Außenanlage: Auffahrt, Wege und Vorgarten gestalten
Umbau | Ausbau

Außenanlage: Auffahrt, Wege und Vorgarten gestalten

Ein freundliches Willkommen will er sein, der Platz vor dem Haus. Mit ein paar Tricks und Liebe zum Detail lassen sich Auffahrt und Eingang einladend inszenieren

Foto: EHL

Einst galt der Platz vor dem Haus als Treffpunkt, saßen die Nachbarn auf der Bank zum Plausch. Heute fristen viele Vorgärten ein eher stiefmütterliches Dasein, spielt sich doch das Leben inzwischen hinterm Haus ab – geschützt vor fremden Blicken, abgeschlossen, ganz privat im Open-Air-Wohnzimmer. Dabei bestimmt die Straßenseite den ersten Eindruck. Ihr gilt der Blick, wenn die Hausbesitzer morgens zur Arbeit gehen und abends zurückkehren. Und ein liebevoll gestalteter Vorgarten hebt doch gleich die Laune.

Feiner Eingang: möglichst viel im gleichen Look

Mit ein paar Inspirationen aus der Vergangenheit lässt sich jedes noch so triste Entrée ruck, zuck beleben – zum Beispiel mit pflegeleichten Stauden, die nacheinander im Jahr blühen, einem Schatten spendenden Hausbaum und einer Gartenbank. Den Umfang der grünen Ouvertüre bestimmt das Platzangebot und wie viel davon dem Auto, Fahrrädern und Mülltonnen eingeräumt werden muss. Nun geizen die meisten Grundstücke hierzulande mit Fläche, insbesondere vor dem Haus. Gerade bei kleinem Grund darf diese nicht zu überladen wirken. Das erfordert eine durchdachte Planung von versiegelten und grünen Arealen. 

Ein attrakives Flair für Wege und Plätze schafft das Altstadtpflaster von EHL Foto: EHL

Mit dem Handsender öffnet der Fahrer noch im Auto kommod das Tor zur Auffahrt (Somfy) Foto: Somfy

Für eine harmonische Gestaltung werden Pflaster, Palisaden und Stufen am besten in gleichem Look verwendet. So gelingen Wege, Beet­einfassungen, kleine Böschungsbe­festigungen sowie Stufen und Treppen ganz einfach, wirken Auffahrt und Hauseingang wie aus einem Guss. Idealerweise werden hier die Baustoffe der Architektur aufgegriffen – Klinker, Holz, Sandstein, Beton oder Granit, vielleicht auch nur für ein paar Hingucker wie Einleger oder Beetbegrenzungen. Ein rauer Bodenbelag schützt bei Nässe vor Ausrutschern. Mit blühenden Schönheiten bepflanzte Schalen und Kübel bringen Farbe aufs Pflaster.

Attraktive Grenzen: Hecken und Zäune

Die schönsten Grenzen zum Gehsteig ziehen zweifellos Hecken. Besonders hübsch wirkt ein Mix aus Gehölzen und Sträuchern wie Liguster, Flieder oder Rhododendron. Angesagt sind die neuen Naschhecken, Johannis- und Himbeere zum Beispiel.

Auch die Vielfalt an Zäunen scheint unüberschaubar groß. Sie reicht von romantisch verzierten Metallstäben bis zu schlichten Holzstaketen. Natürliche Begrenzungen aus Bambus oder Weide kommen wie ihre Kollegen aus Kunststoff und Aluminium ganz ohne Pflegeaufwand aus. Holz hingegen bedarf des jährlichen Anstrichs. Immer häufiger werden Tore mit fernsteuerbarem Antrieb ausgestattet, um auch bei Regen trockenen Fußes vom Auto in Garage und Haus zu kommen. Als ideal für den nachträglichen Einbau gelten Funklösungen. Sie lassen sich unkompliziert installieren und komfortabel via Handsender steuern.

Gut untergebracht: Mülltonnen, Fahrräder & Co.

Etwas opulenter darf auch die Abschirmung ausfallen, die den Blick auf Mülltonnen verbergen soll. Neuerdings verstecken sich diese in dekorativen Boxen aus Holz oder Metall, die sich oft noch hübsch bepflanzen lassen. Selbst Fahrräder bekommen heute ein attraktives Zuhause in kommod zu öffnenden, überdachten Stellplätzen. Sogar für Kinderwagen, Rollatoren und Mähroboter hält der Handel speziel­le Garagen bereit. Für des Deutschen liebstes Spielzeug bietet sich als Alternative ein Carport an. Der garantiert eine optimale Belüftung und schont dabei noch den Geldbeutel. 

Optisch drängt sich der Unterstand weniger auf als eine Garage, ideal also für kleinere Grundstücke. Sechs mal drei Meter gelten als Mindestmaß für den überdachten Stellplatz. Er bedarf wie auch eine Garage in vielen Bundesländern der Genehmigung. Also vorher im örtlichen Bauamt nachfragen. Die Auswahl an Carports steigt von Jahr zu Jahr. Den typischen Holzunterstand auf vier Pfosten behüten neben dem Flachdach längst auch Walm-, Sattel-, Pult- und sogar Tonnenformen. Stahl- und Aluminiumkons­truktionen bieten unterschiedliche Wandfüllungen vom Spanndraht für Rankgewächse über Holzverlattungen bis zu geschlossenen Stahlwellenwänden. Wer auf abschließbaren Stauraum für Rasenmäher, Werkzeug und Fahrräder nicht verzichten möchte, erweitert den Unterstand um einen kleinen Geräteraum.

Leser fragen, Experten antworten

Frage zum Thema Keller & Garage Die Schwelle zu meiner Garage hat sich angehoben. Mit welchem Material kann ich den Höhenunterschied ausgleichen?

Die „Schwelle“ Ihrer Garage ist sehr starken Belastungen ausgesetzt, denn:

  • • Das große Gewicht des Autos lastet immer auf der gleichen Fahrspur. Häufig ist es so, dass das Betonpflaster der Spur gegenüber der Umgebung eingesackt ist.
  • • In den Vertiefungen der Reifen wird Sand und Split eingeschleppt, die wie Schmirgel wirken.
  • • Weichmacher halten die Reifen elastisch. Diese Weichmacher verbinden sich mit Öl-und Benzinresten und bilden im Winter mit Salzwasser (Tausalz) eine gefährliche Mischung, die in selbst allerfeinste Fugen und Risse eindringt und bei Frost eine starke Sprengwirkung entfaltet.

Bei einer Sanierung der Garagen-Einfahrt empfehlen wir, wie folgt vorzugehen:

  • • Entfernung aller morschen Putz- oder Betonreste.
  • • Grobe Entrostung der freigelegten Eisenteile. Ein zusätzlicher Rostschutz ist nicht erforderlich, da eine intakte Putz- oder Betonbeschichtung einen idealen Korrosions-schutz bietet.
  • • Ausbesseren der Schwelle mit Zementmörtel der höchsten Güteklasse. Eine Armierung ist nicht erforderlich. Dabei ist zu beachten, dass die Fuge zwischen Schwelle und Garagen-Fußboden offen bleibt.


Nach einer Abbindezeit von mindestens 28 Tagen kann die Schwelle mit einer spezielle 2-komp. Kunststoff-Beschichtung 3mal versiegelt werden, die folgende Eigenschaften haben muss:

  • • mechanisch abriebfest,
  • • öl- und benzinfest,
  • • salzwasserbeständig,
  • • beständig gegen Weichmacherwanderung.


Die für zementgebundene Fußböden angebotenen „normalen“ Farben sind daher für die Beschichtung von Garagen-Fußböden nicht geeignet, sie halten den oben geschilderten Belastungen nicht stand. Derartige Beschichtungen erhalten Sie im Farbenfach- oder Großhandel (Maler-Einkaufsgenossenschaft).

Bei der Verarbeitung ist zu beachten, dass die beiden Komponenten der Kunststoff-Beschichtung sorgfältig miteinander vermischt werden müssen (Gebrauchsanleitung beachten). Damit die Beschichtung die späteren Belastungen aushält, sind die Vorarbeiten mit äußerster Sorgfalt durchzuführen:

Nach ausreichender Durchhärtung empfiehlt es sich, die Fuge zwischen Garagen-Fußboden und Schwelle mit einer Silicon-Dichtmasse zu schließen. Dafür kommen nur „neutral vernetzte“ Dichtmassen infrage, „säure-vernetzte“ (Essiggeruch) Typen sind nicht geeignet.

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