Frau vergleicht die Energielabel beim Kauf einer Waschmaschine.
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Schluss mit A+: Neue Energielabel für Elektrogeräte ab März 2021

Dirc Kalweit

Ihr habt noch nie den Unterschied zwischen A+ und A+++ verstanden? Ab März 2021 müsst ihr das auch nicht mehr. Dann gibt es für viele Elektrogeräte eine ganz neue Einteilung beim Energielabel. Das ist aber nicht die einzige Neuerung.

Ab dem kommenden März teilt die EU die Energieeffizienzklassen für bestimmte Elektrogeräte neu ein. Das wird laut Susanne Schümann vom TÜV Rheinland vor allem den Verbrauchern helfen: "Die Reform des EU-Energielabels soll durch die klarere Struktur eine bessere Vergleichbarkeit herstellen und so zugleich den Verbraucherschutz stärken."

Neue Energielabel für bestimmte Produktgruppen

Die neue Einteilung der bekannten Energielabel gilt zunächst für folgende fünf Produktgruppen:

  • Waschmaschinen/Waschtrockner
  • Kühlgeräte
  • Geschirrspüler
  • Lichtquellen
  • elektronische Displays wie zum Beispiel Fernseher

Statt der bisherigen Einteilung wird es ab März 2021 für die Produktgruppen nur noch die Effizienzklassen A bis G geben. Wobei die A-Kennzeichnung allerdings für zukünftige, noch energieeffizientere Geräte vorbehalten bleibt. Zum Start im Frühjahr 2021 können die Elektrogeräte der beschriebenen Produktgruppen also maximal ein B erreichen.

Verschärfte Auflagen für das neue Energielabel

Ein Grund für die Reform war die Tatsache, dass ein Großteil der jetzigen Geräte bereits die Kennzeichnungen A+ bis A+++ besitzt. Um künftig ein A zu erreichen, werden die entsprechenden Auflagen und Voraussetzungen verschärft.

Insbesondere in Bezug auf Konstruktion sowie die Reparaturfreundlichkeit und Umweltverträglichkeit müssen sich die Geräte künftig härteren Tests unterziehen lassen und strengere Auflagen erfüllen. Festgelegt sind die entsprechenden Vorgaben in der EU-Ökodesign-Richtlinie.

QR-Code für Verbraucherinfos

Neben der aktualisierten Einteilung gibt es in Bezug auf das Energielabel noch eine Neuerung, die den Käufern zugute kommt. Künftig befindet sich neben der Energieeffizienzklasse auch ein QR-Code auf dem Label. Bei Öffnung des Codes (mittels einer App, viele Mobiltelefone können über die Kamera aber auch bereits so die Codes auslesen) erhaltet ihr dann zusätzliche Geräte- und Verbrauchseigenschaften.

Die sind in der europäischen Produktdatenbank "EPREL" hinterlegt. "Ein Blick", so Susanne Schümann, "lohnt sich hier immer, denn während das EU-Energielabel einen ersten Eindruck zur Effizienz bietet, halten die Produktdatenblätter viel mehr Informationen transparent bereit."

Viermonatige Übergangsfrist

Zur Einführung des neuen Labels ist eine Übergangsfrist ab November 2020 geplant. Ab diesem Zeitpunkt bis März 2021 müssen alle im Handel befindlichen Geräte sowohl das alte als auch das neue Label ausweisen. Wundert euch also nicht, wenn ihr im kommenden Winter eine Waschmaschine kaufen wollt und diese sowohl ein A++ als auch ein B auf dem Energielabel stehen hat.

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