Beleuchtung

Beleuchtung: Optimal erhellt

Gutes Licht zum Sehen und behagliches zum Wohlfühlen wollen wir. Doch für diesen Spagat braucht es viele Quellen

Foto: Hülsta

Doppelter Nutzen: "Edith" von Elica ist Lichtspender und Dunstabzugshaube in einem Foto:Elica

Das Licht wird heute insze­niert, die Leuchte zur Skulptur. Sie rückt nicht nur andere Dinge ins rechte Licht, sondern auch sich selbst – als be­sonderes Möbel, manchmal gleich einem Kunstobjekt. Trendsetter spielen mit den Werkstoἀen. Sie lassen es aus hauchdünnem Bis­kuitporzellan, geschöpftem Pa­pier, Polycarbonat oder sogar Sili­kon leuchten.

Das Trendmaterial Kupfer schimmert hier als entblendete Deckenleuchte (Tobias Grau) Foto: Tobias Grau

Die Natur als Trendsetter

Da erhellen papierne Wolken den Esstisch, wabern illuminierte Quallen aus Seide und Draht ne­ben dem Sofa. Das Vorbild Natur ist allgegenwärtig. Kein Wunder, sagen Trendforscher, sind doch die unveränderbaren Abläufe der Natur ein Ruhepol in unserer hek­tischen Gesellschaft.

Die WarmGlow-LED-Lampen von Philips können Helligkeit und Lichtfarbe verändern Foto: Philips

Natürliche Formen als Wohlfühlgarant

Organische Formen, archaische Strukturen und natürliche Farben gelten als Wohlfühlgaranten. Na­turgemäß spielen da Materialien wie etwa Holz, Papier und Glas die Hauptrollen. Zudem gewinnen Metalle neue Bedeutung. Kupfer und Messing feiern derzeit ein Revival. Schirme beste­hen immer häufiger aus Metallstäben, die das Licht einem Käfig gleich umfas­sen. Die sandkorngroße LED gilt Designern nach wie vor als Triebfeder für die außer­gewöhnlichsten Entwürfe, ob poetisch verspielt oder reduziert in der Form.

Ihre eigentliche Aufgabe vernachlässigt sie dennoch nicht – die Beleuchtung. Für ein perfektes Zusammen­spiel empfehlen sich drei oder besser noch mehr Lichtquellen im Raum. Das gilt nicht nur als angenehm, son­dern bedient auch verschiedene Funktionen.

Beim Möbelprogramm Elumo aus dem Hause Hülsta leuchtet die Nachtkonsole – und zwar per Wisch mit der Hand Foto: Hülsta

Über dem Tisch ist Flexibilität gefragt

Allgemeinlicht erhellt das komplette Zimmer und dient der  Orientierung. Eine gute Platzbe­leuchtung ist dort unerlässlich, wo gearbeitet, gegessen oder gele­sen wird. Und für den Wohlfühl­faktor setzt Stimmungslicht an Wand, Regal oder Vitrine Akzente. Beides ermöglichen Dimmer.

So schafft die Stehleuchte im Wohnzimmer abgedunkelt eine behagliche Atmosphäre und voll aufgedreht perfektes Licht zum Schmökern oder Handarbeiten. Diesen Job übernehmen ebenfalls Wandleuchten und über dem Tisch Pendel. Im optimalen Fall werden die Tischfläche und gleichzeitig die angrenzende Umgebung erhellt. Das erreichen am besten Leuch­ten, die mit der Größe und Form der Tafel korrespondieren.

"Vetro" von Bolia kombiniert Holz mit farbigem Glas Foto: Bolia

Zu den Favoriten zählen Pendelzugleuch­ten, die mit einem Griff in der Höhe variiert werden können. Mehrere kleine Leuchten sollten der Tischform entsprechend grup­piert – über langen Tafeln zum Beispiel aufgereiht – werden. Sie erhellen auch Küchentresen per­fekt, ebenso wie in Linie montier­te Downlights.

Über Ausziehtischen haben sich Schienensysteme bewährt. Hier können bei Bedarf – sprich bei voll ausgezogener Variante – zusätzliche Leuchten oder Strahler montiert werden.

Appetitliche Beleuchtung

Als Daumenregel gilt: Die Leuchten be­nötigen gut 60 Zentimeter Dis­tanz zur Platte. So können sie nicht blenden und den Blick zum gegenüber Sitzenden stören. Die Lampen sollten sehr gute Farbwie­dergabeeigenschaften aufweisen, wie etwa Energiesparlampen oder LEDs mit warmweißer Lichtfarbe. Denn das Auge isst bekanntlich mit.

Sie sind auch beste Wahl für die Beleuchtung von Küchenar­beitsplatten und Herd. Schließlich möchte man beim Brutzeln den tatsächlichen Garzustand der Spei­sen erkennen.In der Küche lassen sich LED-­Lichtleisten schnell und einfach nachträglich installieren, sowohl in der Nische zwischen Ober­schrank und Arbeitsplatte als auch in Schränken und Schüben. So findet sich auch der kleinste Gewürzstreuer im hintersten Eck ganz kommod. Ein halber Meter Luftraum zwischen Lichtquelle und Arbeitsplatte ist als Mini­mum anzuraten.

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