Umbau | Ausbau

Treppenplanung - Hoch hinaus

Bei der Treppenplanung geht es neben Komfort und Sicherheit auch um das passende Design

Foto: Treppenmeister

Ein Mittelholm ist das tragende Herzstück dieser platzsparenden Treppe ins Dachgeschoss. Mittelholmtreppen sind sehr vielseitig einsetzbar Foto: Dolle

Treppen verbinden nicht nur Räume, sie prägen sie auch. Sie müssen komfortabel, sicher und belastbar sein und setzen durch Bauart, Design und Material Akzente im Haus. Der Trend zu offenen Grundrissen hat dazu geführt, dass die Treppen immer häufiger nicht mehr ins Treppenhaus verbannt, sondern in die Wohnräume integriert werden. Aus der funktionalen Stufenfolge zur Überwindung von Höhenunterschieden wird zunehmend ein prägendes Raumobjekt. Verschiedene Treppenformen, vielfältige Konstruktionsmöglichkeiten und eine breite Palette an Materialien für Stufen, Wangen, Handläufe und Geländer kommen dem Trend entgegen.

Bei Wangentreppen werden die Stufen beidseitig in den seitlichen, tragen­den Wangen verankert Foto: Treppenmeister

Bei Spindeltreppen sind die Stufen an einer zentralen Säule befestigt Foto: Treppenmeister

Basis der Planung ist die Funktion

Wie auch immer die neue Treppe aussehen soll – Basis der Planung bleiben die funktionalen Anforderungen. Das bedeutet in erster Linie, dass die Bewohner sicher und komfortabel von einer Ebene auf die andere gelangen. Entscheidender Faktor dabei ist das Steigungsmaß. Das Verhältnis von Auftrittstiefe und Steigungshöhe der Stufen und der gleichmäßige Verlauf ­machen den Auf- und Abstieg nicht nur angenehmer, sondern verhindern auch, dass die Treppe zur Stolperfalle wird. Da für den Einbau einer Treppe immer nur ein bestimmter Raum zur Verfügung steht, ist es die Herausforderung des Treppenplaners, die für ein angenehmes Steigungsmaß am besten geeignete Form zu finden.

Jede Treppe hat einen anderen Platzbedarf

Denn jede Treppenform, wovon unten eine kleine Auswahl zu sehen ist, hat einen anderen Platzbedarf. Die Optik muss sich in dieser Hinsicht an die Gegebenheiten der Raumsituation anpassen. Treppen sollten zudem ausreichend breit geplant werden, damit auch einmal größere Möbelstücke transportiert werden können. Bei gewendelten Treppen trägt das auch zur Trittsicherheit bei, weil die Stufen an der gewendelten Seite automatisch schmaler werden.

Schwingverhalten beachten

Besonderes Augenmerk bei der Treppenplanung sollten Bauherren zudem auf das Schwingverhalten legen. Entstehen beim Begehen der Treppe Schwingungen, vermittelt das nicht nur ein unsicheres Gefühl. Die Schwingungen werden auch weit hörbar ins Gebäude übertragen.

Welche Vorgaben Treppen vor allem unter Sicherheitsaspekten erfüllen müssen, ist in der DIN 18065 und den jeweiligen Landesbauordnungen geregelt. Von einzelnen Pflichten können sich Bauherren aber befreien lassen. Das betrifft zum Beispiel die Anbringung eines Handlaufs oder einer Absturzsicherung.

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