Präriebeet mit Lampenputzergras (Pennisetum) Sonnenhut (Rudbeckia fulgida var. deamii), Kugeldistel (Echinops ritro) und Herbstanemone (Anemone japonica)
© Flora Press/Evi Pelzer

Wohnen | Listicle

Ode an die Staude: Blühender Sommer ohne Ende

Nike Heinen

Dauerblühende Stauden: Im Garten bieten sie eine tolle Farbenpracht und stellen dabei relativ wenig Ansprüche. Wir stellen euch hier ein paar Stauden-Vertreter vor, die für besonders viel Farbe im Garten sorgen.

Stauden sind tolle Gewächse. Farbenprächtig und dabei relativ anspruchslos, blühen sie bis weit in den Herbst hinein. Hier eine kleine Auswahl an attraktiven Dauerblühern, was sie so besonders macht und welche Standorte sie bevorzugen.

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Der richtige Standort für Stauden

Kiesweg durch große Doppelstaudenbeete.
Ein echtes Staudenspalier: Direkt am Weg verpasst niemand die Blühwunder. © Flora Press/Jürgen Becker

Das Sonnenlicht fängt sich in Purpur, Gelb und Rot, dazwischen schaukeln silberne Blütenähren im warmen Wind. Natürlich summen Bienen und flattern Schmetterlinge. Beete mit lang blühenden Stauden bringen Leben in den Garten.

Wer Stauden pflanzt, der wird sie nicht mehr missen wollen, denn sie haben vor allem noch einen anderen Effekt: Der Sommer will mit ihnen gar nicht mehr aufhören, viele gehören zu den so genannten Dauerblühern. Sie geben ihre Blütenpracht erst dann langsam auf, wenn die ersten Frosttage da sind.

Viele Stauden stammen aus der nordamerikanischen Prärie – weites Grasland, auf dem sie bis zum Horizont leuchten können. Aus dieser Herkunft leiten sich ihre Ansprüche ab: keine großen an den Boden, ganz klare ans Licht. Hell soll ihr Standort sein und möglichst frei.

Rudbeckia und Echinacea: Von sonnengelb bis pastellfarben

Sonnenhüte (Rudbeckia) im Spätsommer.
Wie aus dem Kinder-Malbuch: Sonnenhüte im Spätsommer. © Flora Press/Sibylle Pietrek

Die klassischen Vertreter dieser Gruppe sehen selbst aus wie die Sommersonne auf Kinderbildern. Eine runde Mitte und rundherum die Strahlen. Diese gelbblütigen Sonnenhüte gehören zur Gattung Rudbeckia. Von dort kommt auch die Sonnenbraut, die den Sommer über bis weit in den Herbst geradezu in Sonnenfarben lodert, in Rot und Gelb und Braun.

Besser zur aktuellen Pastellfarben-Mode passt der so genannte Purpursonnenhut. Nur im Deutschen ist der Name ähnlich, die botanische Bezeichnung der Gattung ist Echinacea. Diese Sonnenhüte blühen purpur, pink oder weiß. Sie verschwinden schnell wieder aus den Beeten, wenn die Sonne nicht reicht. Die kugeligen Samenstände sollten im Winter stehengelassen werden: Sie dienen Vögeln als Nahrung, und manche Wildbienen überwintern in den trockenen Stängeln.

Knöterich: Solitär aus den Bergwäldern

Rot blühender Knöterich (Persicaria amplexicaulis).
Rot blühender Knöterich (Persicaria amplexicaulis). © Flora Press/Visions

Andere Vertreter der Stauden kommen aus Asien, etwa der Kerzenknöterich. Er bildet dicke sattgrüne Horste, die über und über mit roten Blütenähren bedeckt sind, von Juli bis Oktober.

Der Knöterich ist ideal für Gärtner, die nicht viel Zeit zum Jäten haben: Seine Blätter wachsen so dicht, dass keine anderen Pflanzen neben ihm hochkommen. Der Knöterich stammt aus Bergwäldern, kommt also auch mit Halbschatten zurecht – und mit trockenen Böden.

Herbstanemonen: Für große oder kleine Beete

Anemone Tomentosa Robustissima
Der Name deutet es an: die Anemone Tomentosa Robustissima ist hart im Nehmen und lässt sich nicht so leicht verdrängen. © Flora Press/GWI

Ganz besondere Schönheiten sind die Herbstanemonen. Ihre Blüten sehen aus wie feine Porzellanschalen, weiß oder rosa überhaucht. Auch sie vertragen Halbschatten, mögen es aber eher feucht. Und Vorsicht: Die Art Tomentosa entwickelt an ausreichend feuchten Standorten Monsterqualitäten, sät sich aus und wuchert gleichzeitig unterirdisch.

Das ist gut, um große Flächen in ein Blütenmeer zu verwandeln, nicht aber neben anderen Stauden in kleinen Beeten. Dafür ist die Art Japonica schüchtern genug.

Agastachen und Eisenkraut: Purpur auf Augenhöhe

Blühendes Eisenkraut.
Auch bei Schmetterlingen sehr beliebt: blühendes Eisenkraut. © Getty Images/iStockphoto

Viele Dauerblüher blühen lila, purpur oder blau – vielleicht, weil das so schön in feinem silbrigem Herbstnebel leuchtet. Dazu gehören die minzig duftenden Agastachen und das Patagonische Eisenkraut. Beide lassen ihre Blüten auf Menschenaugenhöhe wippen, sie schweben über dem Rest des Beets.

Astern: Farbwechsel im Herbst

Teppich-Myrtenaster (Aster ericoides) 'Snowflurry' mit einer Biene
Astern (hier die Teppich-Myrtenaster "Aster ericoides 'Snowflurry'") sind im Spätsommer und Herbst das letzte Nektar-Angebot für Bienen. © Flora Press/Christine Ann Föll

Ganz besonders intensiv leuchten können die Herbstastern. Sie bilden dicke, mit Stern-Blüten übersäte Büschel.

Auffallend hellblau ist Aster laevis, für sonnige, nicht zu trockene Standorte.

Eine alte Sorte ist die Aster novae-angliae Alma Pötschke, purpurrot blühend, von August bis Oktober.

Die niedrigen Kissenastern bilden blühende Teppiche, die Sorte Apollo fängt im Sommer weiß an und ist am Ende des Herbstes rosalila.

Herbstastern schmücken den Garten bis zum ersten Frost. Das kostet Energie: Auf sandigen Böden werden diese Blumen nicht glücklich. Der Boden sollte deshalb vor dem Pflanzen mit Kompost verbessert werden.

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