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„Buy to let“ statt Eigen­nutzung: Ferienhäuser im Ausland sind als Anlage­objekte wieder interessant. Im Fokus stehen Häuser und Wohnungen, die man an Urlauber vermieten kann

Foto: Simon Dannhauer - Fotolia

Vor vier Jahren sprachen sie davon, wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Vor drei Jahren erklärten sie die 2008 ausgebrochene Immobilienkrise für beendet. Vor zwei Jahren hieß es, das Interesse der Kunden sei wieder deutlich gestiegen. Seit einem Jahr strahlen sie wieder um die Wette. Sie, das sind die Makler auf der Lieblingsinsel der Deutschen: Mallorca. Sie ist, im Tourismus wie im Immobiliensektor, wieder gefragt wie nie. Zum einen, weil die Urlaubsländer am östlichen Mittelmeer, von Griechenland über die Türkei bis Ägypten und Tunesien, wegen Terrorangst und Flüchtlingskrise zurzeit gemieden werden – zum anderen aber auch, weil das Vertrauen in die spanische Wirtschaft zurückgekehrt ist. Davon profitiert Mallorca, das schon immer als Fels in der Brandung wahrgenommen wurde, wie keine andere ausländische Urlaubsdestination. Die logische Folge: Die Preise für Ferienimmobilien auf Mallorca sind auf dem besten Weg, wieder die Rekordwerte von 2007 zu erreichen. Und: Konnte man sich vor ein, zwei Jahren noch reichlich Zeit nehmen, um eine Kaufentscheidung zu fällen, muss man sich heute wieder sputen. Gute Objekte sind wieder in kürzester Zeit verkauft.

Ein Unterschied zu den Zeiten vor der Krise ist dabei jedoch nicht zu übersehen: Galt das Haus im Süden früher meist ausschließlich der Erfüllung persönlicher Fernwehträume, so soll es heute nach Möglichkeit ein renditeträchtiges Anlageobjekt sein. Will sagen: Man sucht nach Domizilen, die man gewinnbringend vermieten kann – und nur begrenzt für den eigenen Urlaub nutzt. „Buy to let“ heißt die hierfür etablierte Zauberformel. Entscheidend dabei ist allerdings: Man prüfe sorgfältig, ob die Gesetze des Landes, in dem die Immobilie steht, die Vermietung, die ja in Konkurrenz zur Hotellerie stattfindet, auch erlauben.

Im Alpenraum gelten strenge Regeln beim Kauf Foto: Arnt Haug

Regularien für den Kauf sind streng

Das gilt für Mallorca ebenso wie für die spanischen Festlandsküsten, die Toskana oder die Provence. Das gilt für aufstrebende „neue“ Destinationen wie Kroatien. Und es gilt erst recht für Österreich und die Schweiz, unsere Nachbarländer in den Alpen: Für beide stellt der Fremdenverkehr einen Hauptwirtschaftszweig dar – in beiden sind deshalb die Regularien zur Immobiliennutzung durch Ausländer streng.

So darf man in Österreich einen Ferienwohnsitz, ob selbst genutzt oder vermietet, nur erwerben, wenn das Objekt entsprechend „gewidmet“ ist. Jedes der neun Bundesländer der Alpenrepublik regelt dies individuell und zum Teil von Ort zu Ort unterschiedlich. Was durchaus aber auch zur Chance für Investoren mutieren kann: In Regionen, in denen es an touristischen Unterkünften mangelt, sind „Buy to let“-Käufer aus dem Ausland ausdrücklich willkommen. In Teilen Vorarlbergs oder des Salzburger Landes ist dies aktuell der Fall.

„Lex Koller“

Einen Überhang an Feriendomizilen gibt es dagegen vielerorts in der Schweiz. Deshalb sind dort Immobilienkäufe durch Ausländer schon seit Jahrzehnten durch die „Lex Koller“ limitiert, und im Nachgang eines Volksentscheids vom März 2012 wurde der Zugang mit der „Lex Weber“ weiter verschärft: In touristischen Regionen, so das neue Gesetz, dürfen nur noch maximal 20 Prozent der Immobilien einer Gemeinde Zweitwohnsitze sein. Doch obwohl diese Grenze in vielen Orten längst überschritten war, gibt es für definierte Projekte weiterhin Sondergenehmigungen. Und dass diese knappe Ware im Wert nur steigen kann, liegt auf der Hand.

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