Boden & Wände

Laminat: der Alleskönner

Hart im Nehmen, leicht zu verlegen, gut zu reinigen und dazu noch preiswert: Diese Attribute machen Laminat zum beliebtesten Bodenbelag schlechthin. Und dann sieht er auch noch gut aus

Foto: BHK

Edles "Vintage grau" imitiert den Chic alter Dielen Foto: Parador

Mit schlichten Holznachbildun­gen von einst hat der Laminatboden von heute kaum noch etwas gemein. Von Jahr zu Jahr gleicht er sich seinem natürlichen Vorbild an und wartet mit der Farbe, der Maserung und sogar der Struktur des Holzes auf. Deutlich preisgünstiger als sein hölzerner Bruder Parkett erobert der Belag seit Ende der 80er-Jahre Häuser, Wohnungen und auch den Objekt­bau. In Kinder- und Arbeitszimmern ist das widerstandsfähige Laminat heute ebenso präsent wie in der Diele. 

Linienführung: das Laminat gibt diesem Raum Struktur Foto: Meisterwerke

Täuschend echte Optik – und Haptik

Sein größtes Plus aber scheint die realistische Optik. Laminat kann jedes Material originalgetreu imitieren, ob klassische Alteiche im Fischgrätmuster, cooler Beton, mediterrane Terrakotta oder historische Kacheln. Der Boden zeigt das, was das imprägnierte Dekorpapier abbildet. Denn das ist für die Optik verantwortlich.

Im Direktdruckverfahren wird die Trägerplatte mit dem Dessin bedruckt und danach lackiert. Das ergibt nicht nur ein ausdrucksstarkes Bild, sondern schafft auch die passende Haptik dazu – von rauen Holzstrukturen bis zu matten Oberflächen. Eine Nutzschicht aus Kunstharz macht den Belag strapazierfähig und pflegeleicht. Laminat zählt zu den reinigungsfreundlichsten Bodenbelägen, ideal für Allergiker. Regelmäßig feucht gewischt, bleibt der Boden lange hygienisch sauber, denn Milben und andere lästige Mitbewohner haben darauf keine Chance. Staub und Schmutz können weder eindringen noch fest auf der geschlossenen Oberfläche haften. 

Auch klassiche Fischgrät-Muster lassen sich täuschend echt nachbilden Foto: terHüne

Eindeutige Klassifizierung

Als Untergrund dienen mehrere Schich­ten aus Holzwerkstoffen wie hoch verdichtete Faserplatte (HDF). Die Trittschalldämmung ist zumeist integriert. Die Strapazierfähigkeit des Bodens lässt sich leicht an der Nutzungsklasse erkennen. Sie gibt eine Empfehlung, wo sich das Laminat nach den Kriterien Abrieb, Stoßfestigkeit und Lichtechtheit am bes­ten eignet. So ist im Bereich Wohnen die Klasse 21 für leichte Beanspruchung gedacht (Schlafraum), 22 für normale Nutzung (Wohnzimmer, Innenflure), und 23 soll intensives Begehen (Treppenhaus, Küche) aushalten. Böden für gewerbliche Nutzung der Klassen 31 bis 33 sind naturgemäß widerstandsfähiger.

Liebling der Heimwerker

Laminat gilt als idealer Partner für Fußbodenheizungen. Bis zu sieben Millimeter dünn, lässt es sich problemlos auf vorhandene Beläge aufbringen. Es wird schwimmend verlegt, Nut und Feder werden mit einem wasserdichten Kleber verleimt oder einfach ineinandergesteckt. Das leimfreie Klicksystem rastet passgenau ein und garantiert eine belastbare, perfekte Oberfläche. 
Das macht das Verlegen einfach, ein Kinderspiel für den versierten Heimwerker. Wie es funktioniert, sehen Sie hier.

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