Heizung Spezial 2017

Heizen mit Solarthermie

Bereits mehr als zwei Millionen thermische Solaranlagen in Deutschland erwärmen das Trink­wasser und unterstützen im Winter die Heizung. Sie lassen sich mit nahezu jedem Heizsystem kombinieren und sind vor allem unter Umweltaspekten eine sinnvolle Ergänzung

Thermische Solaranlagen fangen die Sonnenwärme ein und sorgen dafür, dass sie im Haus genutzt werden kann. Herzstück der Solaranlage ist der Kollektor. In ihm befindet sich der Absorber, der die Sonnenstrahlen in Wärme umwandelt und an die Wärmeträgerflüssigkeit abgibt. Diese wird über eine gedämmte Rohrleitung zum Solarspeicher transportiert und heizt diesen auf. Thermische Solaranlagen werden oft im Paket mit einem zentralen Wärmeerzeuger angeboten und installiert. Das hat den Vorteil, dass Steuerung, Speicher und andere Komponenten gut aufeinander abgestimmt sind. 

Auf einen Blick

Einsparung: In Kombination mit Gas-Brennwertkessel rund 150 Euro weniger Warmwasser-Kosten. Bei Kombianlagen je nach Gebäude 10 bis 30 Prozent weniger Heizkosten

Verbrauchskosten: Null – Sonnenwärme gibt es kostenlos.

Investition: 4.000 bis 6.000 Euro für eine Warmwasseranlage, mindestens 10.000 Euro für Kombianlage für Heizung und Warmwasser

Förderung: Zuschüsse des BAFA. Ab 500 Euro für Warmwasser-, ab 2.000 Euro für Kombianlagen. Bonusförderung möglich 

Die Sonnenwärme kann entweder nur zur Warmwasserbereitung oder in so genannten Kombianlagen auch zur Heizungsunterstützung verwendet werden. Anlagen zur Brauchwassererwärmung sind ein idealer Einstieg, weil sie kostengünstig und ohne großen Aufwand zu installieren sind. Eine Warmwasseranlage kann im Jahresdurchschnitt etwa 60 Prozent des Energiebedarfs für die Trinkwassererwärmung solar abdecken. Rein wirtschaftlich betrachtet rechnet sich die Investition damit allenfalls langfristig. Bei Kombianlagen für Heizungsunterstützung und Trinkwassererwärmung hängt das Sparpotential vom Wärmebedarf des Hauses ab. In gut gedämmten Häusern ist der Anteil, den die Sonne beisteuern kann, höher; wegen des insgesamt geringeren Wärmebedarfs spart die Anlage absolut aber weniger.

Flachkollektoren sind weit verbreitet Foto: BSW-Solar

Bei der Planung kommt es darum besonders darauf an, die Größe der Kollektorfläche auf das Volumen des Speichers und auf den Wärmebedarf im Haus abzustimmen. Für Warmwasseranlagen wird pro Person eine Kollektorfläche von etwa 1,5 Qua­dratmetern Fläche benötigt, wenn Flachkollektoren zum Einsatz kommen; bei den effektiveren, aber etwas teureren Vakuumröhrenkollektoren kann die Fläche rund 30 Prozent kleiner ausfallen. Die ideale Speichergröße für einen Vier-Personen-Haushalt liegt bei 200 bis 300 Litern. Anlagen zur Heizungsunterstützung sollten mindestens zwölf Quadratmeter Kollektorfläche haben und mit einem Pufferspeicher von 800 bis 1.000 Litern gekoppelt sein.

Heizung Spezial 2017

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