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Achern im Ortenaukreis: Dynamik eines Mittelzentrums

Redaktion

Level: Für Alle

Die Stadt Achern steht stellvertretend für eine städtebauliche Entwicklung in Mittelzentren: Wie begegnet man der Nachfrage nach neuem Wohnraum? Drei Beispiele von Bauprojekten stehen hier symptomatisch für die Herausforderung, die eine Stadt mit steigender Einwohnerzahl zu meistern hat.

Einkaufsstadt. Bildungsstadt. Kulturstadt. So wirbt die Stadt Achern auf ihrer Webseite für die Vielfalt des Ortes.

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Die 25.000-Einwohner-Gemeinde ist die viertgrößte Stadt im Ortenaukreis und bildet ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden, was sich auch an der Bevölkerungsentwicklung zeigt. Insofern steht Achern stellvertretend für viele Städte ähnlicher Größe, die ebenfalls einen Zuwachs an Einwohnern zu verzeichnen haben. Und die für diese neuen Einwohner auch Wohnraum bereitstellen müssen.

Drei Neubau-Projekte aus Achern stellen wird an dieser Stelle kurz vor:

Neues Wohnen an der Acher

Luftaufnahme des geplanten Neubaugebietes "Neues Wohnen an der Acher"
Luftaufnahme des geplanten Neubaugebietes "Neues Wohnen an der Acher" (Glashütten-Areal). © Haug Architekten

Eine Herausforderung, der die Stadt Achern gleich mit mehreren Projekten begegnet. Und die zeigen, wie vielfältig und komplex die Erschließung von neuem Wohngebiet sein kann.

Da wäre zum einen das Projekt Neues Wohnen an der Acher: "Achern bekommt ein neues Stadtviertel" titelte Anfang 2019 die Badische Zeitung und bezog sich damit auf ein rund elf Hektar großes Areal einer ehemaligen Glashütte. Auf der Industriebrache ist die Errichtung von rund 400 Wohneinheiten geplant. Nachdem im Mai 2019 der Bebauungsplan in Kraft trat, ist die Errichtung der ersten Wohngebäude im Frühjahr 2020 geplant.

Bis dahin gilt es für die Stadt, im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens noch einige Fragen zu klären. Da wäre zum einen die Verkehrsplanung. Die geplante Ansiedlung von bis zu 1.000 neuen Einwohnern hat natürlich Auswirkungen auf die Verkehrswege, die wie andernorts auch – ohnehin schon stark belastet sind.

Bushaltestellen und Bahnübergänge, aber auch die Gestaltung des öffentlichen Raums und ein neuer Kindergarten sind nur einige der zahlreichen Teilaspekte eines Projekte, dass die Wohnungsnot in Achern lindern soll.

SÜWAG-Areal

Luftaufnahme des geplanten Neubaugebietes "Suewag-Areal" in Achern
Auf dem ehemaligen Gelände des Energieversorgers Süwag ist der Bau von rund 150 Wohnungen geplant. © Haug Architekten

Eine Nummer kleiner, aber deshalb nicht weniger komplex, ist die Bebauung des ehemaligen Süwag-Areals. Auf dem einstigen Firmensitz des Energieunternehmens, das Ende 2015 an eine einheimische Bauträgergesellschaft verkauft wurde, sind zehn Häuser mit 150 Wohnungen geplant. Nach Vorgabe der Stadt werden hier auch 22 Wohnungen in verschiedenen Größen zu vergünstigten Preisen angeboten.

Die besondere Herausforderung in diesem Neubau-Gebiet ist der Hochwasserschutz. Die nahe gelegene Acher erfordert diesbezüglich besondere Maßnahmen. Und auch hier gibt es für die Vertreter der Stadt noch viele weitere Diskussionspunkte wie zum Beispiel die Höhe der Baukörper oder auch eine zusätzliche Ausweitung des vergünstigten Wohnraums.

Lott-Areal

Luftaufnahme von Oberachern im Ortenaukreis
Auch in Oberachern sind neue Projekte zur Schaffung von Wohnraum geplant. © Shutterstock

In einem recht frühen Stadium befindet sich dagegen noch die Entwicklung des Lott-Areals. Zwar beschloss der Gemeinderat schon Anfang 2012, einen Bebauungsplan für die 1,7 Hektar große Industriebrache im Stadtteil Oberachern aufzustellen. Das ist manchmal jedoch leichter gesagt als getan. Im Falle des Lott-Areals geht es in einem wichtigen Detail um einen wasserrechtlichen Genehmigungsplanung. Der ist für die Offenlegung des Mühlbachs nötig, der hier (noch) teils unterirdisch fließt.

Ein technisch sehr aufwändiges Verfahren, das jetzt jedoch gelöst scheint. In einer Ortsratssitzung im September 2019 wurde der künftige Querschnitt des Mühlbachs auf dem Gelände mit einem durchgehenden Fußweg, einen Geländer und einer Böschung zum Fußweg hin gezeigt. Bis zur ersten Grundsteinlegung wird aber noch einige Zeit ins Land gehen. Die nötigen Beschlussfassungen und die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanes für das Lott-Areal sind aber noch in diesem Jahr vorgesehen.

Weitere Bauprojekte in Achern

Drei Projekte die zeigen, wie groß die Herausforderung "Wohnraum" auch für kleinere Gemeinden ist und welche städtebaulichen Konsequenzen der Anstieg der Einwohnerzahl hat. Dabei sind diese drei Bauprojekte in Achern längst nicht die einzigen. Allein die Baugebiete „Südlich der Meisenstraße“ (im Stadtteil Gamshurst), „Bühli“ (Mösbach) und „Langmatt-Rötz II“ (Wagshurst) werden derzeit als offizielle Baugebiete auf der Webseite von Achern ausgewiesen. In Sachen Stadtentwicklung hat Achern also noch einiges vor.

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