Fenster im Kostencheck
Fenster & Türen

Fenster im Kostencheck

Fenster sind ein entscheidender Faktor für die Energiebilanz und damit für den Geldbeutel. Mit welchen Maßnahmen Sie Energie und damit Kosten sparen können, verraten wir Ihnen hier.

Foto: Internorm

Dreifachverglastes Fenster im Querschnitt Foto: Gealan

Fenster spielen sie eine wichtige Rolle in der gesetzlich vorgeschriebenen Berechnung des Primärenergiebedarfs. Auf diesen wirken sich große Fenster nach Süden positiv aus, weil die Wärmestrahlung der Sonne als solarer Wärmegewinn in diese Rechnung einfließt. Bei optimaler Planung kann ein Südfenster in einem Effizienzhaus pro Qua­dratmeter Fläche und Jahr 25 Kubikmeter Gas sparen helfen. Fenster nach Norden dagegen haben eine negative Energiebilanz und sollten kleiner geplant werden.

U- und g-Wert

Entscheidende Kenngrößen für die Auswahl sind der U- und der g-Wert. Der U-Wert eines Fensters steht für den Wärmedurchgang. Er wird unterschieden in Ug-Wert für das Fensterglas, Uf-Wert für den Rahmen und Uw-Wert für das gesamte Fenster. Formal ausreichend ist ein Uw-Wert von 1,3 W/m2K, staatliche Förderung bekommt man ab einem Wert von 0,95 W/m2K und niedriger. Der ist nur mit einer Dreischeibenverglasung möglich. Der g-Wert bezeichnet den Durchgang der solaren Wärmestrahlung durchs Glas. Er liegt bei Zwei- und Dreifachverglasungen zwischen 0,50 und 0,70. Je höher der Wert, umso besser der Energiedurchgang – aber desto schlechter die Wärmedämmung. Deswegen spielt bei der Planung der Verglasung eine wichtige Rolle, welcher Faktor an dieser Stelle des Hauses wichtiger ist: Wärmeschutz oder Energiegewinn.

Einbausituation

Mindestens so wichtig wie das Fensterelement selbst ist der Einbau – die sorgfältige Planung und Ausführung der Fuge zwischen Wand und Rahmen. Wird hier geschlampt, ist die Dämmung des Fensters nur die Hälfte wert.

Kostencheck

Die Preise für Fenster unterscheiden sich naturgemäß stark nach Material  und Dämmwirkung. Allerdings ist die  Differenz zwischen Zwei- und Dreischeibenverglasung deutlich gesunken. Sie beträgt etwa zehn bis 15 Prozent. Entscheidend für den Preis ist vor allem das Rahmenmaterial. Am günstigsten sind Fenster mit Kunststoffrahmen. Ein Beispiel in einer Größe von 1,30 mal 1,30 Meter kostet ca. 390 Euro. Die Aufpreise für andere Rahmenmaterialien:

Holz: plus 30 bis 40 Prozent

Aluminium: plus 40 bis 50 Prozent

Holz-Aluminium: plus 70 bis 90 ­Prozent

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