Sarah Wiener, großer gestrickter Schal, grau-blau
Ideen für Zuhause

Sarah Wiener: die Köchin mit der Masche

Vielen ist Sarah Wiener als Starköchin ein Begriff. Doch sie strickt auch leidenschaftlich gern. Im Interview verrät sie, was sie an dieser Art der Kreativität besonders interessiert.

Sarah Wiener, großer gestrickter Schal, grau-blau Foto: Gräfe und Unzer Verlag/Nicolas Olonetzky

Interview

Frau Wiener, Sie kochen selbst mit unverarbeiteten Nahrungsmitteln, Sie stricken selbst mit Wolle aus nachhaltiger Herstellung. Woher kommt die Freude am Selbermachen?

Es ist einfach schön kreativ zu sein! Ich würde am liebsten auch meine eigenen Möbel herstellen. Stricken und kochen sind aber einfacher und liegen für mich sehr nah beieinander: Beides ist kreatives Handwerk, das auf mich entspannend wirkt und bei dem am Ende ein schönes Ergebnis steht. Es erfüllt mich, mit den Händen etwas Kreatives zu schaffen. Sowohl Kochen als auch Stricken sind sinnliche Tätigkeiten, das mag ich sehr.

Sie sind unglaublich kreativ und facettenreich. Was gibt Ihnen das Kreative?

Ich denke, es ist ein Teil meiner Persönlichkeit, Teil des Menschseins schlechthin. Ich glaube jeder Mensch ist kreativ und das sehr gern.

Was sind das für Momente, in denen Sie stricken?

Wenn ich entspannen möchte und wenn es gemütlich wird. Bei Gesprächen, bei einem Hörspiel oder vor dem Fernseher. Ich mache gerne etwas mit den Händen, dabei kann ich gut zur Ruhe kommen.

Gibt es ein selbstgemachtes Strick-Ding, auf das Sie besonders stolz sind?

Stolz bin ich eigentlich auf alle mit meinen eigenen Händen hergestellten Strick-Dinge. Natürlich gelingen mir einige besser als andere, aber manchmal haben gerade die Dinge mit ein paar kleinen Macken den größten Charme und werden zu meinen Lieblingsteilen.

Sarah Wiener, mit überdimmensionalen Kochlöffeln stricken

Sarah Wiener, mit überdimmensionalen Kochlöffeln stricken Foto: Gräfe und Unzer Verlag/Nicolas Olonetzky

Sarah Wiener, stricken in der Küche

Sarah Wiener, stricken in der Küche Foto: Gräfe und Unzer Verlag/Nicolas Olonetzky

Sarah Wieners trägt bunt-gemusterte Strickmütze, lila Wolschal und roter gestrickter Pullover

Sarah Wieners trägt bunt-gemusterte Strickmütze, lila Wolschal und roter gestrickter Pullover Foto: Gräfe und Unzer Verlag/Nicolas Olonetzky

Do it yourself, und damit auch das Stricken, ist gerade groß in Mode. Woran denken Sie liegt das? Und wie schätzen Sie diesen Hype ums Selbermachen ein, wird er von Dauer sein oder ist er in ein, zwei Jahren wieder passé?

Ich glaube viele Menschen entdecken eine neue Wertigkeit im Selber machen. Zum einen ist da natürlich der Aspekt der selbst handwerklich hergestellten Dinge, die stolz machen. Zum anderen sind Hobbys wie Stricken auch Entschleuniger in einer Zeit, in der wir nur noch vor dem Computer sitzen und von Termin zu Termin hetzen. Daher gehe ich davon aus, dass in den nächsten Jahren sogar noch viel mehr Menschen das Selbermachen für sich entdecken.

Wie wichtig sind Ihnen die Materialien beim Selbermachen? Was macht ein gutes Produkt ob im Bereich Nahrungsmittel oder Wolle aus?

Ich weiß bei beiden sehr gern, woher es kommt und wie es entstanden ist. Das gibt mir Vertrauen und Sicherheit. Wir denken kaum daran, dass billige Kleidung sehr teuer bezahlt wird. In erster Linie mit der Arbeitskraft und Lebensqualität von anderen Menschen, denen es viel schlechter geht als uns. Wir beuten diese Menschen für unsere Gier und unseren übervollen Kleiderschrank aus. Modeketten wecken Begehrlichkeiten, denen wir kaum widerstehen können. Ich nehme mich da nicht aus. Trotzdem kaufe ich kein T-Shirt für drei Euro, ich halte diesen Preis schlicht für unmoralisch.

Wenn man bewusst isst und beim Kochen auf die Wahl der Zutaten achtet, kann man einen Beitrag für eine gesündere und gerechtere Welt leisten, so ähnlich haben Sie Ihre Überzeugung ja schon in vielen Interviews formuliert. Kann man die Welt denn auch schöner stricken?

Na klar, aber sicher! Schönheit ist doch auch ein Qualitätskriterium. Konsequent zu Ende gedacht: der Pullover, den ich mit Wolle aus bekannter Herkunft stricke, zieht keine sozialen, ökonomischen und ökologischen Desaster hinter sich her, wie etwa das Shirt für fünf Euro aus Übersee. Die Herstellung der Kleider ist ein weites Feld und für einen Laien ist kaum zu erkennen, was man kaufen kann und sollte und wovon man besser die Finger lässt. Heimische Designer zu unterstützen, die auch in Europa produzieren lassen, ist da eine erste gute Richtschnur. Große Ketten zerstören wie beim Essen die Vielfalt und fördern die Monopolisierung. Also fördern sie ruhig kleine Geschäfte und entdecken sie die Vielfalt.

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Sarah Wiener Buch Wohlfühlmaschen, stricken für drinnen und draußen Foto: Gräfe und Unzer Verlag/Nicolas Olonetzky

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