Küche & Bad

Barrierefreie Bäder - Grenzenloser Badespaß

Schwellenlose Duschen erobern die heimischen Bäder. Sie sind elegant, zeitlos, komfortabel und dazu pflegeleicht. Da tritt der Sicherheitsaspekt fast in den Hintergrund

Foto: Living Art

Bodengleich eingebaute Duschen zählen längst zu den Lieblingen der Baddesigner. Kein Wunder, lassen sie doch jedes Badezimmer großzügig wirken. Vorreiter sind die Architekten, die das unschlagbare Plus der Raumwirkung schon vor Langem erkannt haben. Ein Bad mit einem ebenerdigen Brauseplatz sieht einfach mehr nach Lebensraum aus.

Kombiniert mit einer Duschabtrennung aus Glas wirken Bäder transparenter, optisch weiter, schlichtweg gefälliger. Der Effekt lässt sich mit einer durchgehenden Fliese noch verstärken. Neben dem ästhetischen ist auch der praktische Vorteil nicht zu verachten. Stichwort Barrierefreiheit: Schwellenlose Duschen bieten in allen Lebensphasen optimale Bewegungsfreiheit und Sicherheit – nicht nur dann, wenn die Mobilität eingeschränkt ist. Familien mit Kindern verzichten genauso gern auf lästige Stolperfallen wie alte Menschen. Wer heute sein Bad neu plant, der sollte auch an morgen denken. Grenzenloser Brausespaß – das ist längst kein Fall mehr für Sonderlösungen.

Barrierefreies Duschen ist auch im Altbau möglich Foto: Blanke

Design im XXL-Format

Gleich ob im Look des Fußbodens verfliest oder als bodenbündig eingebaute Duschtasse, die Hersteller übertrumpfen sich mit neuen Ideen in Design und Technik. Unübersehbar geht es in Richtung XXL-Format. Klar, das lässt sich am einfachsten mit Fliesen realisieren. Aber auch superflache Duschwannen erreichen schon das Gardemaß von 1,80 Meter­Länge. Und der Spritzschutz passt sich in den Dimensionen dem opulenten Brausevergnügen an. Besonders edel sind Walk-in-Anlagen: frei begehbare Duschplätze hinter großzügigen Glasscheiben.

Beim Neubau lässt sich der Traum vom schwellenlosen Brausevergnügen naturgemäß leicht erfüllen. Schließlich geht es an die bauliche Substanz. Aber die Technik ist heute so weit, dass ein nachträglicher Einbau in den meisten Fällen auch in Altbauten möglich ist. Immerhin 70 bis 80 Prozent der Aufträge im Sanitärhandwerk stecken in Modernisierungen.

Ultraflach und randlos verschwindet die Dusch­fläche in aktuellen ­Fliesenfarben optisch im Boden Foto: Villeroy & Boch

Großzügige Relaxzone

Zumeist werden die Bäder umgebaut, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Und dann ist nicht mehr die 08/15-Lösung gefragt. Ein wohnliches Bad muss her. Immer häufiger weichen zwischen Schlafzimmer und angrenzendem Elternbad sogar Wände, um die Räume zur großzügigen Relaxzone zu verschmelzen. In derart offenen Bereichen bieten sich bodengleiche Duschplätze mit rahmenlosen Echtglasabtrennungen an, weil sie optisch quasi verschwinden.

Doch auch hinter einer schlanken Trennwand zwischen Schlafbereich und Home-Spa machen sie dank Vorwandinstallation eine gute Figur. Schließlich muss nicht gleich das Bodenniveau komplett im Raum angehoben werden, um das Wasser abfließen zu lassen. Der Handel hält spezielle Ablaufrinnen – sogar aus Glas – bereit. Dann gibt es oft die Möglichkeit, einen flachen Siphon in den Boden einzulassen. Einige Hersteller integrieren diesen sogar schon in superflache Duschtassen. Innovative Komplett-Ablaufsysteme kommen mit einer Einbauhöhe von nicht mehr als 65 Millimetern aus.

Brausen auf Knopfdruck, ein sanfter Fingertipp am Thermostat reicht Foto: Living Art

Multifunktionale Duschpaneele

Technische Raffinessen wandeln die Dusche zur Wellnessoase – ob integriertes Dampfbad zum Relaxen oder Regenbrause zur Erfrischung. Multifunktionale Duschpaneele machen fast schon medizinischen Bademeistern Konkurrenz mit ihrer Vielzahl unterschiedlicher Massage- und Fitnessdüsen. Wird die Armatur mit Thermostat ausgestattet, bleibt die gewählte Wassertemperatur konstant, selbst wenn jemand in der Küche abwäscht oder die Toilettenspülung betätigt. Die jüngsten Modelle verhindern ein Überhitzen, damit sich der Duschende beim Anfassen der Armatur nicht verbrüht.

Unter der Dusche zum Lieblingssong mitsingen – der wasserdichte Bluetooth-Lautsprecher macht’s möglich Foto: Grohe

Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten

Unterputz-Armaturen sorgen für mehr Bewegungsfreiheit. Denn die Technik verschwindet komplett in der Wand. Nur Duschkopf und Bedienelemente schauen heraus. Die Sensortechnologie setzt neue Maßstäbe in Sachen Komfort, verbannt sie doch jegliche Schalter und Hebel. Ein sanfter Fingertipp reicht, und das Reinigungsritual kann beginnen.

Und die Digitalisierung eröffnet ganz bequem die schönsten Annehmlichkeiten, auf jeden Duschenden persönlich zugeschnitten. Das Verwöhnprogramm reicht von der perfekten Wassertemperatur über die musikalische Berieselung mit den Lieblingssongs und endet längst nicht bei entspannender oder auch anregender Farblichttherapie. Die favorisierten Einstellungen lassen sich sowohl während der Wellnessfreuden abrufen als auch vorab vom Handy oder Tablet. Dahinter steckt ein intelligentes System, das die Komponenten vernetzt und Anwendungen erleichtert sowie individualisiert.

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