Hybrid-Gasheizung mit Wärmepumpe
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Gaspreise 2021: Droht Preisanstieg von über 10 Prozent?

Katharina Schneider

Katharina Schneider

Wer mit Gas heizt, muss sich im kommenden Jahr auf deutlich höhere Rechnungen einstellen. Gestiegene Netzentgelte sowie der neue CO2-Preis könnten laut einer Analyse für einen Anstieg der Gaspreise um elf Prozent sorgen. Doch eine Entwicklung macht Hoffnung.

Deutsche Verbraucher müssen im kommenden Jahr offenbar mit deutlich höheren Gaspreisen rechnen. Verantwortlich für den Preisanstieg macht das Vergleichsportal Verivox steigende Gasnetzgebühren sowie die 2021 in Kraft tretende CO2-Bepreisung. Hoffnung bestehe jedoch, dass günstige Großhandelspreise den Anstieg etwas dämpfen könnten.

Die Netzgebühren steigen 2021 im bundesweiten Durchschnitt um zwei Prozent. Allerdings gibt es erhebliche regionale Unterschiede. So steigen die Gasnetzentgelte in Berlin und Brandenburg um ganze acht Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen "nur" um drei Prozent. Im Saarland, Bremen und Hamburg werden die Gasnetzentgelte sogar um vier beziehungsweise in den Stadtstaaten um zwei Prozent günstiger.

Im Durchschnitt rechnet Verivox für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden durch die höheren Netzentgelte mit Mehrkosten von acht Euro pro Jahr.

Gaspreise könnten um elf Prozent steigen

Doch die steigenden Netzgebühren sind nicht alles, was zum Anstieg des Gaspreises ab 2021 beiträgt. Denn ab Januar werden auch pro Tonne Kohlenstoffdioxid 25 Euro fällig. Dadurch kämen laut den Berechnungen von Verivox noch einmal Mehrkosten von 108 Euro auf einen Musterhaushalt zu.

"Wir rechnen damit, dass die Gaspreise im kommenden Jahr wieder deutlich anziehen", sagt Thorsten Storck von Verivox. "Reichen die Versorger die gestiegenen Netzentgelte und den CO2-Preis in voller Höhe an ihre Kunden weiter, würde sich Gas im kommenden Jahr sogar um rund elf Prozent verteuern."

Hoffnung machen jedoch die niedrigen Beschaffungspreise von Gas. Denn die Großhandelspreise sind seit Jahresbeginn deutlich gesunken. So ist der Importpreis für Gas, den das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) erhebt, seit Januar um ein Drittel niedriger geworden. Dadurch hätten die Versorger den Spielraum, die Preiserhöhungen durch gestiegene Netzentgelte und CO2-Bepreisung etwas zu dämpfen, heißt es von Verivox.

Auch wenn der neue CO2-Preis Verbraucher stark belastet, soll an anderen Stellen eine Entlastung kommen. So hat die Bundesregierung zum Beispiel gerade erst beschlossen, die EEG-Umlage im kommenden Jahr zu deckeln. So soll ein starker Anstieg des Strompreises verhindert werden.

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