Ansicht des Wohnturms "Norra Tornen" in Stockholm.
© Anders Bobert

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Von Experten gewählt: Das beste Hochhaus der Welt

Dirc Kalweit

Dirc Kalweit

Nicht in London, Singapur oder New York steht das beste Hochhaus der Welt. Eine Expertenjury hat jetzt zwei Wohntürmen in Schweden den Internationalen Hochhauspreis verliehen.

Die Doppeltürme "Norra Tornen" (zu deutsch: nördliche Türme) im schwedischen Stockholm haben den Internationalen Hochhaus Preis (IHP) 2020 gewonnen. Das gaben jetzt die gemeinsamen Ausrichter, die Stadt Frankfurt am Main, das Deutsche Architekturmuseum (DAM) und die DekaBank, bekannt. Entworfen wurde das Gebäude vom Office for Metropolitan Architecture (OMA) aus Rotterdam.

Auf der Terrasse eines modernen Holzhauses stehen zwei bunte Stühle und die Sonne scheint durch Baumkronen.

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Schwedischer Entwurf setzt sich durch

Im Wettbewerb um das weltweit innovativste Hochhaus setzten sich die schwedischen Türme gegen vier weitere Finalisten durch. Zuvor wurden bereits aus über 1.000 Hochhäusern, die innerhalb der vergangenen zwei Jahre weltweit fertiggestellt wurden, 31 Teilnehmer für die Endrunde nominiert.

Der mit 50.000 Euro dotierte Hochhauspreis richtet sich an Architekten und Bauherrn, deren Gebäude mindestens 100 Meter hoch sind. Er wird seit 2004 alle zwei Jahre vergeben.

Bei ihrer Entscheidung bewertet die Jury unter anderem, wie ein Hochhaus zum Stadtgefüge und dem urbanen Leben beiträgt. "Skulpturale Qualitäten", das statische Konzept, die Nutzungsmischung sowie die Balance zwischen Wirtschaft und Kultur sind weitere Aspekte, die in die Bewertung des Preisträgers einfließen.

Ästhetisch und wirtschaftlich dank Betonfertigteilen

Die jetzt ausgezeichneten Norra Tornen überzeugten die international besetzte Fachjury vor allem als "zeitgemäße und zukunftsfähige Vision für die Stadt". Dabei stand vor allem die Kombination aus qualitativ hochwertigen Betonfertigteilelementen und ihre geschickte Fügung zu individuellen Loggien im Vordergrund.

Auch bautechnisch haben die Wohntürme Interessantes zu bieten. Durch die vorgefertigten Fassadenelemente konnte auf der Baustelle auch bei Temperaturen unter fünf Grad Celsius weitergearbeitet werden. Außerdem sparte die Vorfertigung erheblich Zeit und Kosten. So wurde pro Woche ein Stockwerk fertiggestellt. Das machte die mit den zahlreichen Rück- und Vorsprüngen versehene Fassade wirtschaftlich überhaupt erst möglich.

Deutsches Architekturmuseum zeigt alle nominierten Projekte

Vom 31. Oktober 2020 bis 21. Februar 2021 zeigt das Deutsche Architekturmuseum (DAM) die Ausstellung "Best Highrises 2020/21 – Internationaler Hochhaus Preis 2020". Dabei präsentiert das DAM in Frankfurt am Main neben dem Preisträger und den Finalisten alle 31 nominierten Projekte.

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