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Trends: Die neuen Sofas

Wohlfühlen heißt das Motto auf der Couch. Dabei steht bequem keinesfalls für bieder. Sofas kommen heute in feinstem Design daher, die einen lässig, die anderen elegant.

Foto: Bolia

Dank des modularen Aufbaus lassen sich aus den Sessel- und Liegeelementen von Ikeas Vallentuna-Serie Sitzlandschaften für nahezu jede Wohnsituation komponieren Foto: Ikea

Kompakt in den Proportionen stehen sie zumeist auf grazilen Beinen. Ihre Formen sind fließend, ihre Linien weich. Sanfte Rundungen implizieren Harmonie und Behaglichkeit. Die neuen Sofas zeigen sich von ihrer eleganten Seite. Und sie machen nicht nur optisch etwas her, die leichten Lounger können ganz unkompliziert dort mit hingenommen werden, wo man es sich just bequem machen möchte.

Der sanfte Schwung verleiht Cloud aus dem Hause Bolia etwas Sinnliches Foto: Bolia

Comeback der Sitzlandschaft

Zum anderen nehmen Polstermöbel immer größere Dimensionen an. Sitzlandschaften feiern ein Comeback. Schließlich relaxt hier nicht nur die ganze Familie, werden auch die Freunde ins Heimkino geladen. Hier setzen die Hersteller auf die Modulbauweise. Nach dem Baukastenprinzip kann man mit verschiedenen Elementen seine persönliche Wohnlandschaft kreieren – nach Belieben wandelbar vom simplen Ecksofa bis zur Liegewiese.

Das Münchner Label Kare Design fertigt seine opulenten Sofas in Kooperation mit der italienischen Polsterschmiede Studio Divani Foto: Kare

Ein schöner Rücken…

Sowohl opulente Kombinationen, als auch zierliche Solisten rücken verstärkt von der Wand ab. Und frei stehend im Raum machen Sofas von hinten wie von vorn eine gute Figur. Gern schmiegen sich schlanke Sideboards oder Ablagen von hinten ans Polster und machen dem Coffeetable den Rang streitig. Unverzichtbar für den nötigen Wohlfühlfaktor auf jeder Couch: Kissen – riesig, kuschelig und vor allem in großer Zahl.

“Pilotis“ von Cor lässt sich dank der spielerischen Verbindung von Polstern mit Tischen und Regalen höchst vielseitig nutzen Foto: Cor

Modische Robe für die Couch

In Sachen Farbigkeit scheint ein neues, gar mutiges Zeitalter anzubrechen. Die Mode zieht das Sofa an: Farben wie Tiefdunkelblau, Senfgelb oder Beerenrot – entdeckt zunächst bei den Kleiderstoffen – dominieren. Neben den starken Farben behaupten sich auch ihre zarten Nuancen, Aquarelltöne wie aus den fünfziger und sechziger Jahren: Lindgrün, Elfenbein und Rosé. Nicht nur die sanften Pastelle werden wiederbelebt: Eine wahre Retrowelle schwappt durch die Interieurszene.

Retro im Trend

Selten gab es so viele Re-Editionen auf dem Markt. Besonders das Mid-Century-Design (1940 bis 1960) erfährt just eine Wiederbelebung. Klassiker wie Cocktailsessel oder Polster im Holzgestell kommen neu interpretiert auf den Markt. Eben Möbel, die viele Jahre aktuell und in Gebrauch bleiben, die ein wenig das Bedürfnis nach Sicherheit stillen in unsicheren Zeiten.

Expertentipp: Sofas stehen traditionell an der Wand – allerdings müssen sie das keineswegs. Die Zeiten, in denen am Rückenbezug gespart wurde, sind ja glücklicherweise vorbei. So gibt zum Beispiel eine zentral platzierte Sofagruppe mit Couchtisch dem Raum ein einladendes Zentrum. Auch Ecksofas müssen nicht zwangsläufig ein Nischendasein führen, sie können durchaus auch Raumteiler-Funktion übernehmen und den Raum so neu strukturieren. Auch ein kleines Wohnzimmer ist kein Grund, auf ein großes Sofa zu verzichten! Hier lässt sich beispielsweise ein Ecksofa als richtige Kuschelecke inszenieren. Wer Angst hat, dass der Raum optisch zu überladen wirkt, entscheidet sich für ein Modell mit hohen Füßen und einer schlanken Silhouette.

Eloise KordarisEinrichtungs-Expertin bei home24

Mit seiner schlanken Erscheinung macht die Couch Kant von House Doctor auch in kleineren Räumen eine gute Figur Foto: House Doctor

Kommod relaxen

Mit dem Komfort geht die Ergonomie einher. Gesund Lümmeln ist gefragt. Gestalter und Hersteller haben das erkannt und setzen verstärkt auf Polstermobiliar mit Wellness-Effekt. Verstellbare Arm- und Rückenlehnen sowie ausziehbare Sitzflächen zählen schon zum Standard. Scharniere und Gelenke sind heute von so guter Qualität und leichtgängig, dass sich das Möbel ohne großen Kraftaufwand verändern lässt. Häufig werden sie sogar noch von Gasfedern (wie beim Bürodrehstuhl) unterstützt.

Qualität ist das Rezept

Wer komfortabel entspannen möchte, sollte beim Kauf des neuen Sofas vor allem auf eines achten – auf Qualität. Man muss dafür zwar tiefer in die Tasche greifen, hat aber länger Freude daran. Ein Polstermöbel hält in Deutschland im Durchschnitt acht bis zehn Jahre, statistisch gesehen. Den Urlaub einmal abgezogen, sitzt man darauf 330 Tage im Jahr. Da sollte man sich doch etwas Gutes gönnen.

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