Die stillen Stars - Was Lichtschalter, Türdrücker und Fußleisten für das Interior-Design leisten können
Möbel & Einrichtung

Die stillen Stars - Was Lichtschalter, Türdrücker und Fußleisten für das Interior-Design leisten können

Gut gewählt, geben sie einem Raum Halt und Stil, schaffen sie einen gelungenen Rahmen, in dem die Einrichtung glänzen kann. Nur leider werden sie häufig nachlässig behandelt. Wir zeigen, wie es auch anders geht!

Foto: Hersteller

Etwas ist anders, aber was? Dieser Eindruck drängt sich uns manchmal auf, wenn wir eine Wohnung oder ein Haus betreten. Es sind keine spektakulären Räume, keine exquisiten oder ausgefallenen Möbel, keine mutigen Farbkombinationen oder extravaganten Accessoires. Und trotzdem werden wir das Gefühl nicht los, dass an diesem Ort mit mehr Sorgfalt, mehr Liebe zum Detail gestaltet wurde. Eine Qualität, die sich erst auf den zweiten Blick offenbart, wenn wir genauer hinschauen – oder auf einmal in der Hand halten, was hier den Unterschied macht: ein ungewöhnlicher Türdrücker etwa oder ein Lichtschalter, wie er in keiner Standardausstattung vorkommt.

Sie sind die stillen Stars der Innenarchitektur, die gewissen Extras: sorgfältig ausgewählte Türdrücker und Fensterbeschläge, Schalter und Steckdosen, Fuß- und Deckenleisten. 

In einer Baubeschreibung fallen diese Details oft gar nicht groß auf. Schon die Bezeichnungen klingen ja alles andere als glamourös. Und wer im Baumarkt oder bei der Bemusterung vor dem entsprechenden Regal steht, bekommt leicht den Eindruck, hier komme man, erstens, nun wirklich schnell zum Ziel und könne, zweitens, auch mal ein bisschen sparen.

Der Messingring macht den Unterschied und verleiht dem Türdrücker Stil und Charme (HEWI) Foto: Hersteller

Material und Form perfekt kombiniert

Der Besuch in einem gut sortierten Fachgeschäft für Türdrücker kann schnell vom Gegenteil überzeugen. Es ist nicht nur die Fülle der Materialien, aus der man wählen kann: Edelstahl, poliert oder geschliffen, Aluminium, Kupfer, Bronze, Messing, Chrom, Holz, Kunststoff sowie Kombinationen verschiedener Materialien. Auch die Fülle der Formen ist groß, zwischen klassisch und puristisch ist jede Ausdrucksform und Stilvariante erhältlich. Was am ehesten zum eigenen Stil passt, probiert man am besten aus, indem man eine kleine Auswahl mit nach Hause nimmt und die Wirkung dort testet.

Vor allem die Kombination von Material und Gestaltung ist von großer Bedeutung. Denn sie entscheidet darüber, wie sich so ein Türdücker anfühlt. Das wird leicht übersehen, macht sich aber daheim täglich viele Male bemerkbar. Weil Hände nun mal sehr unterschiedlich sind, passt nicht jeder Griff zu jeder Hand, und auch bei Bauherrenpaaren kommt es also in der Regel auf einen guten Kompromiss an. Womit eigentlich klar ist, dass man Türdrücker nicht allein anhand schöner Fotos im Internet auswählt. Wie auch die Fensterbeschläge, die es in aller Regel passend dazu gibt.

Aktuelle Schalterserien setzen ganz eigene Akzente in der Innenarchitektur, beispielsweise mit Glas (Berker) Foto: Hersteller

Mutig neue Akzente setzen

Mit Schalterserien wurde über Jahrzehnte ähnlich umgegangen wie mit den Wänden in deutschen Mietwohnungen – das Pendant zu „Raufaser weiß“ sind diese cremeweißen, leicht gerundeten Taster, die jeder kennt, aber keiner schön findet. Dabei gibt es so tolle Alternativen! Hat man sich einmal vom Standard verabschiedet, öffnet sich eine ganze Welt von Farbe, Material und Gestaltung.

Die Grundsatzfrage: Sollen die Schalter und Steckdosen in kräftiger Farbe oder mit auffälligem Muster mutige Akzente setzen, gleichsam aus der Wand hervorleuchten? Oder sich eher zurückhalten, das aber auf vornehme Art – mit Metall- oder Holzoberflächen, in Glas oder einer gedeckten Farbe? Damit wird zugleich klar, dass diese Entscheidung als Teil eines stimmigen Einrichtungskonzepts zu treffen ist, in dem die Schalterserie zu Wandfarbe, Möblierung und Beleuchtung passt. Die Serie lässt sich, wenn man später einmal umgestaltet, anpassen: Die Oberflächen von Markenprodukten können ausgetauscht werden, während das unter Putz montierte Innenleben dasselbe bleibt.

Übrigens lohnt auch ein praktischer Test der Schalter: Hakt oder quietscht er beim Betätigen? Das kann im Alltag ausgesprochen lästig sein.

Die Massivholzleiste verdeckt die Dehnungsfuge des Parketts und schafft optisch die Verbindung zwischen Boden, Treppe und Wand (Boen) Foto: Hersteller

Passepartout für den Raum

Diese Wirkung kennen wir: Jedes Bild bekommt in einem Rahmen mehr Kraft und Präsenz. Und natürlich wirkt es jeweils völlig anders, wenn der Rahmen aus Aluminium, schlichtem Holz oder üppig mit Gold ornamentiert ist. Diese Unterschiede in der Wirkung lassen sich auch mithilfe von Sockelleis­ten erzielen, wie Fußleisten im Fachjargon genannt werden.

Eine schlichte Echtholzleiste passend zu den Dielen wirkt edel und puristisch, eine lackierte Leiste mit schönem Profil sorgt für Eleganz. Wichtig ist aber nicht nur die Auswahl des Materials, sondern auch die Proportion. In einem Neubau mit normaler Deckenhöhe wirkt der Klassiker „Hamburger Fußleiste“ mit seinen zehn Zentimetern Höhe aufdringlich, in einem 3,30 Meter hohen Altbau dagegen genau richtig. Auch das sollte man vor Ort prüfen.

Dort testet man am besten auch die interessante Wirkung einer Deckenleiste. Die passt naturgemäß eher zu klassischen Einrichtungsstilen, aber auch hier darf man durchaus mal mutig sein. Zumal sie auch einen praktischen Nutzen zu bieten hätte: eine integrierte indirekte Beleuchtung. Gerade in Neubauten kann das Anstrahlen der Decke mithilfe von LEDs, die auf den Leisten installiert werden, den Raum deutlich höher erscheinen lassen – ein toller, wenig aufwendig zu realisierender Effekt!

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