Beleuchtung

ABC des Lichts

Lux, Candela, Ra – zum Thema Licht und Beleuchtung gibt es eine Menge Fachbegriffe. Wir erklären die Wichtigsten

Foto: Philips

In den Zeiten der guten alten Glühlampe war der Watt-Wert das (einzige) Maß, das beim Kauf entscheidend war. Der sagt aber nur etwas über die elektrische Anschlussleistung aus und hat mit der eigentlichen Lichtleistung nichts zu tun. Mittlerweile werden ganz unterschiedliche Technologien eingesetzt. Als Folge davon gibt es diverse Begriffe zur Beurteilung der Effektivität einer Lampe, die wir hier erklären.

Übrigens: Auch Lampe ist ein Fachbegriff. Er bezeichnet das Leuchtmittel, also zum Beispiel die Energiesparlampe. Was umgangssprachlich oft als Lampe bezeichnet wird, also das Beleuchtungsgerät, ist korrekt formuliert eine Leuchte.

Die wichtigsten Begriffe rund um das Licht

Lichtstrom

Der Lichtstrom ist der gebräuchlichste Wert, um die Leistung einer Lampe zu definieren. Er bezeichnet die gesamte pro Sekunde von einer rumdum strahlenden Lichtquelle abgegebene Lichtleistung und wird in Lumen (lm) angegeben. Dieser Wert findet sich auf vielen Verpackungen und lässt einen Vergleich zu, ob die gewählte Lampenart auch für die vorgesehene Verwendung geeignet ist. Eine 60-Watt-Glühbirne hat zum Beispiel einen Lumenwert von 710. Ersetzt man sie durch eine 12-Watt-Energiesparlampe, erhält man sogar einen Lichtstrom von 725 Lumen. Zum Vergleich: Eine Leuchtstofflampe (32 Watt) hat 3.000, eine Straßenlampe (250 Watt) 30.000 Lumen.

Lichtausbeute

Das Maß, mit dem bestimmt wird, wie wirtschaftlich und effektiv eine Lampe ist. Anders gefragt: Wie viel Licht wird bei wie viel Watt zugeführter elektrischer Leistung erzeugt? Die 60-Watt-Glühbirne hat eine Lichtausbeute von knapp 12 Lumen pro Watt (710 : 60 = 11,88). Bei der Energiesparlampe ist die Lichtausbeute wesentlich höher. Sie liegt bei rund 60 lm/W.

Lichtstärke

Der in eine bestimmte Richtung abgestrahlte Lichtstrom. Die Einheit dafür ist Candela (cd), lateinisch für Talg- oder Wachslicht. Eine normale Haushaltskerze hat eine Lichtstärke von rund 1 cd, das entspricht ungefähr 12 Lumen.

Beleuchtungsstärke

Soll das Zimmer gut ausgeleuchtet sein oder eine eher gemütliche Atmosphäre herrschen? Unterschiedliche Anforderungen benötigen verschiedene Beleuchtungsstärken. Die Lichtmenge, die auf eine bestimmte Fläche trifft, wird in Lumen pro Quadratmeter gemessen, der sich daraus ergebende Wert in Lux angegeben. Für Büros werden 500 bis 800 Lux empfohlen, in einer klaren Nacht scheint der Vollmond mit 0,25 Lux, und ein Sommertag am Äquator hat mittags eine Beleuchtungsstärke von rund 100.000 Lux.

Lichtfarbe/-temperatur

Weiß ist nicht gleich Weiß. Das gilt nicht nur in der Waschmittelwerbung, sondern auch beim Licht. Es besteht aus verschiedenen Farben, und je nach Anteil der Bestandteile ergeben sich unterschiedliche Weißtöne. Ist der Rotanteil höher, wirkt das Licht wärmer als bei einem höheren Blauanteil.

Die Lichtfarbe wird durch die Farbtemperatur bestimmt, diese wiederum in Kelvin (K) angegeben. Warm weißes Licht wie bei Glühlampen oder einer Kerze liegt unter 3.300 K, neutral-weißes Licht zwischen 3.300 und 5.300 K, tageslichtweiß über 5.300 K.

Allgemein gilt, dass warmweiß eine gemütliche Atmosphäre schafft, neutral-weißes Licht eher sachlich ist und tageslichtweiß aktivierend wirkt. Welche Farbtemperatur aber für wen zu welcher Gelegenheit am besten passt, lässt sich pauschal nicht sagen – und hängt neben der persönlichen Tagesform auch davon ab, wo der „Beleuchtete“ lebt. So bevorzugen Skandinavier eher warmweißes Licht, am Mittelmeer wird die kaltweiße Variante öfter eingesetzt. Unbestritten, jedoch noch nicht vollständig untersucht ist aber der Effekt der Lichttemperatur auf das menschliche Wohlbefinden.

Farbwiedergabe

Die Qualität einer Lampe hängt auch davon ab, wie korrekt sie Farben wiedergibt. Dafür ist die kontinuierliche Wiedergabe des sichtbaren Farbspektrums von Violett bis Rot wichtig. Fehlt dem Licht der Rotanteil oder besteht es überwiegend aus gelben und blauen Anteilen, so erscheint ein eigentlich roter Gegenstand graubraun. Zur Bewertung der Farbwiedergabe dient die sogenannte Ra-Skala, die von 50 bis 100 reicht. Je niedriger der Ra-Wert, desto schlechter die Farbwiedergabe.

Glühlampen haben, da sie das ganze Spektrum des sichtbaren Lichts erzeugen, in der Regel einen Ra-Wert von 100 und damit die optimale Farbwiedergabe. Gleiches gilt für Halogenlampen. Bei Energiesparlampen und LEDs kommt es auf die spektrale Zusammensetzung des weißen Lichts an. Der Ra-Wert liegt hier bei guten Produkten zwischen 80 und 90.

LED sei dank: moderne Lichtquellen geben bis zu 16 Millionen Farbnuancen wieder Foto: Philips

Entdecken Sie unser Wohnglück-Magazin Ihr Ratgeber rund ums Eigenheim

Entdecken Sie unser Wohnglück-Magazin

Ob Sie eine Immobilie bauen, kaufen, renovieren oder finanzieren möchten – im Ratgeber Wohnglück finden Sie wertvolle Infos, Neues, Tipps, Anleitungen und vieles mehr rund um den wichtigsten Ort der Welt.
Mehr über unser Magazin

Unser Newsletter: Tipps, Trends & News in Ihrem Postfach

Bleiben Sie informiert: Wir präsentieren Ihnen regelmäßig
die neuesten Tipps, Trends & Neuigkeiten rund um die Bereiche Bauen und Wohnen.