Was sich grundsätzlich im Jahr 2026 – speziell beim Thema Wohnen und Bauen – verändert, liest du in unserem großen Überblick: 24 neue Gesetze und Regelungen: Das ändert sich 2026
Widerrufsbutton wird Pflicht
Ab 19. Juni 2026 müssen Online-Shops und digitale Anbieter einen sogenannten Widerrufsbutton bereitstellen. Damit soll der Widerruf eines Vertrags genauso einfach werden wie der Abschluss per Klick.
Die neue Regel betrifft Unternehmen, bei denen du Verträge online abschließen kannst – etwa bei Streamingdiensten, Mobilfunkverträgen oder Online-Abos. Nach dem bereits eingeführten Kündigungsbutton folgt nun also der nächste Schritt für mehr Verbraucherschutz im Netz.
Für dich bedeutet das: Wenn du einen Vertrag online abgeschlossen hast, sollst du ihn künftig schneller und unkomplizierter widerrufen können.
Neue Regeln für Gehaltstransparenz in Unternehmen
Bis spätestens 7. Juni 2026 muss Deutschland die neue EU-Entgelttransparenzrichtlinie umsetzen. Ziel ist es, gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit besser durchzusetzen und Gehaltsunterschiede transparenter zu machen.
Vor allem größere Unternehmen müssen sich auf neue Pflichten einstellen. Dazu gehören unter anderem:
- Gehaltsspannen in Stellenanzeigen
- mehr Auskunftsrechte für Beschäftigte
- neue Berichtspflichten zu Gehaltsunterschieden
- keine Fragen mehr nach früheren Gehältern im Bewerbungsgespräch
Die neuen Regeln gelten vor allem für Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden. Für Bewerberinnen und Bewerber könnte es dadurch einfacher werden, Gehälter besser einzuordnen und fairer zu verhandeln.
Neue Führerschein-Regeln in der EU
Die Europäische Union führt schrittweise neue Regeln für Führerscheine ein. Ziel ist mehr Einheitlichkeit und Sicherheit im Straßenverkehr.
Besonders wichtig: Fahrverbote sollen EU-weit anerkannt werden. Wer also künftig im EU-Ausland ein Fahrverbot erhält, darf unter Umständen auch im Heimatland nicht mehr fahren. Für normale Strafzettel bleibt dagegen weiterhin das jeweilige Land zuständig, in dem der Verstoß passiert ist. Ein europaweites Punktesystem ist derzeit nicht geplant.
Noch eine spannende Neuerung: Der digitale Führerschein kommt. Er soll EU-weit ab 2030 abrufbar sein.
Mehr Transparenz bei Honig – und neue Regeln für Marmelade
Zum Schluss zwei Änderungen aus der Lebensmittelabteilung: Ab 14. Juni 2026 gelten neue Kennzeichnungspflichten für Honig. Hersteller müssen künftig genauer angeben, aus welchen Ländern der Honig stammt – und zwar nach Gewichtsanteil in absteigender Reihenfolge. Die bisher oft genutzte Sammelbezeichnung “EU-/Nicht-EU-Honig” entfällt.
Außerdem wird die Bezeichnung “Marmelade” künftig lockerer gehandhabt: Der Begriff darf dann auch für andere Fruchtaufstriche verwendet werden – nicht mehr nur für Produkte aus Zitrusfrüchten. Damit verschwinden die bisherigen Unterschiede zwischen Marmelade und Konfitüre zumindest teilweise.
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