derzeit für rund 1.600 Euro:

Bildschirm-Alternative Beamer

Eine Alternative zum klassischen Fernseher, gerade an dunkleren Tagen, ist der Beamer. Voraussetzung ist, dass euch eine große und leere weiße Wandfläche oder eine Leinwand zur Verfügung steht, auf die das Bild projiziert werden kann. Damit gelingt euch echtes Kinofeeling zu Hause – etwas, was dieses Jahr bei vielen sicher zu kurz gekommen ist.

Einer der Vorteile solcher Videoprojektoren ist, dass ihr das Bild je nach Bedarf vergrößern oder verkleinern könnt. Nur zu klein sollte das Zimmer nicht sein, denn je näher sich das Gerät an der Wand befindet, desto kleiner ist das projizierte Bild. Zu den wichtigsten Eigenschaften eines Beamers gehören, neben der Auflösung, die Helligkeit und der Kontrast. Achtet beim Kauf auf Werte von mindestens 2.000 ANSI-Lumen und einen Kontrast von mindestens 5.000:1, wenn ihr den Beamer fürs Gaming oder Filmegucken verwenden wollt.

Egal wie gut die Bildqualität ist, werdet ihr mit dem Beamer nur wenig anfangen können, wenn nicht die richtigen Anschlüsse vorhanden sind. Heutzutage sollte mindestens ein HDMI-Anschluss vorhanden sein. Habt ihr noch einen älteren Computer kann auch ein VGA-Anschluss nicht schaden. Und: Viele Beamer verfügen mittlerweile über Bluetooth und WLAN. Dadurch könnt ihr viele Geräte auch kabellos anschließen.

Dieser Full HD Projektor der Marke Apeman beispielsweise erfüllt alle diese Kriterien und ist für einen vergleichsweise niedrigen Preis zu haben:

Multimedia-Center als TV-Stick

Wer einen älteren, nicht app-fähigen Fernseher zu Hause stehen hat oder wessen Fernseher einige Funktionen und Apps vermissen lässt, kann das Gerät mit einer Hardware-Erweiterung ausrüsten. Damit erhaltet ihr Zugriff auf Streaming-Dienste, Mediatheken und teilweise auch auf Spiele. Selbst Beamer lassen sich damit nachrüsten.

Zu den bekanntesten und mit Abstand am meisten verkauften TV-Boxen und -Sticks gehören der Amazon Fire TV Stick, der Google Chromecast und Apple TV. Während der Fire TV Stick von Amazon und Apple TV eigenständige Geräte mit eigener, mitgelieferter Fernbedienung sind, wird der Google Chromecast als sogenannter Dongle bezeichnet. Dieser spiegelte bislang lediglich Inhalte vom Smartphone, Tablet oder Laptop auf den Fernseher und hatte keine eigene Benutzeroberfläche.

Die im im September vorgestellte neue Generation des Google Chromecasts beinhaltet erstmalig auch Google TV, also eine Benutzeroberfläche, auf der ihr per Fernbedienung navigieren könnt und in der die Inhalte unterschiedlicher Streaming-Dienste und Apps zusammengefasst sind. Damit gleicht sich der Chromecast dem Amazon Fire TV Stick an, bei dem das bereits seit Jahren möglich ist. Apple TV funktioniert ähnlich, allerdings liegt der Fokus hier noch etwas stärker auf den Produkten und Dienstleistungen aus dem Apple-Kosmos. Zudem ist Apple TV deutlich teurer als die beiden Konkurrenzprodukte.

Letztlich wird eure Wahl, neben dem Preis, dadurch entschieden, in welchem Ökosystem der drei Marken ihr am stärksten verankert seid. Habt ihr Amazon Prime abonniert, habt ihr bereits mehrere Apple-Geräte oder bestimmt Google euer digitales Leben?

Wer keine besonders starke Bindung zu einer dieser Marken hat und eher zu den Einsteigern gehört, fährt mit dem Fire TV Stick von Amazon erfahrungsgemäß am besten. Den braucht ihr nur einzustöpseln und schon könnt ihr aus Tausenden von Inhalten wählen. In der umfassendsten Ausführung mit 4K-Wiedergabe kostet euch der TV Stick aktuell knapp 60 Euro:

Videospielkonsolen sind auf dem Vormarsch

Die Spielkonsole Nintendo Switch* hat im Laufe der Corona-Pandemie wohl ihren absoluten Zenit in der Beliebtheitsskala erreicht. Im Frühling 2020 war die Konsole über Wochen beinahe überall ausverkauft. Kein Wunder, ist sie doch unter den aktuellen Spielkonsolen die wohl kinderfreundlichste – sowohl in der Handhabung als auch in Hinsicht auf das erhältliche Spieleangebot. Schließlich mussten die Kleinen in der Zeit der geschlossenen Schulen und Kitas irgendwie beschäftigt werden. Auch viele Erwachsene haben zum Controller gegriffen, denn mitnichten richtet sich Nintendo mit der Switch ausschließlich an Kinder.

Doch spätestens mit dem Weihnachtsgeschäft bekommt Nintendo neue Konkurrenz: Microsoft und Sony bringen mit der Xbox Series X* und der Playstation 5 nach langem Warten eine neue Generation ihrer erfolgreichen, langjährigen Konsolenreihen heraus. Mit ihnen wird traditionellerweise ein ganzer Haufen neuer hochklassiger Spiele veröffentlicht, die von den technischen Neuerungen Gebrauch machen. Neben einer deutlich besseren Grafik und einer höheren Bildwiederholfrequenz können sich Gamer auf sehr viel kürzere Ladezeiten freuen.

Mit einer Spielkonsole und den neuen Games lässt sich der Winter zu Hause sehr gut vertreiben – vorausgesetzt ihr bekommt eine der neuen Konsolen gefasst. Zum Vorverkaufsstart brach das Chaos über die Online-Händler herein und schon kurze Zeit später war das gesamte Vorbestellungskontingent vergriffen. Sicher werden spätestens ab dem offiziellen Verkaufsstart der Konsolen am 10. November (Xbox Series X) und am 19. November (Playstation 5) immer wieder neue Geräte nachgeliefert. Doch auch dann werdet ihr euch sehr bemühen müssen, wenn eine der Konsolen unter dem Weihnachtsbaum liegen soll.

Warmer Retro-Sound dank Plattenspieler

Kommen wir von High-Tech zu Hi-Fi: Plattenspieler haben eine echte Achterbahnfahrt der Popularität hinter sich. Nachdem Schallplatten von anderen Wiedergabemedien abgelöst wurden, verschwanden viele Plattenspieler aus den Wohnzimmern. Jahrzehntelang waren sie so gut wie ausgestorben, ehe sie vom großstädtischen Retro-Trend wiederentdeckt wurden. Plattenspieler und Vinyl-LPs sind mittlerweile nicht mehr nur was für Liebhaber und Hipster, sondern finden wieder reißenden Absatz unter ganz gewöhnlichen Musikfans.

Plattenspieler sind eine Wissenschaft für sich. Einsteiger sollten ein paar Dinge wissen, ehe sie einen Plattenspieler kaufen. Zunächst habt ihr die Wahl zwischen manuellen, halbautomatischen und vollautomatischen Plattenspielern. Die Unterschiede liegen darin, ob ihr die Nadel per Hand setzen müsst und ob das Gerät selbst erkennt, wann die Platte zu Ende gespielt ist. Außerdem sollten zwei Abspielgeschwindigkeiten wählbar sein: 33,3 Umdrehungen pro Minute für Langspielplatten, 45 Umdrehungen pro Minute für Singles und Maxi-Singles.

Der Tonabnehmer ist das Herzstück des Plattenspielers und bestimmt, wie gut der Sound ist. Er sollte abnehmbar sein, damit ihr ihn austauschen könnt, wenn ihr eines Tages einen besseren Tonabnehmer installieren wollt. Und: Die meisten modernen Plattenspieler können digitalisieren. Das heißt, sie besitzen meistens einen USB-Anschluss über den ihr den Plattenspieler mit anderen Geräten verbinden könnt. Manche Plattenspieler können sich sogar per Bluetooth mit Lautsprechern verbinden, so wie dieses Modell von Teac für 135 Euro:

Lautsprecher für jeden Fall

Stereo- oder Surround-Sound? Stand- oder Regallautsprecher? Oder doch lieber eine Soundbar mit Subwoofer? Je nachdem, wofür ihr die Lautsprecher verwendet möchtet und wie groß der Raum ist, können diese Fragen ganz unterschiedlich beantwortet werden. Klar ist: Günstig ist so ein ganzes Sound-System, in das ihr euch beim Filmegucken oder Musikhören fallen lassen könnt, nicht. Andererseits müssen nicht alle Lautsprecher auf einmal gekauft werden. Ihr könnt auch mit einem Center-Lautsprecher beginnen und die Ausstattung im Laufe der Zeit erweitern.

Smarter Lautsprecher in einem Wohnzimmer
Smarte Speaker wie Amazon Echo dienen ihrem Zweck. Als Heimkino-Lautsprecher sind sie weniger gut geeignet. © Getty Images/iStockphoto

Besonders für Einsteiger ist es aber wichtig zu wissen, dass sich in den vergangen Jahren die Qualität auch günstiger Lautsprecher enorm verbessert hat. Soundbars, die ihr über oder unter dem Fernseher installieren könnt, ahmen sehr geschickt einen euch umgebenden Kinosound nach. Je mehr Geld ihr für Lautsprecher in die Hand nimmt, desto feiner werden die Qualitätsunterschiede.

Eine besondere Lautsprecherart bilden Smart Speaker, die sich per Sprache steuern lassen. Mit Boxen wie Amazon Echo, dem Apple HomePod oder Google Home lässt sich das Heimkino nur bedingt bestücken. Doch auch auf vielen Lautsprechern von gängigen Herstellern wie Sonos oder Bose sind die Sprachassistenten mittlerweile verfügbar. Nicht zuletzt helfen sie auf ihre Weise, den von Corona bestimmten Winter zu überstehen: "Alexa, bestell Klopapier!"

Die BOSE Soundbar 500 mit integrierter Alexa-Sprachsteuerung gibt es derzeit für 422,11 Euro bei Amazon:

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