Lebhafter Verkehr auf der Friedrichstraße in Berlin.
© funky-data / Getty Images / iStockphoto

Wohnen | News

Einwohner-Rekord: In Deutschland leben so viele Menschen wie noch nie

Joscha Thieringer

Level: Für Alle

Erstmals leben mehr als 83 Millionen Menschen in Deutschland. Das Statistische Bundesamt hat die neuesten Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung veröffentlicht. In welche Bundesländer es die Menschen zieht und welche schrumpfen, lest ihr hier.

Wir sind jetzt 83 Millionen! Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat Ende Juni 2019 einen neuen Einwohner-Rekord vermeldet. Die Bevölkerung Deutschlands sei im Jahr 2018 um 227.000 Personen gewachsen. Das entspräche einem Zuwachs von 0,3 Prozent, teilte Destatis mit. Zum Jahresende 2018 lebten damit 83,0 Millionen Menschen in Deutschland.

Vier kleine Überraschungspakete beim Advent-Gewinnspiel

Adventsgewinnspiel: Preise im Gesamtwert von 4.000 € zu gewinnen!

Hier mitmachen

Die Einwohnerzahl war in Deutschland noch nie höher – obwohl mehr Menschen sterben als geboren werden (das "Geburtendefizit" liegt bei 167.000 Personen). "Die steigende Bevölkerungszahl ist darauf zurückzuführen, dass nach vorläufigen Ergebnissen 386.000 Personen mehr zu- als abwanderten", erklärte das Statistische Bundesamt. Weil es Zuwanderer, aber auch viele jungen Menschen, vor allem in die deutschen Großstädte zieht, verschärft sich dort der Wohnraummangel.

Berlin boomt, Brandenburg profitiert

Die Einwohnerzahlen der einzelnen Bundesländer stiegen im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls – mit einigen wenigen Ausnahmen. Das größte Minus verbuchte Sachsen-Anhalt (- 0,7 Prozent) vor Thüringen und dem Saarland (jeweils - 0,4 Prozent) sowie Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern (je - 0,1 Prozent).

Den größten prozentualen Zuzug erlebte Berlin (+ 0,9 Prozent), das nun 3,64 Millionen Einwohner zählt. Die Attraktivität der Hauptstadt strahlt wohl auch auf Brandenburg ab, das als einziges der neuen Länder zulegen konnte (+ 0,3 Prozent).

In absoluten Zahlen wuchs Bayern am stärksten, im Freistaat leben nun 13,08 Millionen Menschen. Das einwohnerstärkste Bundesland bleibt natürlich weiter Nordrhein-Westfalen, das bald die 18-Millionen-Marke knacken dürfte.

Einwohnerzahlen nach Bundesland

  • Bundesland
  • Bevölkerung
  • Veränderung absolut
  • Veränderung in Prozent
  • Nordrhein-Westfalen
  • 17.932.700
  • + 20.500
  • + 0,1 %
  • Bayern
  • 13.076.700
  • + 79.500
  • + 0,6 %
  • Baden-Württemberg
  • 11.069.500
  • + 46.100
  • + 0,4 %
  • Niedersachsen
  • 7.982.400
  • + 19.700
  • + 0,2 %
  • Hessen
  • 6.265.800
  • + 22.500
  • + 0,4 %
  • Rheinland-Pfalz
  • 4.084.800
  • + 11.200
  • + 0,3 %
  • Sachsen
  • 4.077.900
  • - 3.400
  • - 0,1 %
  • Berlin
  • 3.644.800
  • + 31.300
  • + 0,9 %
  • Schleswig-Holstein
  • 2.896.700
  • + 6.900
  • + 0,2 %
  • Brandenburg
  • 2.511.900
  • + 7.900
  • + 0,3 %
  • Sachsen-Anhalt
  • 2.208.300
  • - 14.300
  • - 0,7 %
  • Thüringen
  • 2.143.100
  • - 8.100
  • - 0,4 %
  • Hamburg
  • 1.841.200
  • + 10.600
  • + 0,6 %
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • 1.609.700
  • - 1.400
  • - 0,1 %
  • Saarland
  • 990.500
  • - 3.700
  • - 0,4 %
  • Bremen
  • 683.000
  • + 2.000
  • + 0,3 %
  • Deutschland (gesamt)
  • 83.019.200
  • + 226.900
  • + 0,3 %

Quelle: Statistische Bundesamt, Sortierung nach Zahl der Einwohner (gerundet auf 100), Stand: 31.12.2018, Vergleich mit Zahl der Einwohner am 31.12.2017

Deutschland wird älter

Doch auch die neue Einwohner-Bestmarke kann nicht verhindern, dass die deutsche Bevölkerung altert. "Bis zum Jahr 2035 wird die erwerbsfähige Bevölkerung um rund vier bis sechs Millionen auf 45,8 bis 47,4 Millionen schrumpfen", teilte das Statistische Bundesamt ebenfalls mit. Die Zahl der Menschen im Alter über 67 Jahren werde "bis 2039 um weitere fünf bis sechs Millionen auf mindestens 21 Millionen wachsen".

Immobilien sind – auch als Altersvorsorge – derzeit gefragt wie nie. Eine Langzeit-Studie zeigt, wo die Preise am meisten steigen.

Lies noch mehr…

Wir verwenden Cookies, um die Website optimal zu gestalten. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie grundsätzlich der Verwendung von Cookies zu (Websitefunktionalitäten, anonymisiertes Nutzerverhalten, usw). Sofern Sie zustimmen, teilen wir zudem Informationen anonymisiert mit Werbepartnern. Siehe Datenschutzhinweise.

OK