Heizung Spezial 2017

Heizen mit Wärmepumpe

Wärmepumpen zapfen die in der Luft, der Erde und dem Grundwasser gespeicherte Umweltwärme an. Bei sorgfältiger Planung ist das nicht nur bei Neubauten, sondern auch bei der Heizungsmodernisierung effizient und klimafreundlich

Foto: Rotex

Wärmepumpen haben sich in den letzten Jahren am Wärmemarkt etabliert. Sie nutzen die in der Erde, der Luft oder dem Grundwasser gespeicherte Umweltwärme und „pumpen“ sie mithilfe von Strom als Antriebsenergie auf ein zum Heizen nutzbares Temperaturniveau. Effiziente Anlagen können mithilfe von einer Kilowattstunde Strom mehr als vier Kilowattstunden Heizwärme erzeugen.

Im Neubaubereich wird heute bereits in jedem Gebäude eine elektrische Wärmepumpe installiert. Wärmepumpen eignen sich dafür besonders gut, weil neue Häuser mit gutem Wärmeschutz mit geringen Vorlauftemperaturen beheizt werden können. Das ist vorteilhaft für die Effizienz der Wärmepumpenheizung, weil die Tempera­turdifferenz zwischen Wärmequelle und Heizwasser geringer ist. 

Auf einen Blick

Einsparung: Je nach Alter und Brennstoff der alten Heizung bis zu
30 Prozent weniger Verbrauchskosten

Verbrauchskosten: Abhängig von Jahresarbeitszahl und Strompreis etwa 5–7 Cent/kWh Heizwärme 

Investition: Luft-Wärmepumpen ca. 15.000 Euro, Erd-Wärmepumpen inkl. Bohrung/Erdarbeiten ab 20.000 Euro

Förderung: Hohe Zuschüsse der BAFA: für Luft-Wärmepumpen ab 1.500 Euro, für Erd- und Wasser-Wärmepumpen ab 4.000 Euro, mit Erdsondenbohrung 4.500 Euro. Zusatzförderungen möglich

Aber auch Altbauten können heute in der Regel effizient und zuverlässig mit einer Wärmepumpe beheizt werden. Bei Modernisierungen sollten vorher die Heizkörper überprüft und bei Bedarf vergrößert werden. Ohnehin erfordert die Wärmepumpe eine genaue auf den Wärmebedarf des Hauses abgestimmte Planung.

Erdwärme wird als neue Energiequelle nutzbar gemacht

Die Wärmequellen Grundwasser und Erdreich bieten die besten Voraussetzungen für einen hocheffizienten Betrieb, da sie ganzjährig recht konstante Temperaturen von acht bis zwölf Grad Celsius aufweisen. Die Erschließung dieser Wärmequellen ist jedoch aufwendig und relativ kostspielig, so dass heute hauptsächlich Luft-Wärmepumpen installiert werden. Die Wärmequelle Luft steht überall zur Verfügung, die Geräte sind relativ einfach zu installieren und benötigen nicht viel Platz. An besonders kalten Tagen werden Luft-Wärmepumpen in so genannten bivalenten Systemen oft von einem elektrischen Heizstab oder einem Gas-Brennwertkessel unterstützt.

Heizkosten und Klimabilanz hängen entscheidend von der Effizienz des Systems ab. Messgröße ist die Jahresarbeitszahl (JAZ). Sie gibt an, wie viele Kilowattstunden Heizwärme je Kilowattstunde Strom übers Jahr gerechnet gewonnen werden, und sollte mindestens 3,5 betragen.

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