Ideen für Zuhause

Glut oder Gas: was grillt besser?

Gasgrills bekommen immer mehr Fans. Traditionalisten verzichten, denn Kohlenrauch schmeckt besser – wenn es um die Wurst geht

Foto: Katharina Rose/Computerbild Digital GmbH

Es gibt eine beliebte Theorie, um zu erklären, warum Männer im Sommer nicht ohne ihren Grill draußen sein möchten. Irgendwas mit Höhlen, Feuer und der Steinzeit. Für die heiße Glut auf dem Holzkohlegrill klingt das plausibel. Aber ein Gasgrill aus hochpoliertem Edelstahl, der auf Knopfdruck rauchfreie Hitze produziert? Steinzeit? Wirklich?

Fleisch wird besser mariniert auf den Gasgrill gelegt Foto: Fotolia

Das Plus der Holzkohle: die rauchige Note Foto: Fotolia

Holzrauch schmeckt gut, Grillanzünder weniger. Wer die Glut liebt, sollte sich einen Anzündkamin zulegen. Gute gibt es ab ca. 19 Euro online oder im Baumarkt

Gegrilltes Gemüse ist ein Fall für die Glut Foto: Florapress

Auf das Grad genau
Nicht wirklich. „Wer es schnell und unkompliziert mag, wird sich für den Gasgrill entscheiden“, sagt Koch Thomas Krause, der gerade das Buch „Männergrillschule“ veröffentlicht hat (siehe auch unser Rezept dazu). Hier geht es gleich los mit perfekten 200 Grad. Gas ist auch ideal, wenn man mehr vorhat als Wurst und Nackensteak: Die Grills braten aufs Grad genau, wie ein Induktionsherd auf Rollen. Da fasziniert die Präzision der Technik, nicht die archaische Ursprünglichkeit.

Besonders leicht gelingt zartes Fleisch – Schweinemedaillons, Hühnerbrustfilets oder Fisch. Auch Rezepte, bei denen etwas für lange Zeit und/oder bei unterschiedlichen Temperaturen gegart werden muss, etwa Rippchen. Gelingen, das heißt: Bei leicht reduzierter Hitze, etwa 160 Grad, kommen sie auf jeden Fall weich und goldbraun auf den Teller.

Bratwürste lieben Höllenfeuer
Auf der Kohlenglut können empfindliche Sachen schnell hart werden – und sogar anbrennen. Denn wie heiß es dort gerade ist, bestimmen die Kohlenmenge sowie die Menge an Luft, die durch den Grill nach oben zieht. Zwei Faktoren, bei denen es viel Erfahrung braucht, um mit ihnen die Hitze zu dosieren. Mildes Grillen ist hier nur was für Meister, die meisten Hobby-Griller erreichen 220 Grad und mehr. Schlecht fürs kulinarische Erlebnis? Gar nicht. Bratwürste lieben solche Höllenfeuer, und Rindfleisch ist damit schon nach wenigen Minuten pro Seite vollkommen zartrosa glücklich. Das Beste an der Gluthitze: ohne Frage der Rauchgeschmack. Deswegen können sich manche Gaumen auch höchstens dann mit Gasgrills anfreunden, wenn das Grillgut vorher zur Ablenkung gut mariniert wurde.

“Chimichurri“
Kohle braucht Zeit. Um die Glut so weit zu bekommen, dass sie perfektes Grillerlebnis zaubert, vergehen etwa 30 Minuten, schätzt Profi Krause. Dazu ein Kenner-Trick aus Argentinien: Hält man die Handfläche fünf Zentimeter über die Kohle und kann soeben „Chimichurri“ – den Namen der traditionellen Asado-Grillsoße – sagen, bevor man die Hand wegziehen muss, dann ist die Hitze genau richtig für ein saftiges Steak

"Der Griller" informiert über aktuelle Trends und liefert ungewöhnliche Grill-Rezepte (Axel Springer Verlag, 5,90 Euro)

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