Visualisierung der geplanten Landesgartenschau in Offenburg.
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Regional | Immobilientipp

Offenburg bewirbt sich für die Landesgartenschau 2032 oder 2034

Redaktion

Eine Landesgartenschau ist immer auch eine Chance, neue Konzepte der städtischen Raumplanung umzusetzen. Offenburg will diese Chance nutzen und bewirbt sich für die Ausrichtung der LGS im Jahre 2032 oder 2034.

Die allererste fand 1980 in Ulm und Neu-Ulm statt, die nächsten sind schon bis 2030 geplant. Die Rede ist von Landesgartenschauen in Baden-Württemberg, die – im Wechsel mit den etwas weniger repräsentativen "Grünprojekten" – alle zwei Jahre stattfinden.

Wie beliebt solche Landesgartenschauen auch heute noch sind, zeigte sich zuletzt 2014. Damals verzeichnete die ausrichtende Stadt Schwäbisch Gmünd mit rund zwei Millionen Zuschauern einen neuen Besucherrekord.

Förderung von Wirtschaft und Tourimus

Durch ihren positiven Effekt auf die Raumplanung (seit 1980 wurden so mehr als 650 Hektar an Freiräumen geschaffen), die städtebauliche Entwicklung und nicht zuletzt die konkrete Förderung von Projekten sind Landesgartenschauen (LGS) viel mehr als nur "reine Blümchenschauen". So sieht es auch die Stadt Offenburg, die sich für die Ausrichtung der Landesgartenschau 2032 oder 2034 bewirbt.

"Von der Landesgartenschau als Initialzündung für eine zukunftsfähige und lebenswerte Stadt für kommende Generationen", so heißt es auf der offiziellen Bewerbungs-Webseite, "kann auch Offenburg profitieren". Demzufolge hat die Stadt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die bereits die grobe Aufteilung des mehr als 20 Hektar großen, zukünftigen LGS-Geländes beschreibt.

Erste Details zur Geländeplanung

Drei unterschiedliche Bereiche sind es, die die zentrale inhaltliche und räumliche Achse der geplanten Landesgartenschau bilden:

Urbane Kinzig

Die „Urbane Kinzig“ reicht vom nördlichen Stadtrand, wo Kinzig und Mühlbach zusammenfließen, bis zur Hochschule Offenburg im Süden. Durch seine Renaturierung erhält der Fluss mehr Raum, was Flora und Fauna stärkt. Dadurch könnten auf beiden Seiten der Kinzig klassische Flusspromenaden mit fortlaufenden Baumreihen entstehen.

Kinzigpark

Der Kinzigpark bildet nach den jetzigen Plänen das zentrale Parkgelände des LGS. Davon betroffen wäre das Karl-Heitz-Stadion. Die Spielstätte des heimischen Offenburger Fußball Vereins (OFV) müsste dann verlegt werden, was gleichzeitig aber auch Gelegenheit für eine längst fällige Modernisierung bietet.

Räderbachinsel

Auch die Räderbachinsel wird nach den derzeitigen Plänen dort, wo sich der Mühlbach beim Pfadfinderheim teilt, ins LGS-Gelände integriert. Darüber hinaus laufen mit der Hubert Burda Media Gespräche, ob der Konzern Gelände für eine Erweiterung der LGS abtreten kann.

Die Ideen zur künftigen Gestaltung und Ausstattung des Geländes reichen von einer Blumenhalle über Urban Gardening bis zu einem Kanuverleih.

Zeitplan, Kosten und Förderung

Ausschnitt aus der Konzeptstudie zur Landesgartenschau-Bewerbung der Stadt Offenburg
Ausschnitt aus der Konzeptstudie zur Landesgartenschau-Bewerbung der Stadt Offenburg © helleckes landschaftsarchitektur

Die Bewerbung für die Ausrichtung der Landesgartenschau 2032/2034 muss die Stadt Offenburg bis zum 19. Dezember 2019 abgeben. Die Entscheidung für den Zuschlag fällt dann Mitte 2020 im Ministerrat des Landes Baden-Württemberg.

Erhält Offenburg den Zuschlag für die Landesgartenschau, bekommt die Stadt vom Land Baden-Württemberg einen Zuschuss von bis zu fünf Millionen Euro für die Landesgartenschau. Darüber hinaus fließen zusätzlich noch beträchtliche Fördermittel in die Bereiche Städtebau, Verkehrsplanung und Wasserbau.

Für die Gesamtfinanzierung des Projektes steht zur Zeit eine Summe von 40 Milllionen Euro im Raum. Rund 18 Millionen davon will die Stadt Offenburg über einen Zeitraum von 25 bis 30 Jahren ansparen. Erreicht wird das von 2019 bis 2034 durch die jährliche Abzweigung von 1 Prozent der Gewerbe- und Einkommensteuereinnahmen.

Zusammen mit einem 17 Millionen-Euro-Kredit und dem erwähnten 5-Millionen-Zuschuss des Landes wäre so der initiale Finanzierungsbedarf bedeckt. Die Projektverantwortlichen wiesen aber darauf hin, dass es sich hierbei nur um eine erste Kostenschätzung handlelt.

Mehr Infos zur Bewerbung unter www.landesgartenschau-offenburg.de

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