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Bauen | News

Wohnungswirtschaft gründet Initiative für mehr Nachhaltigkeit

Katharina Schneider

Mehrere Unternehmen der Wohnungswirtschaft haben eine Initiative gegründet, die sich für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz einsetzen will. Dabei steht eine Forderung im Fokus.

Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind Themen, denen sich auch die Baubranche vermehrt stellen muss. Das will nun die neu gegründete "Initiative Wohnen.2050" (IW2050) tun. Das bundesweite Bündnis aus 24 Unternehmen der Wohnungswirtschaft hat sich den Klimaschutz auf die Fahne geschrieben. Das Motto: "Wir wollen nicht mehr nur über den Klimawandel reden. Wir wollen handeln."

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Ziel sei ein klimapolitischer Zusammenschluss, der strategisch kooperiert und einen fachlichen Austausch ermöglicht. Außerdem sollen wirtschaftliche und finanzielle Belange zum Erreichen der Klima-Vorgaben im Blickfeld stehen.

Initiative für Nachhaltigkeit vertritt mehr als eine Million Wohnungen

Unter den Mitgliedern der Initiative sind sechs der zehn größten Unternehmen des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW). Insgesamt vertritt das Bündnis eigenen Angaben zufolge mehr als eine Million Wohneinheiten in Deutschland.

Die Initiative hat sich vier Hauptziele gesetzt:

  1. Die einzelnen Unternehmen streben eine einheitliche Positionierung an, um finanzielle Mittel für die Wohnungswirtschaft von Bund und Ländern für das Erreichen der Klimaschutzziele zu erwirken.
  2. Die Unternehmen wollen ihr Fachwissen zu Klimastrategien und schonenderem Ressourcenverbrauch austauschen.
  3. Die Initiative will die "Vorreiterrolle und das Klimaschutzengagement der Branche" – natürlich besonders der Mitglieder des Bündnisses – öffentlich bekannt machen.
  4. Die Mitglieder wollen außerdem ihre Mitarbeiter motivieren und befähigen, zum Erreichen der Klimaschutzziele beizutragen.

Wir können es uns nicht leisten, Klimaschutz nicht umzusetzen.

Initiative Wohnen.2050

"Für die Wohnungswirtschaft ist Klimaschutz eines der vordringlichsten Themen – und alle Beteiligten leisten seit langem einen kontinuierlichen Beitrag", sagte GdW-Präsident Axel Gedaschko auf der Gründungsveranstaltung in Berlin Ende Januar. Es gelte allerdings, den Einsatz noch einmal "deutlich zu erhöhen" um das Zwei-Grad-Ziel und einen klimaneutralen Gebäudebestand bis 2050 zu erreichen.

Dass dieses vermehrte Engagement dringend nötig ist, zeigen zahlreiche Studien. Demnach ist der Bau- und Wohnungssektor für 20 bis 40 Prozent der Treibhausemissionen verantwortlich. Allein die Herstellung von Zement verursacht rund acht Prozent der weltweiten CO2-Emissionen.

Die Baubranche hat gesehen, dass sie in der Pflicht ist zu handeln. "Wir können es uns nicht leisten, Klimaschutz nicht umzusetzen", heißt es auf der Webseite von IW2050. Probleme sieht das Bündnis allerdings bei der Finanzierung. Das Bündnis verspricht sich offenbar, diese Probleme durch gemeinsame Lobby-Arbeit aus dem Weg zu räumen.

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