Windenergie-Anlage im Grünen vor Wolkenhimmel
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Anteil der erneuerbaren Energien steigt 2020 auf 46 Prozent

Katharina Schneider

Katharina Schneider

Noch nie wurde in Deutschland so viel Strom aus regenerativen Quellen verbraucht wie in diesem Jahr. 46 Prozent betrug der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch 2020, heißt es vom Umweltbundesamt. Das macht zwei Ursachen für den Anstieg verantwortlich.

Noch nie war der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch in Deutschland so groß wie in diesem Jahr. Rund 46 Prozent machten Wind, Sonne und Co. 2020 am verbrauchten Strom aus – und damit rund vier Prozentpunkte mehr als noch im Jahr zuvor. Das geht aus einer vorläufigen Auswertung des Umweltbundesamtes (UBA) hervor. Diese Entwicklung führen die Experten nicht nur auf ein Plus bei der Stromerzeugung aus regenerativen Quellen, sondern auch auf den aufgrund der Corona-Pandemie gesunkene Stromverbrauch zurück.

Auf der Terrasse eines modernen Holzhauses stehen zwei bunte Stühle und die Sonne scheint durch Baumkronen.

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Außerdem sei der sehr stürmische Februar zu etwa zwei Dritteln für den Anstieg der Stromerzeugung aus regenerativen Quellen verantwortlich. Daher lag der Anteil der erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung im ersten Halbjahr bei rund 50 Prozent. Im zweiten Halbjahr wird er, so schätzt das UBA, bei rund 42 Prozent liegen.

255 Milliarden Kilowattstunden aus erneuerbaren Energien

Insgesamt geht das Umweltbundesamt für 2020 davon aus, dass regenerative Quellen rund 255 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt haben. Das sind etwa fünf Prozent mehr als noch im Vorjahr mit 242 Milliarden Kilowattstunden. Das Wachstum bei der Erzeugung kommt in erster Linie durch Photovoltaik- und Windkraft-Anlagen. 2020 wurde in Deutschland rund zehn Prozent mehr Strom durch Sonne erzeugt.

Grafik Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien in Deutschland 2020

Insgesamt produzierten Photovoltaik-Anlagen rund 51 Milliarden Kilowattstunden Strom. Das deutliche Plus beim Sonnenstrom liegt laut Umweltbundesamt auch an den neuen Anlagen, die in diesem Jahr gebaut wurden. Die zugebaute Leistung betrage schätzungsweise 4.400 Megawatt. Außerdem habe es in diesem Jahr etwas mehr Solarstrahlung gegeben.

Windenergie legt zu, Wasserkraft geht zurück

Die Windenergie konnte bei der Stromerzeugung um rund sieben Prozent auf etwa 135 Milliarden Kilowattstunden zulegen. Davon entfallen etwa 107 Milliarden Kilowattstunden auf Windkraft-Anlagen an Land und 28 Milliarden Kilowattstunden auf Anlagen auf See. Damit machen Windkraft-Anlagen an Land den mit Abstand größten Anteil erneuerbarer Energien bei der Stromerzeugung aus.

Der Trend geht bei den Windkraft-Anlagen an Land aber in eine andere Richtung als bei den PV-Anlagen. In diesem Jahr erwartet das UBA lediglich einen Zugewinn an neu installierter Leistung von maximal 1.200 Megawatt. Das sei der viertniedrigste Wert seit dem Jahr 2000.

Die Stromerzeugung aus Biomasse bleibt im Vergleich zum Vorjahr mit 44 Milliarden Kilowattstunden in etwa gleich. Die aus Wasserkraft ist hingegen um rund fünf Prozent auf 19 Milliarden Kilowattstunden leicht zurückgegangen.

Der Anteil von eErneuerbaren Energien in Deutschland steigt seit dem Jahr 2000 konstant. Vor 20 Jahren betrug er gerade einmal 6,3 Prozent. Ziel der Bundesregierung ist es, im Jahr 2030 einen Anteil von erneuerbaren Energien von 65 Prozent zu haben.

Wie der Strompreis durch erneuerbare Energien sogar sinkt, könnt ihr hier lesen:

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