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Modernisieren | Homestory

Haussanierungs-Blog: Vom Zwergen-WC zum großen Gästebad

Lina Stefanie

Teil 11 des Sanierungs-Blogs der Familie Albrecht. Diesmal erzählt Lina Stefanie vom Um- und Ausbau des Gästebades, bei dem vor allem die Details viel, viel Zeit in Anspruch nahmen.

Hallo ihr Lieben,

nach langer Wartezeit sind wir sehr stolz, euch endlich unser neues Gästebad vorzustellen zu können.

Ihr erinnert euch sicher gut an unseren Blogbeitrag über das Zumauern und Versetzung des alten Hauseingangs sowie den Abriss unseres viel zu klein geratenen Gäste-WCs. Dadurch haben wir nicht nur gut vier Quadratmeter an zusätzlicher Wohnfläche gewonnen. Auch die kalte, offene Hausecke gehört endlich der Vergangenheit an.

Planungsstart für das Gästebad

Nun ging es an die Planung des neuen Gästebades. Hochwertige Produkte zur Einrichtung waren uns hier ebenso wichtig wie eine leichte Reinigung und modernes, stimmungsvolles Ambiente. Eine Regenwalddusche, Fußbodenheizung (sogar in der ebenerdigen großen Dusche!) und ein Wasserauslauf in die Waschschale standen ganz oben auf meiner Liste.

Sascha legte Wert auf die Verwendung von Markenprodukten, die perfekt aufeinander abgestimmt waren. Auch das, was nun unsichtbar unter Putz sitzt, sollte sicher und fachmännisch installiert werden.

Sanitärinstallation, Fliesen und eine Decke

Nach dem Zumauern des alten Hauseingangs und Einbau des neuen Badezimmerfensters vergangenes Jahr zog Sascha eine Wand in Trockenbauweise hoch. Damit gab er unserem neuen Gästebad auch gleich seine neue Form.

Die gesamte Sanitärinstallation nahm er sich ebenfalls vor und sorgte mit seinem Bruder für neue Wasseranschlüsse in Decke, Dusche, WC und Waschbeckenbereich. Hier verwendete Sascha wie gewohnt Kupferrohre und presste diese an allen Ecken und Enden zusammen.

Saschas Cousin Stephan verlegte anschließend als Fliesenleger die letzten Bodenfliesen im Erdgeschoss, die wir auch im Duschbereich an den Wänden hochzogen. Der Trockenbauer Dennis Rox schloss in Trockenbauweise fachmännisch die Decke, die Spots wurden gesetzt und die Badezimmertür ausgesucht. Hier entschieden wir uns für klassisches Weiß.

Zwei Männer stellen eine Duschabtrennung aus Glas auf.
Gaaaaaaanz vorsichtig... Sascha und Cousin Stephan beim Aufstellen der Duschabtrennung aus Glas. © Lina Stefanie

Duschabtrennung ohne Gummilippe

Die Wahl von Dusche, WC, Waschschale und Armaturen fiel uns leicht: Modern und praktisch zugleich sollte alles sein. Wir entschieden uns für hansgrohe und Grohe bei den Armaturen samt Regenduschpaneel. Als Waschschale gefiel uns die runde Strada II von Ideal Standard am besten. Die Drückerplatte aus Glas und Edelstahl stammt von Tece, das spülrandlose WC von Duravit.

Gesagt, bestellt.

Nur eine 2,20 Meter hohe Scheibe aus Sicherheitsglas sollte unsere Dusche abtrennen. Wir wollten unter keinen Umständen eine Dusche mit Plastikführung und Gummilippen haben. Die ist bekanntlich undankbar in der Reinigung und sieht trotz Pflege nach wenigen Jahren unansehnlich aus. Stephan und Sascha stellten die Glasscheibe zusammen auf. Sofort hatten wir eine Vorstellung davon, wie schön groß unsere neue Dusche war.

Pure Leichtigkeit plus moderne Optik im Gästebad

Das WC unbedingt spülrandlos, der Waschbeckenbereich mit Stauraum und aus dem natürlichen Baustoff Holz – das hatten wir uns ausgedacht. Bei der Waschtischplatte suchte ich lange im Internet nach einer handgefertigten Eichenholzplatte. Bei Wohnholz Design im Portal Etsy wurde ich fündig. Die Maße des Waschtischunterschrankes habe ich an Lukas Kibilka, den Inhaber von Wohnholz, übermittelt, die Holzart und Veredelung mit ihm ausgesucht, schon war unser Einzelstück in Arbeit und die Vorfreude groß.

Wir suchten uns gemeinsam bei toller Beratung von Lukas das relativ robuste und natürlich schöne Eichenholz aus und wollten die Platte zum Schluss nur geölt haben und nicht mit Holzlack gestrichen, auch wenn uns klar war, dass wir die Platte immer gut pflegen müssen. So ist unser Waschplatz mit der aufgesetzten Waschschale zum Einzelstück und einem weiterem Hingucker im neuen Gästebad geworden.

Dann war ich an der Reihe und strich die allseits bekannten, grünen Rigipsplatten für Feuchträume weiß. Hier verwendete ich vom Hersteller Brillux die Superlux Elf 3000 – eine Dispersionsfarbe. Die neue Version der früher allseits bekannten Latexfarbe verspricht ausgezeichnet gute Deckkraft in stumpfmatter Optik bei schwierigen Lichtverhältnissen – für uns ein wichtiger Punkt, da wir an der Decke LED Spots installiert hatten, die gern zu Streiflicht neigen.

Wochenlange Lieferverzögerung durch Corona

Dann begann leider die unendliche Geschichte… Als wir im März die Waschschale bestellten, kam Corona. Nach zwei verstrichenen Lieferterminen waren wir mittlerweile im Juli angekommen – und doch ziemlich enttäuscht. Sollte sich unsere Geduld am Ende auszahlen und wir mit einem tollen Waschplatz belohnt werden?

Mittlerweile war es Anfang August – seit März waren verdammt viele Wochen verstrichen. Wir suchten schon im Internet nach einer Alternative, als plötzlich der heiß ersehnte Anruf vom Händler kam, dass unsere Waschschale tatsächlich da war. Zum Hintergrund: Ideal Standard lässt in Italien herstellen – mitten in der Corona-Pandemie war das für uns wie ein Lottogewinn, dass das geklappt hatte.

Die Montage des Waschtischunterschrankes, des Wasserauslaufs mit Einhebelmischer und ein durchdachtes Befestigen der Waschtischplatte waren schnell gemacht, nun konnten wir endlich die wunderschöne Waschschale aufstellen. Die haben wir mit Silikon abgedichtet und hinter dem Waschtischunterschrank einen Raumspar-Siphon verbaut. Dann musste ich nur noch Accessoires aussuchen, die zur von mir liebevoll geplanten und durchdachten Badgestaltung passen.

Ein Gästebad, nicht nur für Gäste

Blick in ein saniertes Badezimmer.
Was lange währt... Das fertige Gästebad ist nicht nur schick, sondern bietet auch eine Menge Platz. © Lina Stefanie

Die Wahl fiel auf eine Wandablage von Keuco Collection für Shampoo und Duschgel, auf Badaccessoires in edlem Schwarzgrau plus Mülleimer, WC-Rollenhalter und Utensilien für den Waschplatz. Alles sollte perfekt zueinander passen.

Mein absoluter Traum war aber die erwähnte Regenwalddusche, die wir bei einem unserer Hotelaufenthalte entdeckt hatten. Dabei war uns wichtig, dass wir auch manuell auf die Handduschbrause umstellen können, damit wir auch mal schnell abends die Kinder abduschen können.

Die Dusche selbst hat eine Breite von einem Meter und ist auf der gesamten Wand gut begehbar, ebenerdig angelegt. Da haben wir auch für die Zukunft mitgedacht. Wir könnten im Alter selbst mit einem Rollstuhl bis unters Wasser fahren – und haben immer warme Füße.

Letzter Akt: Der Badezimmerspiegel

Saniertes Bad: Waschtisch mit Holz-Unterschrank, LED-Spiegel an der Wand.
Zwei Wünsche, perfekt vereint: Während Sascha vor allem der LED-Spiegel wichtig war, hat Lina Stefanie vor allem Wert auf die Waschtischplatte aus Holz gelegt. © Lina Stefanie

Zu guter Letzt haben wir den Badezimmerspiegel aufgehängt. Hier hat sich Sascha vom Hersteller Philips den Hue Adore LED Spiegel ausgesucht. Der ist per App und Amazon Alexa steuerbar. Die Lichtfarbe ist wählbar und lässt sich für stimmungsvolles Licht auch dimmen. Mir war nur wichtig, dass er rund ist und so auch gut mit der runden Waschschale harmoniert.

Musste man früher in unserem kleinen Gäste-WC doch erst die Tür schließen, um zur Toilette zu gelangen, kann man heute im neuen Gästebad tanzen. Wir haben uns unsere eigene Wohlfühloase erschaffen und sind unglaublich stolz darauf!

Wo früher das alten Gäste-WC war, ist nun unsere Garderobe eingezogen. Darüber berichten wir euch zu einem späteren Zeitpunkt mehr. Zunächst erzählen wir euch in den folgenden Kapiteln alles Wissenswerte zur Gestaltung der Außenfassade und warum das über ein Jahr gedauert hat – ihr könnt also gespannt sein.

Herzliche Grüße,

eure Lina Stefanie

Die weiteren Beiträge aus dem Sanierungs-Blog

  • Was vorher geschah, lest ihr in Teil 10:

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