Heizung Spezial 2017

Heizen mit Gas

Drei von vier Wohnungen werden weiterhin mit fossilen Brennstoffen beheizt. Aber erst jede fünfte Gasheizung arbeitet mit der hocheffizienten Brennwerttechnik. Wer seinen veralteten Kessel austauscht, kann im Durchschnitt 15 Prozent Energie und Heizkosten sparen

Foto: Junkers

Der Austausch des alten Heizkessels gegen ein modernes Gerät mit Brennwerttechnik gehört zu den häufigsten energetischen Modernisierungsmaßnahmen. Erdgas ist dabei der mit Abstand beliebteste Energieträger. Mit einem überschaubaren Aufwand lassen sich bei der Heizungsmodernisierung mit einem Erdgas-Brennwertkessel zwischen zehn und 30 Prozent Energie und Heizkosten sparen und die CO2-Emissionen deutlich verringern.

Zwar sind beim Umstieg auf Heizsysteme mit erneuerbaren Energien eventuell noch größere Einsparungen möglich, die hierfür erforderlichen Investitionen liegen allerdings auch deutlich höher. Erdgas-Brennwertgeräte benötigen deut­lich weniger Energie als ihre konventionellen Vorgänger, weil sie auch die Wärme nutzen, die im Wasserdampf der Abgase enthalten ist. Der Wasserdampf kondensiert in einem internen Wärmetauscher aus korrosionsbeständigem Aluminiumguss oder Edelstahl und gibt seine Wärme dabei an das Heizsystem ab. Zudem arbeiten sie anders als alte Geräte modulierend, können also ihre Leistung dem jeweiligen Wärmebedarf anpassen. 

Auf einen Blick

Einsparung: 10–30 Prozent, je nach Alter und Zustand des alten Heizkessels

Beispiel: In einem 150-m2-Haus mit einem Jahresverbrauch von zuvor 30.000 Kilowattstunden spart man zwischen 165 und 500 Euro im Jahr.

Brennstoffkosten: Aktuell etwa 6 Cent je Kilowattstunde

Investition: Bei einem Einfamilienhaus rund 7.000 bis 9.000 Euro

Förderung: Zuschuss der KfW von zehn oder 15 Prozent. 500 Euro Bonus des BAFA bei Kombination mit einer Solaranlage

Ein weiterer Vorteil moderner Kessel sind ihre sehr niedrigen Abstrahl- und Bereitschaftsverluste. Unterm Strich erreichen Gas-Brennwertkessel damit heute einen Jahres­nutzungsgrad von über 96 Prozent.  Im Vergleich zu einem Niedertemperaturkessel sind damit Einsparungen von rund zehn Prozent möglich; gegenüber älteren Konstant-Temperaturkesseln kann man sogar 30 Prozent sparen.Moderne Gas-Brennwertkessel sind platzsparend, da weder ein Lagerraum noch ein Tank erforderlich ist, und können nicht nur im Heizungskeller, sondern zum Beispiel auch im Dachgeschoss, im Bad oder in der Küche installiert werden. Immer häufiger kommen kompakte, wandhängende Kessel zum Einsatz. Viele Geräte sind auch bereits für die Kombination mit einer thermischen Solaranlage ausgelegt und zum Beispiel mit einem integrierten Speicher und der erforderlichen Regelungstechnik ausgestattet.

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