Gut schlafen: Tipps für Bett, Matratzen und die richtige Umgebung
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Gut schlafen: Tipps für Bett, Matratzen und die richtige Umgebung

Tipps und Tricks für einen erholsamen Schlaf: Vor- und Nachteile von Boxspring-Betten, die richtige Matratzenwahl und warum Pflanzen im Schlafzimmer tabu sind

Foto: Hülsta

Gut ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Schlaf – eine wichtige Erholungsphase für Körper und Geist. Wohl dem, der wie ein Baby schlummert. Nie war es einfacher, gut zu schlafen. Für jeden Typ – vom Leichtgewicht über den Schnarcher bis hin zum Bandscheibengeschädigten – gibt es heute die passenden Bettaufbauten und Matratzen. 

Matratze und Lattenrost aufeinander abstimmen

Moderne Unterfederungen (Latten­roste) sind so flexibel, dass sie jeder ­Bewegung im Schlaf folgen. Die richtige Matratze stützt immer den ganzen Körper, insbesondere das Kreuz und die Taille, gleich ob in ­Seiten-, Rücken- oder Bauchlage. Matratzen bieten verschiedene Zonen mit unterschiedlichen Härtegraden, wählbar ganz nach persönlichem Komfort. Also: Unbedingt Probe liegen. Für besten Tiefschlaf müssen Matratze und Unterfederung aufeinander abgestimmt sein. 

Massivholzbetten: Empfindliche Schläfer achten ... Foto: Hüsler Nest

... auf einen metallfreien Rahmen Foto: Team 7

Gut belüftet gegen den Schweiß

Ohnehin empfiehlt sich eine Beratung im Bettenfachhandel. Die Profis erkennen mit einem Blick, ob die Wirbelsäule optimal liegt und der Körper an den richtigen Stellen gestützt und entlastet wird. Spezielle Taschenfederkernmatratzen lassen den Schlafenden bequem einsinken, stützen ihn aber zugleich. Ihr großes Plus ist die Belüftung: Jede Bewegung lässt Luft durch die Kammern pumpen, im Grunde wie bei einem Blasebalg. So verduns­tet das Wasser, das jeder Mensch im Schlaf ausschwitzt – immerhin bis zu einem halben Liter die Nacht. 

Boxspringbetten: Pro und contra

Die Taschenfeder­kernmatratze ist Kern des Boxsprings Foto: Superba

Boxspringbetten: Pro und contra

Schlummern wie die Prinzessin auf der Erbse – nur ohne die grüne Hülsenfrucht, das verheißen Boxspringbetten 

Boxspring – das bedeutet frei übersetzt Holzkiste mit Sprungfedern, eben gemäß dem Aufbau: Auf einer Unterkonstruktion liegt eine Federkern­matratze und darauf noch eine oder gar mehrere Schaumstofflagen. Der so genannte Topper macht’s noch kuscheliger.

Pro Contra
• Die komfortable Höhe erleichtert Hinlegen und Aufstehen • Bei Verschleiß können Einzelteile selten ausgetauscht werden
• Gute Wärmeisolation, wenn die oberste Matratzenschicht entsprechend gewählt wird • Die Matratzen federn bei Bewegung stärker nach als bei Betten mit Lattenrost
• Stabil, weil aus einem Stück gefertigt • Mit der Zeit können sich Liegekuhlen bilden

Kaltschaum- oder Latexmatratze?

Wer jedoch empfindlich auf Druck reagiert, greift besser auf Unterlagen mit möglichst hoher Punktelastizität zurück – Latex- oder Kaltschaum­matratzen. Letztere sind hierzulande die Favoriten. Aufgebaut in mehreren Schichten, bestehen sie aus bis zu sieben Liegezonen, die die verschiedenen Gewichtsanteile der einzelnen Körperregionen berücksichtigen.

Während Kaltschaum sehr leicht ist, bringt Latex ob seiner Materialdichte ordentlich Gewicht aufs Bett. Die anpassungsfähigen Matratzen aus dem natürlichen Gummi des Kaut­schukbaums entlasten die Wirbelsäule gleichmäßig, haben aber ihren Preis. Entspanntes Schlafen verspricht auch das Wasserbett durch seine hohe Druckentlastung. Es lässt sich ganz nach eigenem Liegebedürfnis, Temperaturvorliebe und Gewicht anpassen. 

Analog zum anatomisch geformten Fußbett entwickelte die Schuhfirma Birkenstock jetzt auch Bettsysteme Foto: Birkenstock

Gesunder Schlaf mit dem richtigen Oberbett

Nicht minder bedeutend für einen gesunden Schlaf: die richtigen Decken und Kissen. Das Oberbett sollte atmungsaktiv, das Kopfkissen keineswegs zu dick sein. Spezielle Nackenkissen bieten oberhalb der Schulter zwischen Kopf und Matratze Halt und wirken gegen Verspannungen. Füllungen aus Daunen, Synthetik und Naturhaar gibt es in jeder Wärmekate­gorie – vom Sommer- bis zum Winterbett. Das richtige Material muss jeder für sich selbst finden: Naturhaar­decken gleichen Temperaturschwankungen am besten aus, wiegen aber am schwersten. Die leichten Kunstfasern lassen sich bei 60 Grad in der Maschine waschen (wichtig für Aller­giker), fühlen sich aber nicht so kuschelig an wie Daunendecken.

Ruhiges Ambiente schaffen: Baumwolltücher in kühlen Farben wirken entspannend Foto: Riviera Maison

Taschenfederkernmatratze von Ikea, hergestellt aus Naturlatex, Kokos, Baumwolle und Wolle Foto: Ikea

Pflanzen aus dem Schlafzimmer verbannen

Mit einigen wenigen Handgriffen lässt sich das Schlafzimmer optimieren. Wandanstrich und Textilien besser in kühlen Farben wie Blau- und Grüntönen wählen. Diese entspannen. Elektrische Geräte können stören. Ausnahme: Eine Musikanlage, in angemessener Entfernung vom Bett aufgestellt, hilft mit entspannenden Klängen beim Einschlafen. Pflanzen haben im Schlafzimmer nichts zu suchen, da sie bei Dunkelheit ungesundes Kohlendioxid verströmen. Die ideale Schlaftemperatur liegt zwischen 15 und 18 Grad Celsius, eine gute Belüftung vorausgesetzt.

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