Marienkäferplage im Herbst an Hauswand und Fenster
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Marienkäfer-Plage 2020: Warum die Glücksbringer jetzt überall auftauchen

Antonia Eigel

Antonia Eigel

Marienkäfer soweit das Auge reicht: Hunderte Glücksbringer bevölkern im Herbst für kurze Zeit Hauswände, Balkone und Fenster. Warum es jährlich zu diesem Spektakel kommt und was ihr tun könnt, wenn sich die Käfer in der Wohnung verirrt haben, erfahrt ihr in diesem Ratgeber.

Habt ihr in den letzten Tagen auch vermehrt Marienkäfer an Hauswand, Fensterscheibe oder auf dem Balkon entdeckt und plötzlich waren sie wieder weg? Das ist für diese Jahreszeit nichts Ungewöhnliches, denn die kleinen Glücksbringer sind jetzt auf der Suche nach einem geeigneten Winterquartier. Was ihr tun könnt, wenn sich Marienkäfer in Haus und Wohnung verirrt haben, erfahrt ihr hier.

So kommen Marienkäfer in Haus und Wohnung

Marienkäfer lieben warmes Klima. Wenn es draußen aber langsam kalt wird, suchen sich die Käfer ein geeignetes Quartier, indem sie geschützt überwintern können. Laut Umweltbundesamt tun die Glücksbringer das am liebsten in kleinen Gruppen in Laub und Gras, unter Steinen und Rinde, in Kellerecken oder Fensternischen. Aber auch in Hohlräumen wie Mauerritzen oder Dachsparren finden sie oft ein geeignetes Plätzchen.

Manchmal kann es dabei aber auch zu echten Massenansammlungen von mehr als hundert Tieren kommen. Meistens handelt es sich dabei um den Asiatischen Marienkäfer (Harmonia axyridis) oder den heimischen Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata).

Dieses ungewöhnliche Spektakel können wir dann auch an Hauswänden, Fensterscheiben oder auf dem Balkon beobachten, wo sie sich kurzzeitig zum Pausemachen niederlassen. So schnell wie die gepunkteten Insekten kommen, verschwinden sie in der Regel auch wieder. Ist das Fenster dann aber nicht geschlossen, können sich auch schon mal ein paar Marienkäfer in der Wohnung verirren.

Marienkäfer suchen Winterquartier
Im Herbst suchen Marienkäfer ein geeignetes Winterquartier. Gut geeignet sind Ritzen oder Mauerspalten. © Getty Images/iStockphoto

Sockentrick: Wenn der Marienkäfer in der Wohnung zum Lästling wird

Entdeckt man einen einzelnen Marienkäfer in der Wohnung, zaubert einem das meistens noch ein Lächeln ins Gesicht. Haben sich jedoch mehrere Artgenossen in der Wohnung verirrt, können die kleinen roten Käfer sogar etwas lästig werden – durch das sogenannte Reflexbluten. Viele Käferarten und eben auch Marienkäfer sondern über Drüsen an den Beinchen ein gelbliches Sekret ab. Das nutzen sie, um sich vor Fressfeinden zu schützen. Das kann Wände und Vorhänge verschmutzen und auch etwas unangenehm riechen.

Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V. rät zum Sockentrick: Den Bund einer Socke über das Staubsaugerrohr stülpen und das Sockenende als eine Art Fangbeutel locker in das Staubsaugerrohr stülpen. Dann die Käfer vorsichtig bei niedriger Stufe aufsaugen. Anschließend die Socke vom Rohr abziehen und die kleinen Insekten bequem nach draußen verfrachten.

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Marienkäfer als biologischer Schädlingsbekämpfer

Die kleinen Käfer als Plage oder Ungeziefer zu bezeichnen, das wird den roten Glücksbringern eigentlich nicht gerecht. Wer einen Garten hat, sollte sich über das gepunktete Insekt freuen, denn Marienkäfer sind tatsächlich hervorragende Schädlingsbekämpfer. Ein einzelner Marienkäfer kann am Tag bis zu 150 pflanzensaugende Blattläuse fressen und auch seine Larven sind gefräßig. Wie viele Blattläuse ein einziger Marienkäfer und seine Nachkommen während eines Sommers vertilgen können, ist erstaunlich. Die Antwort erfahrt ihr in unserem Ratgeber:

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