Küche & Bad

Badvielfalt

Worauf kommt es beim neuen Bad besonders an? Auf Komfort oder Design? Auf Funktionaliät oder Technik? Oder von allem ein bisschen?

Foto: Ikea

Gelegenheiten für eine Runderneuerung des Badezimmers fin­den sich zuhauf. Die alte Nasszelle bedarf dringend einer Renovierung, vielleicht auch nur einer Schönheitskur. Die Familie wächst, oder der Auszug der erwachsenen Kinder offeriert neue Raummöglichkeiten, wahre Badträume zu realisieren. Ideen gibt es naturgemäß noch mehr als Anlässe. Da möchte einer sein hauseigenes Spa, der andere eine Fitnessdusche.

Foto: Grohe

Wohnbad

Das Bad zählt zu den wenigen wahren Rückzugsorten. Ein Ruhepol in unserer schnelllebigen Welt, ein Kokon in Zeiten offener Grundrisse. Damit ein Badezimmer als Entspannungsoase auch wirklich verwöhnen kann, bedarf es eines behaglichen Ambientes. Und so ziehen verstärkt wohnliche Werkstoffe wie Holz, Naturstein und Glas ins Home-Spa ein. Insbesondere Holz ist als Partner der Sanitärkeramik und auch solo für Badmöbel ein großes Thema. Möbel, Ruhepodeste, Badematten sowie Verkleidungen für Wanne und sogar WC kommen in warmem Holz daher. Mit den angesagten dunklen Sorten wie Teak, Wenge oder Nussbaum lassen sich wunderbar Akzente setzen. Ihre hellen Artgenossen bringen natürliche Frische ins Bad.

Stilvolle Handtuchhalter schaffen ein wohnliches Ambiente Foto: Bloomingville

Glas, Naturstein, selbst Beton ersetzen immer häufiger die traditionelle Keramik. Zum einen geht der Trend zur Transparenz. Badewannen aus transluzentem Sanitäracryl gewähren Durchblicke. Elegante Glasschalen, auf Holz- oder Steinplatten gesetzt, machen das Händewaschen fast zu einer rituellen Handlung. Zum anderen sind massive Unikate gefragt. Denn auf diesen wortgetreuen Waschtischen finden oft auch Becken aus Stein Platz. Formschöne Wannen oder Waschbecken lassen sich, dank des Zusammenspiels von Steinmetzhandwerk und computergesteuerten Maschinen, aus Marmor, Granit oder anderem Naturstein fertigen. Das wirkt edel und ist auch noch pflegeleicht.

Derzeit wohl ungewöhnlichstes Material im Bad ist Beton: Der Baustoff kommt in puristischen Formen daher – eine interessante Alternative zur Keramik. Eine UV-beständige Imprägnierung versiegelt die Oberfläche und sorgt für den schmutz- und wasserabweisenden Lotuseffekt.

Foto: Burgbad

Familienbad

Mit dem Nachwuchs gewinnen die Aspekte Sicherheit und Funktionalität mehr Bedeutung, schließen Design und Wellness aber keinesfalls aus. Möglichst allen Bedürfnissen gerecht zu werden, damit jedes Familienmitglied viele Jahre seine Freude am Bad hat – darin besteht die Kunst der Planung. Im Boden eingelassene Wannen oder Duschen zum Beispiel sind sicher und bequem, sehen dazu noch ungemein elegant aus. Gleich ob im Look des Fußbodens, verfliest oder als bodenbündig eingebaute Duschtasse, dank rahmenloser Glastrennwände verschwinden sie gar optisch im Raum und lassen das Bad sogar noch größer wirken.

Seepferdchen verhindern Ausrutscher Foto: Kleine Wolke

Mit Thermostat ausgestattete Armaturen schätzt die ganze Familie, bleibt doch die gewählte Wassertemperatur konstant, selbst wenn jemand in der Küche abwäscht oder die Toilettenspülung betätigt. Die jüngsten Modelle verhindern ein Überhitzen, damit sich der Duschende beim Anfassen der Armatur nicht verbrüht. Ein Klappsitz macht den Brausespaß für alle Generationen sicher. Gleiches gilt für rutschfeste Fliesen – am besten im gesamten Bad.

Clevere Verstellmechanismen bringen Toilette und Waschtisch sowohl für Junior als auch für Senior in die richtige Höhe. Als preiswerte Alternative dienen dem Knirps stabile Tritthocker oder -leitern wie auch in die Wanne einzuhängende Kinderbecken. Doppelwaschtische beugen dem morgendlichen Chaos im Bad vor. Genug Platz sollte auch jedem Familienmitglied in den Möbeln reserviert werden. Schränke, Kommoden, Rollcontainer und mehr organisieren die vielen Tiegel, Bürsten und Handtücher vortrefflich in cleveren Innenausstattungen. Zudem bringen sie wohnliche Atmosphäre ins Bad.

Foto: Duravit

Designbad

Dem Wunsch nach den wirklichen Luxusgütern Zeit und Ruhe tragen ihre irdischen Vertreter wie räumliche Großzügigkeit, exquisite Materialien und nicht zuletzt ein Hauch Gla­mour Rechnung. Edlem Tischporzellan gleich, kommen zarte Reliefs, feine Ornamente und florale Muster auf Fliesen daher. Sie wirken zerbrechlich wie handgeschöpftes Papier, sind aber tatsächlich zeitgemäß robust.

Nicht selten werden widerstandfähige Bodenfliesen auch für die Wand angeboten. Wem für solche Art Dekoration der Mut fehlt, der lässt den Fliesenleger mit Mosaiken oder kleinformatigen Einlegern spielen. Weiß bleibt nach wie vor die vorherrschende Farbe im Bad, ganz klassisch vom Kontrastpartner Schwarz oder von Naturtönen begleitet.

Platz für Handtücher Foto: Kermi

Klare Linien dominieren die Badkeramik. Und sie speckt immer häufiger in ihrem Volumen ab und zeigt sich von ihrer filigranen Seite. Die Hersteller forschen unentwegt an Materialien. Die neuen Werkstoffe kommen ultradünn daher. Die Formgebung hält sich dezent zurück. Leise schleicht sich die neue Leichtigkeit in unsere Bäder – und mit ihr ein eleganter Stil.

Dabei wirken die neuen Entwürfe nicht unterkühlt wie einst in Zeiten nüchternen Purismus’. Transparenz, Eleganz und Esprit bestimmen Keramik, Möbel und Armaturen. Letztere muten fast schon skulptural an. An Waschtisch und Wanne kommt das Wasser immer häufiger aus der Wand, sind Wandarmaturen doch nicht nur ein eleganter Hingucker, sondern auch einfacher zu reinigen. Am schönsten fließt das Nass natürlich im Schwall. Und der Wasserfall füllt vor allem schnell die Wanne.

Foto: Viega

Digitales Bad

Eine Wohltat nicht nur fürs Auge sind die technischen Raffinessen, die das Bad erst zum Wellnesstempel machen. Dampfbäder, Whirlpools und Saunen zum Relaxen oder Regenbrausen zur Erfrischung. Multifunktionale Duschpaneele machen fast schon medizinischen Bademeistern Konkurrenz mit ihrer Vielzahl unterschiedlicher Massage- und Fitnessdüsen.

Die digitale Technologie eröffnet ganz bequem die schönsten Annehmlichkeiten – personalisiert, versteht sich. Das Verwöhnprogramm beginnt mit der perfekten Duschtemperatur und der präzisen Regelung der Strahlart, geht über die musikalische Berieselung mit den Lieblingssongs und endet längst nicht bei entspannender oder auch anregender Farblichttherapie. Die favorisierten Einstellungen lassen sich sowohl während der Wellnessfreuden abrufen als auch vorab vom Wohnzimmer aus – beispielsweise um das Wannenbad vom Handy oder Tablet via App vorzubereiten.

Audiosystem in der Wanne integriert Foto: Kaldewei

Dahinter steckt ein intelligentes System, das die Komponenten miteinander vernetzt und Anwendungen erleichtert sowie individualisiert. Bei der Neugestaltung des Badezimmers eröffnet die Digitalisierung ganz neue Freiheiten. Die Steuereinheiten sind nicht mit Kabeln an die Armaturen gebunden und können so überall positioniert werden. Alle Wasserstellen lassen sich darüber regeln, gleich ob das Dampfpaneel in der Dusche, die Handbrause der Badewanne oder der Auslauf am Waschbecken.

Sensoren bringen deutlich mehr Komfort ins Bad, verbannen sie doch jegliche Schalter und Hebel. Elektronische Armaturen reagieren schon auf bloße Annäherung. Die berührungslosen Wasserstellen erobern jetzt auch das Privatbad. Kein Wunder, gelten sie doch als besonders hygienisch, pflegeleicht und sparsam. Sie lassen Bakterien keine Chance, auch Kalkflecken nicht, da die Oberfläche trocken bleibt. Kindern, Senioren und Menschen mit Handicap erleichtern sie die Körperpflege immens.

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