Badezimmer: Badplanung und Badgestaltung auf 8 Quadratmetern
Küche & Bad

Badezimmer: Badplanung und Badgestaltung auf 8 Quadratmetern

Acht Quadratmeter unter einer Dachschräge reichen aus, um ein echtes Wellnessbad mit technischen Finessen zu planen. Wir zeigen, wie es gehen kann

Foto: Johannes Fucke

Den Dachboden hatte sich Ehepaar Decker bereits seit Längerem als Schlafzimmer erobert. Früher in den 1930iger-Jahren diente er als so genannter Trockenboden, auf dem die frisch gewaschene Wäsche auf der Leine hing. Nach Dämmmaßnahmen und neuer Dachdeckung fanden sie hier einen gemütlichen Rückzugsort mit einem begehbaren Kleiderschrank, der allerdings aufgrund der Dachschräge nicht optimal genutzt werden konnte. 

Grundriss: Als schwarzer Kasten gut zu erkennen: Der Schornstein des Hauses gibt das Maß der Dusche vor. Betritt man das Bad durch die Glastür, empfängt die Bewohner das großzügige Waschbecken mit Stauraum in den Schüben. Elegant versteckt hinter der Ecke, befindet sich das WC. Um die nötige Kopfhöhe unter der Dachschräge zu gewährleisten, sitzt es nicht mittig vor der Installationswand.

Der Blick vom Schlafzimmer durch das kleine Fenster in der Dusche zeigt die einzigartige Wirkung des Dachflächenfensters. Da es keine Pläne des Hauses gab, wurde die Größe des Fensters erst nach Sichtung der Sparrenlage festgelegt. Foto: Johannes Fucke

Großformatige Fliesen mit entsprechend geringem Fugenanteil geben dem Bad optisch eine gewisse Ruhe und Großzügigkeit. Im Hintergrund: der Sanitärblock unter der Dachschräge mit besonderer Tragkraft zur Aufnahme des hängenden Dusch-WCs. Foto: Johannes Fucke

Die Nische zwischen dem mitten im Dachbodenraum verlaufenden Schornstein und der Wand wurde für den Einbau der Duschtasse geschlossen. Feuchtraumgeeignete Leichtbauplatten sowie eine sorgfältige Abdichtung sind dabei unerlässlich. Foto: Johannes Fucke

Zweites Badezimmer direkt unter dem Dach

Der große Nachteil: Das Haus hatte lediglich im ersten Stock ein Badezimmer, das sich das Ehepaar mit den beiden Söhnen Emil und Anton teilte. „Ich fand es zunehmend nervig, immer vom Dachgeschoss herunterzugehen, um dann zu merken, dass das Bad besetzt ist“, erzählt die Hausherrin. Nachdem eine Sanitärfirma geklärt hatte, dass die Leitungen des vorhandenen Bades in den Dachboden gezogen werden konnten, erfüllte sich das Ehepaar den Traum vom eigenen Bad. 

Der besondere Charme des Dachbodens: die sichtbaren Holzbalken der Decke. Sie geben dem Raum einen ganz besonderen Charakter. Der begehbare Schrank mit einer Fläche von knapp acht Quadratmetern war lediglich mit Schränken zum Schlafzimmer hin abgeteilt. Sie wurden durch Leichtbauwände ersetzt. „Im Duschbereich habe ich ein kleines Fenster einbauen lassen. Es gibt optisch eine wunderbare Weite, und morgens scheint die Sonne durch das Schlafzimmerfenster bis in die Dusche“, schwärmt Marion Decker. 

Kleines Bad mit Fenster, Stauraum und technischen Finessen

Ursprünglich planten Deckers ein Bad ohne Fenster – lediglich eine schmale Festverglasung in der Dusche sowie die Glastür sollten für Tageslicht sorgen. Doch während der Umbauarbeiten entschieden sie sich für den Einbau eines Dachflächenfensters, das nun den Raum mit Licht durchflutet. „Das war unsere beste Entscheidung. Ich erfreue mich jeden Tag daran“, erklärt Ehemann David Decker. 

Da das Bad sehr klein ist, hat das Ehepaar auf Details besonderen Wert gelegt. Ein Relaxerbad mit ausreichend Stauraum sollte entstehen. Die Waschtischkombination hat Schübe, die jede Menge Platz für Badutensilien bieten. Die hohe Armatur – eher ungewöhnlich für Waschbecken im Badezimmer – wünschte sich die Hausherrin, um morgens unkompliziert den Kopf unter den Wasserhahn halten zu können.

Das WC mit Duschfunktion versteckt sich hinter der Ecke und kann per Fernbedienung gesteuert werden. Das Ehepaar hatte während seiner Reise nach Japan den Wohlfühleffekt dieser Modelle kennengelernt und nutzte die Möglichkeit, auch auf kleinstem Raum für Luxus zu sorgen. 

Mini-Bad mit geschickter Grundrissplanung

Durch die geschickte Grundrissplanung wirkt der Raum sehr wohnlich. Das offene Regal, das – ebenfalls in Leichtbauweise erstellt – mit einer Wandleuchte zusätzlich in Szene gesetzt wird, unterstreicht diesen Eindruck. Aber auch der gezielte Einsatz von Fliesen prägt die wohnliche Optik des Bades.

Nur hinter dem WC und dem Waschbecken sowie im Duschbereich schützen Fliesen vor Wasserspritzern. Um den lichten Eindruck des Minibades zu unterstützen, fiel die Wahl auf eine helle Farbe für Wand- und Bodenfliese. Ehepaar Decker erfreut sich täglich an seinem kleinen Wohnbad – und das Beste daran: nie mehr Wartezeiten vor der Badezimmertür.

Foto: Johannes Fucke

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