Immobilie als Kapitalanlage

Welche Objekttypen bieten sich an?

Neben „normalem“ Wohnungsneubau drängen vermehrt Spezialimmobilien auf den Markt. Forciert wird dies vor allem durch die demografische Entwicklung in Deutschland

Foto: S. Engels - Fotolia

Vermietete Spezialimmobilien wie zum Beispiel Denkmalschutzobjekte sowie Studenten- oder Seniorenapartments sind sensible Objekte, deren Auswahl und Betrieb besondere Sorgfalt erfordern. Baudenkmäler sind kulturell besonders wertvoll und bieten im Fall der Vermietung äußerst attraktive Steuervergünstigungen in Form von erhöhten Abschreibungen.

Vermietete Studentenwohnungen sind insbesondere in jüngster Zeit als Anlageobjekte angeboten worden. Von den im Wintersemester 2015/2016 eingetragenen rund 2,8 Millionen Studierenden an deutschen Hochschulen, überwiegend Univer­sitäten, entfällt eine gute halbe Million ­allein auf Studienanfänger. Darüber hinaus benötigt selbstverständlich auch das Lehr- und Verwaltungspersonal am jeweiligen Standort Wohnraum. Der Trend zu solchen Immobilien ist bislang ungebrochen; der Bedarf dürfte sich auf Jahre hinaus fortsetzen. Besonderes Augenmerk sollten Anleger auf kleine und mittelgroße Städte mit hohem Studentenanteil legen. Wichtig: Auch die gegebenenfalls anfallende Zweitwohnungssteuer sollte man nicht außer Acht lassen.

Wohnanlagen gelten als interessante Objekte Foto: Udo Geisler

Wohnanlagen als interessante Alternativen

Zunehmend beliebter werden Wohnanlagen mit vielfältigem Serviceangebot. Der Kapitalanleger wird damit Teil einer Wohnungseigentümergemeinschaft mit seiner Wohnung (Sondereigentum) und anteiligem Gemeinschaftseigentum. Die gesamte Wohnanlage einschließlich vielfältiger Infrastruktureinrichtungen wie Empfang, Großküche, Restauration/Café, Fitnessbereich, Waschsalon, Schwimmbad, Kfz- und Fahrradstellplätzen wird üblicherweise von einer externen Gesellschaft betrieben.

Die Qualität von Wohnraum sowie Infrastruktur solcher Anlagen entspricht gelegentlich eher einem Haus der Mehrsterne-Hotellerie als spartanisch eingerichteten Studentenheimen früherer Prägung. Der Erfolg für den einzelnen Anleger hängt von der Auslastung des gesamten Objekts und damit selbstverständlich auch von der Performance der Betreibergesellschaft ab. Solche Modelle liegen prinzipiell auch Seniorenwohnanlagen oder vergleichbaren Sozialimmobilien zugrunde. Analoges gilt für Pflegeheime, die wegen verstärkten Bedarfs in letzter Zeit vermehrt angeboten werden. Diese Nutzungstypen ähneln im ­Betrieb eher Krankenhäusern oder Hotels und verstehen sich wie Studentenwohnanlagen als Betreiberimmobilien.

Betreiber ist Schlüsselfigur

Auch hier ist der Betreiber mit einem soliden Betriebskonzept die Schlüsselfigur für nachhaltigen Erfolg der Kapitalanlage des einzelnen Eigentümers. Vieles spricht dafür,
dass der Bedarf an Senioren- und Pflegeimmobilien mit umfangreichen Gemeinschaftsflächen für Betreuungs- und Therapieleistungen (aber auch mit Aufenthaltsräumen, öffentlichem Café, etc.) aufgrund der demografischen und gesundheitspolitischen Entwicklung weiter zunehmen wird.  

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