Der Hauseingang: Optik, Wärmeschutz & Sicherheit
Fenster & Türen

Der Hauseingang: Optik, Wärmeschutz & Sicherheit

Die Anforderungen in Sachen Material, Sicherheit, Lärm- und Wärmeschutz steigen stetig. Für betagte­ Hauseingangs-Türen heißt das: höchste Zeit für eine Verjüngungskur

Foto: Groke

Die Aluminiumtüren von Groke sperren dank spezieller Dämmung und Dichtungen Kälte und Lärm aus Foto: Groke

Was nützt die aufwendigste Modernisierung, wenn ein wesentliches Energieleck bleibt – die Haustür. Gut, das antike Stück ist wunderschön und für seine Jahre auch noch recht stabil. Aber die Zeiten sind passé, in denen die Haustür nur den Eingang schmücken und Einbrecher abweisen sollte. Ihre ­aktuellen Vertreter müssen heute deutlich mehr leisten, vor allem in Sachen Wärmedämmung.

Spätestens wenn es an der Haustür zieht und womöglich noch ein Briefschlitz darin oder im Seitenelement für unangenehme Zugluft sorgt, ist eine energetische Sanierung auf jeden Fall vonnöten. Die lässt sich mit relativ wenig Aufwand erledigen. Eingangstür samt Seitenteilen sind zumeist binnen eines Tages durch neue Modelle zu ersetzen. Ein gepflegtes Entree hebt zudem noch den Wert des Hauses.

Wärmebrücken vermeiden

Mit Profilstärken von gut 80 Millimetern trotzen Außentüren heute Wind und Wetter. Spezielle Energiespartüren halten die Wärme (und sommertags auch die kühle Luft) im Haus. Mehrfach abgedichtet, vermeiden moderne Eingänge gefährliche Wärmelecks in der Gebäudehülle. Die Energie­einsparverordnung (EnEV) gibt vor, wie viel Wärme eine Haustür höchs­tens durchlassen darf.

Die so genannte Wärmeleitfähigkeit drückt sich im U-Wert aus. Er gibt an, welche Leistung pro Quadratmeter des Bauteils auf einer Seite benötigt wird, um eine Temperaturdifferenz von einem Kelvin aufrechtzuerhalten. Die Maßeinheit ist Watt pro Quadratmeter und Kelvin (W/m²K). Je kleiner der Wert, desto besser. Gefordert wird für Türflächen ein U-Wert von maximal 1,8 W/m²K. Aber gut gedämmte Eingangstüren samt Rahmen ­erreichen heute schon U-Werte von 0,6 W/m²K.

Gerade bei Eingängen mit hohem Glasanteil, die aber nun einmal Licht in dunkle Dielen bringen, spielt die Dämmqualität eine große Rolle. Eine Wärmeschutzverglasung zählt bei modernen Türen heute schon zum Standard. Einzelne und auch durch­gehende Glaselemente sowie Applikationen aus Edelstahl bestimmen immer stärker die Optik an der Haustürfront. Das Design ist klar und geradlinig, die Farbgebung dezent. Klassisches Weiß und elegantes Grau dominieren. 

Für den schlüssellosen Türöffner im Türgriff von FSB können bis zu 99 Finger freigeschaltet werden Foto: FSVB

Straßenlärm aussperren

Nicht minder wichtig ist die Luftdichtheit der Außentür. Sie sollte an allen vier Seiten des Türblatts we­nigstens zwei (sowohl innen als auch außen) umlaufende Dichtungen aufweisen. Luftdichtheit sorgt nicht nur für Wohlfühlkomfort, sondern ist unverzichtbar für eine gute Schalldämmung. Schließlich setzt sich Schall über schmalste Ritzen fort. Wer in der Stadt wohnt und den Straßenlärm aussperren möchte, sollte nicht am Schallschutz sparen. 

Qual der Materialwahl

Fernab der Optik sollten Haustüren vor allem witterungsbeständig, formstabil und am besten auch noch pflegeleicht sein. Unter diesen Aspekten liegt Aluminium klar im Vorteil ­gegenüber seinen Materialkollegen Holz und Kunststoff. Aluminiumtüren etwa müssen im Unterschied zu Holz- oder Holzverbundtüren nie mehr gestrichen werden. Eine ­Beschichtung schützt vor Verziehen. Aber nicht jeder mag auf den natürlichen Charme und die Wärme einer Holztür verzichten, zumal sie eine nahezu unbegrenzte Gestaltungsvielfalt zulässt. Die güns­tigste Variante sind Kunststofftüren, wie Alu pflegeleicht, dafür aber weniger stabil. Und so setzen sich immer mehr Werkstoffkombinationen wie Holztürblätter mit Aluverblendung durch. Sie einen die Vorteile beider Materialien.

In diesem Edelstahlschutzbeschlag von HOPPE ist links neben dem Knauf ein Fingerscanner ergonomisch integriert Foto: Hoppe

Verlässlicher Einbruchschutz

Zwar zählt die Haustür laut Kripo schon seit einigen Jahren nicht mehr zu den bevorzugten Einstiegsorten von Dieben. Dennoch sollte der Haupteingang in Sachen Sicherheit keineswegs vernachlässigt werden. Was im Argen liegt, lässt sich schnell erkennen: Sind die Beschläge von außen angeschraubt, können sie ruck, zuck demontiert werden. Gleiches gilt für überstehende Türzylinder. Qualitätsschließzylinder mit Mehrpunktverriegelung gelten dagegen als beste Abwehr gegen Einbrecher. Haustüren werden nach Widerstandsklassen (Resistance Class RC) eingeteilt. Bereits eine Tür mit der RC 3 macht einem geübten Einbrecher fünf Minuten zu schaffen. Zu lange, laut ­einer Statistik der Polizei: Mehr als ein Drittel der Ganoven geben nach gut fünf Minuten auf. 

Auf der Video-Innenstation ­Basic (Siedle) sieht man immer, was vor der­ Haustür geschieht Foto: Siedle

Überwachung per App

Türkommunikation zählt heute zum gehobenen Standard, dicht gefolgt von der Videoüberwachung des Entrees. Schließlich ist es einfach gut zu wissen, wer da draußen vor der Tür steht. Hinter formschönen Geräten aus edlen Materialien steckt immer mehr Technik, die das Leben sicherer und angenehmer macht. Längst lässt sie sich in die Smart-Home-Technologie einbinden, die vielleicht schon Alarmanlage, Rollläden, Licht und Heizung steuert.

Via App wird die Haustür – und im besten Fall auch die Einbruchstechnik – aus der Ferne überwacht und gesteuert. Da lässt sich von unterwegs  oder am Urlaubs­ort checken, ob die Tür geschlossen ist oder Rollläden heruntergefahren sind. Und das Gegenstück zur ­Klingelsta­tion draußen muss auch nicht mehr im Hausflur hängen. Es wird besser dort installiert, wo es schnell erreichbar ist. Und es kann sogar mobil sein. 

Wer neu baut, lässt die Kabel der einzelnen Komponenten gleich mit verlegen. Draht gilt als störungs­sicherste Variante. Funklösungen hingegen lassen sich unkompliziert nachrüsten. Den Einbau übernimmt besser der Fachmann. Sicherheitstechnik wird immer komplexer. Und eine fehlerhafte Installation macht die ­bes­ten Vorrichtungen wirkungslos.

Tür öffnen ohne Schlüssel

Elektronische Zutrittskontrolle – ein sperriges, aber zukunftsweisendes Schlagwort. Dahinter verbirgt sich eine äußerst komfortable und besonders sichere Alternative zu Schlüssel und Schloss. Was in Hotels und Unternehmen sowie für Autos längst Usus ist, erobert zögerlich das Eigenheim. Codekarten, Electronic-Keys und Finger­abdruckleser gelten als wirksamer Schutz gegen Einbrecher. Wer den modernen Türöffner verbummelt, nimmt einfach einen neuen und ändert den Code.

Zusätzliche Sicherheit bieten Haustüren mit verdeckt liegenden Türfangeinrichtungen, die das Aufstoßen der Tür verhindern. Bei automatisch verriegelnden Türen gehört sogar das Abschließen der Vergangenheit an.

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