Heizung Spezial 2017

Heizungsoptimierung

Damit die Heizanlage mit möglichst wenig Verlusten für maximalen Wohnkomfort sorgen kann, müssen alle Systemkomponenten perfekt zusammenspielen. Die Investition in moderne Thermostate, eine effiziente Pumpe und einen hydraulischen Abgleich macht sich meist schnell bezahlt

Foto: c calek - fotolia

Auch wenn der Heizkessel noch gut funktioniert und noch nicht komplett ausgetauscht werden soll, lohnt es sich, die Heizanlage einmal gründlich unter die Lupe zu nehmen. Empfehlungen für eine Optimierung gibt zum Beispiel ein nach DIN EN 15378 genormter Heizungs-Check, den das Sanitär- und Heizungshandwerk anbietet. Mit diesem lassen sich Schwachstellen schnell ermitteln. Der Staat fördert die Optimierung der Heizungsanlage mit Zuschüssen.

Auf einen Blick

Regelung: Neue Thermostatventile mit voreinstellbaren Ventilen sparen bis zu 15 Prozent Energie. 

Hydraulischer Abgleich: Bis zu 10 Prozent der Heizkosten spart eine optimierte Wärmeverteilung ein.

Pumpen: Effiziente Heizungspumpen verbrauchen bis zu 90 Prozent weniger Strom als alte Modelle.

Rohrleitungen: Die Dämmung der Heizungsrohre im nicht beheizten Keller vermindert die Wärmeverluste um 5 bis 10 Prozent. 

Raumtemperatur: Ein Grad Celsius weniger spart 6 Prozent Energie.

Für den effizienten Betrieb der Heizung ist vor allem eine Regelung erforderlich, die für die bedarfsgerechte Steuerung der Anlage und die passende Temperatur des Heizungswassers sorgt. Das ist wichtig, weil eine Begrenzung der Kesselwassertemperatur auf das gerade notwendige Maß Verluste vermeidet. Dazu muss die jeweilige Heizkurve für das Haus individuell eingestellt werden. Die Auslegung sollte möglichst auf nicht zu hohe Vorlauftem­peraturen des Heizungswassers erfolgen. Idealerweise wird die Regelung der Heiz- und Absenkzeiten auch dem Tagesrhythmus der Bewohner angepasst. Da nicht alle Räume zur gleichen Zeit den gleichen Wärmebedarf haben, sind Heizkörper meist mit Einzelthermostaten ausgerüstet. Sind diese programmierbar, lassen sie sich ebenfalls auf die individuelle Nutzungszeit einstellen. Weiterer Vorteil: Viele Modelle schließen bei geöffnetem Fenster selbsttätig das Thermostatventil.

Für eine optimale Einstellung der Heizanlage dringend zu empfehlen ist ein hydraulischer Abgleich. Er stellt sicher, dass alle Heizkörper jeder­zeit mit genau der richtigen Wassermenge versorgt sind. So kann sich die Wärme gleichmäßig im Haus verteilen. Das bedeutet weniger Energiekosten bei mehr Wohnkomfort. Heizungspumpen sorgen für die Zirkulation des Heizungswassers. Alte, ungeregelte Pumpen sind oft Stromverbraucher Nummer eins. Der Austausch gegen eine hocheffiziente, geregelte Heizungspumpe lohnt sich fast immer. Sie passt sich dank elektro­nischer Regelung ständig dem aktuellen Bedarf an. 

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