Blick von oben auf den Stadtteil Heidelberg-Bahnstadt
© Stadt Heidelberg/Buck

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Heidelberg-Bahnstadt: Nachhaltigkeit im Wohnungsbau

Redaktion

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In Heidelberg entsteht seit 2009 auf über 100 Hektar ein komplett neuer Stadtteil. Heidelberg-Bahnstadt ist bewusst auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz ausgelegt und darf sich nach seiner Fertigstellung wohl mit einem Weltrekord schmücken.

Heidelberg darf sich als Sitz des Landkreises Rhein-Neckar zwar mit der ältesten Universität Deutschlands schmücken. Ansonsten hält man sich in der ehemaligen kurpfälzischen Residenzstadt mit Superlativen aber bewusst zurück. Das ändert sich gerade mit der Bahnstadt, seit 2011 offiziell der 15. Stadtteil von Heidelberg.

Heidelberg-Bahnstadt: Größte Passivhaus-Siedlung der Welt

In Heidelberg-Bahnstadt entsteht nämlich auf einer Gesamtfläche von 116 Hektar nicht nur ein Mix aus Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben sowie neuer Wohnraum für bis zu 6.500 Einwohner. Das Areal, auf dem sich früher der Güter- und Rangierbahnhofes sowie Militärflächen der US-Armee befanden, wird auch Platz für die größte Passivhaus-Siedlung der Welt bieten.

Ein ehrgeiziges Projekt mit einer hochinteressanten Geschichte. Bereits 1997 wurde auf dem Heidelberger Rangier- und Güterbahnhof der Betrieb eingestellt. Zwei Jahre später gab es die ersten Planungen für die Neugestaltung des Areals. Doch erst 2006 wurden von dem Gelände rund 26 Kilometer Gleise, 100 Weichen und 47.000 Schwellen aus Holz, Stahl und Beton entfernt. Weitere drei Jahre gingen dann noch einmal bis zum offiziellen Baubeginn am 10. März 2009 ins Land.

Häuserzeile in Heidelberg-Bahnstadt mit anschließendem Kanal
Der neue Stadtteil Heidelberg-Bahnstadt wurde als Wohn- und Lebensraum geplant. © imago/Jochen Tack

Kino, Straßenbahn, Schulen: Ein Stadtteil entsteht

Im Anschluss ging es dann zügig voran. Nach dem Start der Wohnbebauung begrüßte Heidelbergs Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner Mitte 2012 die ersten Bewohnerinnen und Bewohner der Bahnstadt. Fast zeitgleich zogen im Bahnstadt-Campus, einem 22 Hektar umfassenden "Wissenquartier", die ersten Mieter ein.

Kitas, ein Studentenwohnheim, Bürogebäude, erste Hotels und Cafés sowie viel Freizeit- und Grünfläche folgten in den anschließenden Jahren. Im Sommer 2014 feierte man dann offiziell das Ende des ersten Bauabschnitts.

Ein Meilenstein, der eigentlich nur stellvertretend für zahlreiche weitere, anschließende Projekte steht. Bis heute entwickeln verschiedenste Architekturbüros und Bauträger den Stadtteil weiter. Sie planen und realisieren neben der Wohnbebauung noch alles, was ein neuer Stadtteil eben so braucht: Kino, Straßenbahn, Schulen, weitere Aufenthalts- und Spielflächen, ein eigenes Kongresszentrum – die Projekte reichen von der Großsporthalle bis hin zur eigenen Feuerwache.

Feuerwache in Heidelberg-Bahnstadt
Sogar eine eigene Feuerwache wurde für Heidelberg-Bahnstadt geplant – und die hat sogar einen eigenen Spielplatz. © Stadt Heidelberg/Buck

Gelebte Energieeffizienz und Nachhaltigkeit

Rund 4.300 Menschen leben mittlerweile in Heidelberg-Bahnstadt. Sie schätzen neben der zentralen Lage des Stadtteils auch das intensive nachbarschaftliche Miteinander. Und ein Wohn-Konzept, bei dem Nachhaltigkeit mehr als nur ein modisches Stichwort ist.

So werden sämtliche Gebäude in Heidelberg-Bahnstadt nach dem strengen Energieeffizienz-Standard "Passivhaus" errichtet. Um die Einhaltung der Kriterien zu gewährleisten, findet durch das Passivhaus Institut Darmstadt regelmäßig ein Energie-Monitoring statt. Das Ergebnis: Die Wohngebäude in Bahnstadt benötigen im Durchschnitt nur 54 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr an Fernwärme für Heizung und Warmwasser.

Ein Holzheizkraftwerk versorgt die Bahnstadt per Fernwärmenetz mit 100 Prozent erneuerbarer Energie. So wird der verbleibende Bedarf an Strom und Wärme ökologisch verantwortlich abgedeckt. Intelligente Stromzähler und ein durchdachtes Straßenbeleuchtungs-Konzept vervollständigen die Philosophie des nachhaltigen und energieeffiziente Stadtteils.

Häuserflucht im Stadtteil Heidelberg-Bahnstadt
Alle Wohngebäude in Heidelberg-Bahnstadt sind nach dem Passivhaus-Standard errichtet. © Stadt Heidelberg/Buck

Wohnen in Heidelberg-Bahnstadt

Bis zum geplanten Projektende im Jahr 2022 wird durch die Bauweise in Heidelberg-Bahnstadt, wie erwähnt, die größte Passivhaus-Siedlung der Welt entstehen. Rund 2.450 Wohnungen sind bereits gebaut, circa 3.700 Wohnungen sollen insgesamt im neuen Stadtteil realisiert werden. Darüber hinaus ist die Schaffung von bis zu 6.000 Arbeitsplätzen vorgesehen.

Alles in allem also ein neuer, hochattraktiver Standort, der modernes, energiebewusste Wohnen mit Forschung und Wissenschaft, Gewerbe sowie Freizeit und Arbeiten verbindet. Wer sich über den neueste Entwicklungsstand in Heidelberg-Bahnstadt informieren möchte, findet hier die offizielle Webseite heidelberg-bahnstadt.de.

Grün- und Spielfläche im Stadtteil Heidelberg-Bahnstadt
Auf ausreichend Grün- und Spielfläche wurde in Heidelberg-Bahnstadt viel Wert gelegt. © Stadt Heidelberg/Diemer

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