Saugen mit dem Zentralstaubsauger
© Aertecnica

Modernisieren | Pro/Contra-Liste

Zentralstaubsauger: Clever putzen mit Staubsaugeranlage

Tanja Müller

Leise, fix und gründlich macht ein Zentralstaubsauger sauber. Eine solche Anlage ist teuer, aber eine clevere Alternative zum üblichen Staubsauger.

Jeder, der baut oder modernisiert, sollte vorab auch schon einmal an den Hausputz denken. Ein Zentralstaubsauger mit Vakuumsteckdosen in allen Räumen macht komfortabler und gründlicher sauber als der herkömmliche Staubsauger. Ideal, gerade wenn ihr Allergiker und Asthmatiker seid. Wir listen euch die Vorteile einer Staubsaugeranlage auf und sagen euch, was sie kostet.

Wie funktioniert ein Zentralstaubsauger?

Statt einen schweren Kompaktstaubsauger von Zimmer zu Zimmer zu schleppen, steckt ihr einfach einen Schlauch in eine Dose in der Wand und saugt los. Ein Rohrsystem verbindet die Saugdosen mit dem Zentralgerät. Das könnt ihr im Keller, der Garage, dem Heizungs-, Hauswirtschaftraum oder der Abstellkammer verstecken.

Grafische Darstellung eines Zentralstaubsaugers

Standardmäßig schaltet sich die Anlage automatisch ein, sobald ihr den Saugschlauch in die Dose steckt. Etliche Hersteller bieten aber auch eine Schaltung am Handgriff.

Vorteile eines Zentralstaubsaugers

Eine Staubsaugeranlage hat gegenüber herkömmlichen Staubsaugern mehrere Vorteile.

1. Das Saugen fällt leichter

Beim Absaugen von Treppen müsst ihr euch mit einem Zentralstaubsauger nicht mehr groß anstrengen, auch nicht ständig das Kabel umstecken und die nächstgelegene Steckdosen suchen.

Der Aktionsradius einer Sauganlage ist erheblich größer als der eines üblichen Staubsaugers. Mit acht oder neun Metern Schlauchlänge könnt ihr locker die Etage eines durchschnittlich großen Eigenheims reinigen.

2. Zentralstaubsaugeranlagen schonen das Inventar

Mit so einem flexiblen Schlauch eckt ihr auch nirgendwo an wie mit dem Kompaktstaubsauger, der beim Hinterherziehen leicht an Möbel, Türrahmen oder Wände stoßen kann. Das schont Fußleisten und Möbel ungemein.

3. Gut fürs Raumklima

In Kanada und Skandinavien zählen zentrale Staubsaugeranlagen längst zum Standard. Kein Wunder, animieren die niedrigen Temperaturen dort nicht unbedingt zum häufigen Lüften. Statt durchs Fenster verschwindet der Staub beim Zentralsauger durch die Steckdose übers Rohr- und Filtersystem nach draußen.

Hausstaub, Milben, Bakterien, Schimmelpilze und andere Mikroorganismen entsorgt ihr damit rückstandsfrei, auch Mikrostäube wie Milbenspuren oder Pollen. Denn der Zentralstaubsauger ist bis zu viermal so saugstark wie seine tragbaren Kollegen.

Mann saugt mit einer Staubsaugeranlage
Ein gesundes Raumklima ist das schlagende Argument für die eingebauten Zentralstaubsauganlagen (Aertecnica). © Aertecnica

4. Ideal für Allergiker, Asthmatiker und Familien mit Kindern

Deshalb bietet sich ein Zentralstaubsauger besonders für Allergiker, Asthmatiker und Familien mit Kindern an. Sicher spielt euer Nachwuchs häufig auf dem Fußboden. Keine Sorge: Bauklötzchen oder achtlos liegen gelassene Socken, die schnell einmal im Höllenschlund der Anlage verschwinden, findet ihr im Auffangbehälter wieder.

Kind mit einem Zentralsauger
Der kinderleichte Zentralsauger, hier von Allaway, eignet sich besonders für Familien. © Emmi Virtanen

5. Zentralstaubsauger machen keinen Lärm

Das Saugen mit einem Zentralstaubsaguer ist leise. Zu hören ist nur ein Zischen.

6. Nur halb so viel Putzen dank Zentralsauger

Auch wenn Putzen nicht gerade zu euren Lieblingsbeschäftigungen zählt, solltet ihr über einen Zentralsauger nachdenken. Denn die Saug- und Abstaubzeiten reduzieren sich um gut 50 Prozent, weil einfach weniger Staub da ist. Sprich: Wischmob und Staubtuch könnt ihr häufiger im Schrank lassen. Selbst wenn Sauganlage und herkömmlicher Staubsauger sich in Sachen Stromverbrauch nichts schenken, spart ihr doch durch die um die Hälfte reduzierte Putzzeit Energie.

Was kostet eine Staubsaugeranlage?

Leider ist ein Zentralstaubsauger kein billiges Vergnügen. Inklusive Installation kostet ein Staubsaugsystem für ein Einfamilienhaus etwa 4.000 Euro. Die Einbaugeräte halten gut 20, die Verrohrung locker mehr als 40 Jahre.

Wenn ihr gerade ein Haus baut, aber keinen Cent mehr für einen Zentralstaubsauger übrig habt, solltet ihr vielleicht wenigstens die Vakuumrohre verlegen lassen. Die schmalen Kunststoffrohre belasten das Budget nicht sonderlich. Und ihr könnt sie zeitgleich mit den Heizungs- und Sanitärleitungen installieren.

Und wenn dann später wieder Geld da ist für einen Zentralstaubsauger, dann könnt ihr euer Haus damit nachrüsten.

Zentraleinheit einer Staubsaugeranlage
Kleines Kraftpaket im Keller: Hier verbirgt sich die Zentralanlage Vacuclean von Rehau. © Rehau

Wohnt ihr im Altbau, bietet es sich an, das Saugrohrsystem mit zu montieren, wenn ihr modernisiert. Die Rohre könnt ihr aber auch in Kaminzügen, Treppenkonstruktionen, Einbauschränken oder hinter Gardinenblenden verstecken. Umfassend beraten euch hier die Experten aus dem Sanitär- und Heizungshandwerk.

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