Lichterketten für Haus und Garten
Beleuchtung

Lichterketten für Haus und Garten

Ob mit LED, solar- oder batteriebetrieben - Lichterketten zählen zu den beliebtesten Deko-Elementen in Haus und Garten. Und das nicht nur als Weihnachtsbeleuchtung

Foto: Lights4fun.de

Vorbei ist die Zeit fantasielos aufgereihter, ewig weißer Lämpchen am laufenden Meter. Mini-Nikoläuse im Skandi-Look, verspielte Lebkuchenhäuschen, winzige Christbäumchen hinter Glas oder Eiszapfen und Riesensterne leuchten vor und hinter der Haustür an Lichterketten um die Wette. Bei diesem verschwenderischen Funkeln wird selbst dem größten Weihnachtsmuffel garantiert warm ums Herz.

Mit LEDs Strom und Geld sparen

Was gibt es Schöneres, als Wintertristesse mit einer verschwenderischen Weihnachtsbeleuchtung zu vertreiben. Wen eine möglicherweise explodierende Stromrechnung bisher davon abhielt, der kann zu Lichterketten mit Leuchtdioden (LED) greifen. Ihre Lämpchen brauchen nur wenig Strom, manche werden sogar kostenlos über Solarmodule gespeist. Ganz nebenbei haben LEDs außerdem eine wesentlich längere Lebensdauer als herkömmliche Leuchtmittel.

Auch in puncto Sicherheit haben LED-Leuchten kleine Glühlampen bei Lichterketten längst überholt. Sie nehmen es nicht übel wenn der Nachbar links oder rechts den Dienst versagt und bleiben selbst im Dauereinsatz kühl.

Stromsparende LED- und Solartechnik schont bei üppiger Deko den Geldbeutel Foto: Pxhere

Überhitzung durch dünne Kabel

Bei herkömmlichen (und vor allem biligen) Lichterketten ist das anders. Auch wenn ein niedriger Preis verlockend scheint, billige Lichterketten sind oft brandgefährlich. Ein Grund sind minderwertige Kabel und hauchdünne Kunststoffummantelung, die verschmoren können. Im schlimmsten Fall verursachen diese Lichterketten einen Stromschlag durch einen Kurzschluss oder die Leuchtmittel setzen durch Überhitzung ihre Umgebung in Brand. 

Sicherheitszeichen garantieren eine unabhängige technische Prüfung Foto: TÜV Rheinland

Wichtig: Lichterketten mit dem GS-Zeichen

Um garantiert alle Gefahrenquellen zu vermeiden, lohnt sich beim Kauf von Lichterketten der Blick aufs Etikett. Steht dort nur ein CE-Zeichen, bedeutet dies allenfalls, dass der Hersteller selbst bestätigt, die EU-Normen einzuhalten. Unbedingt vorhanden sein muss das deutsche GS-Zeichen von unabhängigen Prüfstellen wie dem TÜV oder VDE. Er rät außerdem, nur Lichterketten mit Sicherheitstransformator bzw. Netzteil zu wählen, da dieser die Steckdosenspannung von 230 Volt auf weniger Volt reduziert. Die Gefahr eines Stromschlags ist damit wesentlich geringer.

Per Smartphone-App lässt sich die leuchtende Pracht im Freien vom Sofa aus steuern Foto: Lampenwelt.de

Lichterketten für draußen

Wetterfeste Lichterketten lassen nicht nur Vorgärten sondern auch als Vorhang Regenrinnen und Fenster von außen strahlen. Da viele der neuen Leuchtobjekte Timer besitzen, schaltet sich die glitzernde Pracht nach ein paar Stunden von ganz alleine aus. Noch findiger ist die jüngste Generation von Lichterketten. Sie lässt sich per Smartphone über eine App bequem vom Sofa aus steuern.

IP 44 für den Außenbereich

Magisch, oder? Aber aufgepasst, damit die zauberhaften Lichtspiele nicht zur glühenden Gefahrenquelle werden, sollten Sie beim Kauf der Lichterketten ganz genau hinschauen. Eine spezielle Kennzeichnung gibt zum einen Auskunft, für welchen Bereich die Weihnachtsbeleuchtung geeignet ist, zum anderen, ob sie technisch geprüft wurde. Wer mit Lichterketten im Garten für Aha-Effekte sorgen möchte, sollte auf das Kürzel IP 44 achten. Nur so gekennzeichnet sind die Leuchtmittel für alle Außenbereiche geeignet. Alle anderen Weihnachtsbeleuchtungen bleiben im Haus. Ihnen droht in freier Natur mangels wetterfester Isolation akute Kurzschlussgefahr!

Was muss ich beim Kauf einer Lichterkette beachten? Das rät der Experte

Kann ich alte Lichterketten noch verwenden? Welche Lichterketten sind zum empfehlen? Wie steht es mit dem Stromverbrauch? Tipps und Empfehlungen vom Profi Video: TÜV Rheinland

Lichterketten für innen und aussen: das müssen Sie beachten

Nostalgische Gefühle bei in die Jahre gekommenen Lichterketten sind fehl am Platz. „Gemessen an heutigen Standards dürften viele der alten Lichterketten (…) heute nicht mehr verkauft werden. Leuchtmittel werden zu heiß und die Isolierungen sind nicht mehr zulässig“, warnt Rainer Weiskirchen vom TÜV Rheinland.

  • Nur aus sicheren Quellen kaufen, bei denen man Ware auch reklamieren kann. Name und Adresse des Herstellers müssen auf der Verpackung stehen – wichtig für Beschwerden, Reklamationen, Nachfragen.
  • Gebrauchs- und Sicherheitshinweise genau beachten. Eine sichere Lichterkette trägt idealerweise zwei Prüfzeichen: eines auf dem Produkt und eines auf dem Netzteil.
  • Vor dem Gebrauch die Lichterkette auf Schäden (z. B. durch Alterung) untersuchen. Defekte Ketten sofort entsorgen. Auf gar keinen Fall Reparaturen selbst vornehmen oder unterschiedliche Systeme kombinieren.
  • Defekte Leuchtmittel sofort austauschen, da sich die anderen Lampen sonst stärker erwärmen. Besonders bei alten Lichterketten werden schnell Temperaturen von über 200 Grad erreicht. Bei Ketten mit Leuchtdioden (LEDs) besteht diese Gefahr nicht.
  • Immer auf ausreichenden Abstand zu leicht entflammbaren Gegenständen wie Strohsternen, Gardinen und trockenen Tannenzweigen achten.
  • Hände weg von Bausätzen! Nur vorkonfektionierte Lichtschläuche benutzen.
  • Lichterketten für den Inneneinsatz nie im Außenbereich verwenden. 

Lichterketten und Weihnachtsbeleuchtung: Weitere Infos

Unter den Stichworten „Lichterkette“ und „Weihnachtsbeleuchtung“ finden Sie auf den Verbraucherseiten und in Videos unabhängiger Prüfdienstleister und Verbänden weitere Informationen zu technischen Sicherheitsfragen.

https://www.vde.com/
https://www.tuv.com/de/

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